18.12.2018 - 22:20 Uhr

Diese Diskussion hat mir gerade noch gefehlt, trotzdem werde ich mich ihr nicht verweigern können. Sexismus betrifft mich nämlich auf geradezu existentielle Weise. Als mich vor einiger Zeit der Vorwurf traf, ich würde mich sexistisch über Frauen äußern, hat mir das sehr wehgetan. Ich – gerade ich – der vom Feminat domestizierte Sitzpinkler!

Wie entstehen Konflikte? Meist durch Missverständnisse, die nicht aufgeklärt werden. So war es auch im Fall Ewald Lurch und seinen Kontaktlinsen ,denn ich wurde zufällig Zeuge von Ewalds abendlicher Runde.

Barmann: „Und? Was Neues?“

Gast: „In den Golfzeitungen? Nee, immer derselbe Mist. Nix was wirklich weiterhilft.“

Barmann: „Dann schauen Sie mal in die Tageszeitung* – das wäre doch was für Sie: Die neue Therapie gegen Bluthochdruck! Ein Verfahren am Uniklinikum Gießen setzt auf  Verödung von Nervenfasern. Gibt leider noch keine Langzeitstudie dazu.“

Gast: „Das ist doch gequirlte Scheiße. Meine NERVENFASERN SIND SEIT JAHREN VOM TURNIERGOLF IN DIESEM CLUB VERÖDET! Habe trotzdem Bluthochdruck.“

Barmann: „Noch’n Radler?“

Seit Aristoteles mit seinem Wanderstab auf dem Weg nach Athen das Gewölle einer Eule ins Meer schlug, die als Begleiterin der Göttin Athena bereits in den Fabeln des Äsop für ihre Klugheit gelobt wurde, gilt die Welt der Golfer als letzte Bastion humanistischer Bildung, was wir bereits in mehreren Folgen unserer kleinen Reihe der "Golfethnologischen Betrachtungen" ausgeführt haben.

Der städtische Verwaltungsbeamte Lothar Uhl war allgemein als gutmütiger Zeitgenosse bekannt. Er war kein Mann der großen Worte. Seine Fähigkeit, während eines Telefonats tief und fest einzuschlafen, betrachteten seine Vorgesetzten als Zeichen besonderer Ausgeglichenheit.

Nachdem Finanzoberinspektor Arno Buchmacher dank der stadtbekannten Domina Elke Machnitzke die süßen Qualen eines Masochisten kennen und schätzen lernte, führte sie ihn als Höhepunkt einer gemeinsamen Lustreise in einen Proshop, um die Utensilien ultimativer Demütigung zu erwerben.

Die Eurokrise hat die Golfclubs erreicht. In den Hungerküchen der Clubrestaurants stehen die Spieler nach dem Turnier Schlange. Jugendliche im Titleist-Styling spielen statt einem ProV1x immer öfter gebrauchte Crane-Bälle; der Greenkeeper wurde durch ein Schaf namens „Emma“ ersetzt.

Diese Momentaufnahme zeigt Herrn und Frau Tollkirsch. Sie hat sich gegenüber seinem Vorschlag, einen gemeinsamen Schnupperkurs zu besuchen, verschlossen gezeigt und als störrisch erwiesen, weshalb er mit seiner Geduld fast am Ende ist. Frau Tollkirschs Gegenvorschlag, in einen Swingerclub zu fahren, damit ihr toller Tiger endlich mal wieder die Wutz rauslässt, führt bei Herrn Tollkirsch nicht zur erhofften Resonanz. Die Argumente sind ausgetauscht, die Getränke werden schal, aber niemand will nachgeben. Jetzt befinden sich die Tollkirschens in einer echten Putt-Situation. Wie die Sache ausging, war bei Redaktionsschluss noch offen.


 

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 © by Eugen Pletsch, 2011

Nachdem Karl-Heinz Schröck anlässlich der Seniorenclubmeisterschaft im GC Bauernburg  von einem Mitbewerber mit "breitärschiger Fettsack" tituliert wurde, überkam ihn am alles entscheidenden 18. Abschlag das große Zittern, was sich als kontraproduktiv für den weiteren Spielverlauf herausstellen sollte. Der in jeder Hinsicht fiese Max Donar konnte die Clubmeisterschaft auf diese Weise für sich entscheiden. Merke: Bist Du böse und gemein, bringst du die beste Runde rein!
 

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© by Eugen Pletsch, 2011, Cartoon: Peter Ruge

Da Jens-Erich Manitzke sein "Handbuch des Golfsports" nur bis zum Kapitel "Der Rückschwung" studiert hatte, geriet er ins Stocken und verharrte in der Endposition. Aber war es nicht Bobby Jones, der einst sagte, dass ein Amateur nie langsam genug schwingen könnte?
Drum merke: Wer beim "Halten in der Endposition" Spinnweben ansetzt, hat alles richtig gemacht!

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Text: © by Eugen Pletsch, 2011 Cartoon: Peter Ruge
 

Ein Bajuware, der eine „schwere Hypothek“ mit sich herumschleppt, wie der Pfarrer Kneipp einst den dicken Wanst zu bezeichnen pflegte, dröhnt, brummt oder brummelt mit einem durchdringenden Bass, der sich auch gegen den Wind durchzusetzen vermag, weshalb er unter Fachleuten als „Bayrischer Bass-Brummler“ bezeichnet wird.

Man wird älter. Meine Haarschneidefachfrau meint, meine Haare werden immer dünner. Und ich immer dicker.

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