22.06.2018 - 10:53 Uhr

Nachtrag zum zweiten und dritten der Matchplay-Session 2018  Frau Oelmann / Pletsch.

Am zweiten Tag spielten wir im Golfclub Lich, wo wir auf Sponsoren-Einladung zu Gast waren. Es war ein herrlicher sonniger Tag, an dem nur eine leise Brise wehte und die Vöglein fröhlich zwitscherten. Aber wen interessiert das? Mich nicht! Denn meine Drives flogen nicht, ich toppte einen Pitch in einen Teich, notierte meine erste 10 seit Jahren und verzweifelte auf den Grüns. Die waren zwar nicht mehr so schnell wie zu der Zeit, als die Finalisten der Deutschen Golf Liga von Head-Greenkeeper Mark Timberlake in den Wahnsinn getrieben wurden, aber immer noch schnell genug. Wie es Frau Oelmann bei meinem desolaten Spiel schaffte, die entscheidenden Schläge zu verpassen, um sich für die 1. Runde ein Attighof zu rächen, wird mir für immer ein Rätsel bleiben.
Höflichkeit und Respekt vor dem Alter waren es bestimmt nicht, denn Frau Oelmann macht keine Gefangenen, wenn sie zuschlägt. Vielleicht befand sie sich noch in dem tranceartigen Zustand von „Urlaubsmodus“ in dem sie am Tag zuvor die erste Runde vergeigt hatte. Jedenfalls half ihr diese Trance nicht weiter und auf der 18 zerlegte sie sich zu meinem größten Bedauern selbst, während ich meinen Chip zur Fahne toppen konnte.

Frau Oelmann schreibt: „Eugen spielte an der entscheidenden 18. Bahn (all square nach 17 Bahnen), ein Par 3 mit 143 m, einen großartigen Abschlag ins Vorgrün. In den aufkommenden Wind ein toller Abschlag, was mich vermeintlich unbeeindruckt ließ. Denn schlau wie ich bin nahm ich mir Zeit, um die heftigen Windböen abzuwarten. Dadurch erhoffte ich mir, dass es der Ball vielleicht doch ins Grün schaffen könnte. Als der perfekte Moment gekommen schien, verhackte ich meinen Abschlag, gefolgt von einem zerhackten Pitch worauf der Vorhang fiel.“

Unser Problem nach dieser zügigen Runde ‚Ready Golf‘ war: Was nun?


Kurzerhand fuhren wir zum Golfpark Winnerod, um uns auf dem schönsten Kurzplatz der Region auf den nächsten Tag vorzubereiten, an dem wir den Meisterschaftsplatz spielen wollten. Frau Oelmann hat den Winneröder Kurzplatz bereits vor einiger Zeit in einer Besprechung gewürdigt, aber man kann es nicht oft genug betonen: Dieses kleine Fleckchen Erde mit seinen Topfbunkern und winzigen Grüns ist eine Freude für Golfer jeder Spielklasse und man würde sich wünschen, dass manche Golfer öfter die Gelegenheit dort zu üben wahrnehmen würden, anstatt den Meisterschaftsplatz mit endlosem Suchen zu blockieren – was ebenfalls jede Spielklasse betrifft. Und so 'übten' wir unsere Kunst, winkten dem Milan und genossen den Ausklang des zweiten Tages.


Kurzplatz Winnerod Biotop Foto: Eugen Pletsch

Der dritte Tag unseres Matchplays begann vermutlich mit dem Gejodel der Lerchen, die ich gottlob nicht hörte, weil ich zu dieser Zeit noch schlief. Frau Oelmann hatte bereits aus ihrem Hotel ausgecheckt und war auf dem Weg nach Winnerod…lassen wir sie erzählen:

„Es sollte die schönste Runde werden, frei nach dem Motto: „Das Beste kommt zum Schluss!“ Ich hatte den Golfpark Winnerod seit meiner ersten Runde ins Herz geschlossen und im Laufe der Jahre ist diese Anlage zu meiner 2. Heimat geworden. Hier fühle ich mich einfach wohl, insbesondere wenn man sich so herzlich willkommen fühlt.
(Danke an Manager Kim Kleczka und Sandra Bauknecht vom Clubsekretariat für Eure Gastfreundschaft und danke allen Greenkeepern, die die Anlage nach den Unwettertagen in Rekordzeit wieder in einen ganz tollen Zustand versetzt haben!)

