08.08.2020 - 16:12 Uhr

Ein Ruck geht durch Deutschland und damit ist nicht der allgemeine Rechtsruck gemeint. Ich spreche von der aufkeimenden Hoffnung im Herzen abertausender Hacker in unserem Land.

Martin Kaymer hat bei der Players Championship gezeigt, dass einem schlechten Chip ein sensationeller Putt folgen kann und jede Durststrecke unter dem Motto „Wunder geschehen immer wieder“ ihr Ende finden wird.

Unklar bleibt nur, ob Wunder durch monatelange intensive Arbeit auf der Driving Range wahrscheinlicher werden oder indem man "schön locker" wird und seinem eigenen Spiel nicht im Weg steht.

Weil man das noch nicht so genau weiß, beobachten wir folgendes Phänomen: Wer an harte Arbeit glaubt, steht derzeit auf der Driving Range kloppt Bälle, während die „Fraktion Lockerheit“ bereits vor der Runde drei Hefeweizen weghaut. Egal zu welchem Lager man sich zählt: Die Driving Ranges, Plätze und Clubhausterrassen unseres Lande sind überfüllt, was absolut nichts mit dem derzeit guten Wetter zu tun hat.

Deutschlands Golfer sind in aufgeräumter Stimmung, denn Martin Kaymer hat bewiesen, was geht und dass es weiter aufwärts geht, auch mit Deutschland und überhaupt - und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind wir bald wieder Weltmeister. (Wer sonst?)

Selbst Herrn Rembold kann sich deshalb im Editorial der SZ „golf spielen“ patriotischer Gedanken nicht verschließen, zumal Golf und Fußball  mehr Gemeinsamkeiten haben als die Bananenflanke, die bei uns Draw heißt. Die Fußballweltmeisterschaft ist DIE große Chance, alle zum Golfspiel zu animieren, die sich am Zuckerhut einen Sonnenstich eingefangen haben. Golf und Fußball - beides Rasenspiele - wachsen zusammen und seit sich Phillip Lahm als Golfer geoutet hat, gilt das lahme Spiel, das uns bisher allsonntäglich in den Wahnsinn getrieben hat, als sportlich - sofern man die Zeit zu nutzen weiß, wenn es sich während der Runde staut.

Fußbälle sind derzeit DER KRACHER, der für Kurzweil sorgt, denn Golfbälle im Rough suchen ist auf Dauer langweilig und einen Fußball findet man selbst in hohem Gras wesentlich schneller. Leider gibt es noch keine Fußbälle in Golfball-Optik -  warum, wissen die Götter.

Auch Martin Kaymer ist ein begeisterter Fußballer, weshalb ich ihm diese allseits kolportierte Story von seinem harten Draw-Training nicht ganz abnehmen kann. Soweit ich weiß, hat er in den letzten Monaten jeden Tag stundenlang auf einem Bolzplatz bei Düsseldorf gekickt und dabei die nötige Lockerheit gefunden, die ihn die „Players“ gewinnen ließ.
„Und sein Draw? Wo kommt der her“, werden manche Fans fragen.
Ganz einfach: Schaut Euch doch mal die Bilder in der SZ „golf spielen“ genauer an - das Heft (2/14) liegt derzeit in jedem Club. Nein, ich meine jetzt nicht das Bild (S. 21) von Kriegsverbrecherin Condi Rice, die es als schwarze Quotenfrau in den Club der auserwählten Weltplünderer geschafft hat, sondern das Titelbild mit Martin Kaymer.
Was sehen wir da?
Martin mit seinem Driver, genau!
Und was sehen wir am Boden des Driver-Kopfes?
Der Schieberegler seines SLDR-Drivers ist auf Draw eingestellt!
Das war‘s?
Ja, das wars.
So einfach ist das und weil Martin so schön locker blieb, hat er heute die US Open gewonnen.
Also, Leute: Fußbälle kaufen, Weizenbier trinken, Lockerheit trainieren!

Gratulation, Martin!

Ihr /Euer

Eugen Pletsch

 

Über Eugen Pletsch

Eugen Pletsch

Die sonderbaren Erlebnisse, wundersamen Ereignisse und der ganze langweilige Alltag des Eugen Pletsch...

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