Bei unserer Abschlussrunde traf ich so ziemlich alles außer dem Ball. Weiß der Himmel warum – waren wir doch in einem lustigen Vierer unterwegs und hatten reichlich Spaß, was in meinem Fall gewöhnlich die beste Voraussetzung für ein gutes Spiel ist. Obwohl ich das Match verlor, war diese Runde dennoch ein Hochgenuss: Die Sonne strahlte und Wildvögel zogen ihre Kreise und wir hatten eine prima Stimmung im Flight. Mit uns spielten Eugens Schwester, ebenfalls Linkshänderin, und Gil Nunzi, ehemaliger Caddy-Master und eine Legende in der Region, den Eugen bereits vor 30 Jahren mit seinen Fragen zu Golfschlägern nervte. Kurzum: Wir alle, selbst Eugen, genossen an diesem schönen Tag Golf spielen zu dürfen.“

Aufnahme genehmigt durch die abgebildeten Personen BS & GN , Foto: Eugen Pletsch

Ja, so war das. Selbst ich genoss den Tag, nicht zuletzt, weil Gil, als ich an am 5. Grün einen kurzen Chip toppte, eine uralte Weisheit aussprach:

„You will never see a good shot,when you look up!“

Klar weiß ich das. Schließlich bin ich der Verfasser der Glosse „Mussekoppunnelasse“. Und natürlich kenne ich auch die Gegenmeinung, nach der das mit dem Kopf so nicht stimmt, weil selbst die großen Meister den Kopf leicht bewegen, wie man im Video sieht. Ja, ja, mag alles sein, aber seit ich vor dem Schlag an Gils Mantra „You will never see a good shot,when you look up!“ denke – das heißt mit dem Gewicht hinter der Mittelachse bleibe, treffe ich endlich wieder besser, vergeige keine Chips und der Ball fliegt wieder aus dem Bunker.
  „You will never see a good shot,when you look up!“
Man muss nur dran denken, wissen was gemeint ist und dann: ZONG!

Obwohl mein Akku am 3. Tag fast leer war, gelang es mir (dank Gils Hinweis) den Ball auf der Bahn zu halten und so wurde es meine bisher beste Runde in diesem Jahr. Danke, Gil!

Die Siegerehrung erfolgte durch Manager Kim Kleczka. Immerhin hatte Frau Oelmann das 1. Damen-Brutto, das 1. Damen-Netto und den Longest Drive gewonnen!

Kim Kleczka. und Frau Oelmann Foto: Eugen Pletsch

Ich erhielt die „Hat-heute-nicht-so viel-gemeckert-wie-sonst-Medaille“, die ich bisher noch nie bekommen habe und die einen besonderen Platz in einem Trophäenschrank einnehmen wird.

Gab einfach nix zu meckern. War schön! Vielen Dank, Sabine – und Danke auch an alle, die uns diese Match-Serie ermöglicht haben.

Ihr /Euer   

Eugen Pletsch

 

Kontakt:
GOLF-PARK WINNEROD
Parkstraße 22
35447 Reiskirchen/ Winnerod
Tel. 06408 95130
Fax 06408 951313
info@golfpark.de
www.golfpark.de

Mehr Infos:

"Der Golfpark Winnerod" von Tim Bourke

"Golf spielen auf dem Kurzplatz Winnerod" von Sabine Oelmann

Willkommen in Winnerod (ep)

Der öffentliche Kurzplatz (ep)

 

Faru Oelmann strahlt... Foto: Eugen Pletsch

 

Abonnieren Sie den RSS-Feed: RSS-Feed

Über Eugen Pletsch

Eugen Pletsch

Die sonderbaren Erlebnisse, wundersamen Ereignisse und der ganze langweilige Alltag des Eugen Pletsch...

Anzeige
Anzeige
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok