21.10.2020 - 14:40 Uhr

Jeder Mensch versucht, unter möglichst idealen Arbeitsbedingungen seinem Beruf nachzugehen. So auch die Greenkeeper. Allerdings entsteht für sie unter anderem auch aufgrund des hohen Anspruchs nach „grünen Rasenflächen“ durch Vorstände, Manager und sehr oft eben auch durch Mitglieder ein gewaltiger Druck.

Immer mehr Headgreenkeeper, aber auch Platzarbeiter kehren daher dem Golfsport den Rücken zu und wechseln in andere Branchen. Qualifiziertes Personal für unseren großartigen Beruf zu finden, ist mittlerweile fast unmöglich geworden.

Steuern wir nicht um, müssen wir uns ernsthaft Sorgen um eine fachgerechte, ökologische und ökonomische Pflege unserer Golfplätze machen.

Vielfältige Gründe haben diesen Prozess in den letzten Jahren sogar noch beschleunigt.

Die unten aufgelisteten Punkte können dabei helfen zu verstehen, mit welch vielfältigen und zum Teil sehr zeitintensiven Themen sich der Headgreenkeeper in der heutigen Zeit außerhalb seiner eigentlichen täglichen Arbeit in einem sehr schwierigen Umfeld beschäftigen muss.

Was sollten wir berücksichtigen?

  • Veränderte Work-Life Balance in unserer Gesellschaft
  • Beseitigung von Fehlern bei Design und Bau der Golfanlagen.
  • Hohe gesetzliche Auflagen und Vorgaben durch die Behörden.
  • Reduzierungen / Wegfall von Ressourcen wie Wasser und Chemikalien.

Was sollten wir vermeiden?

  • Unterbesetzte Greenkeepingteams, die oft für schlechte Platzzustände verantwortlich gemacht werden.
  • Häufige Wechsel vor allem im Bereich der Vorstände mit Folgen von Unruhe und oft nicht ausreichender Kommunikation.
  • Starke und häufige Einmischung von fachfremden Vorständen, Betreibern, Managern, Golflehrern und auch Mitgliedern, die alle ihre eigenen Vorstellungen und Interessen in die alltägliche Pflege einbringen. Es entsteht eine Mischung an Erwartungen, denen der Greenkeeper einfach nicht mehr gerecht werden kann.
  • Wille von manchen Entscheidungsträgern, unbedingt einen markanten Fußabdruck zu hinterlassen. Dies führt zu immer wieder neuen strategischen Richtungen und oft auch zu unrealistischen und teuren Leuchtturmprojekten.

Was können wir optimieren?

  • Arbeitsbedingungen / Bezahlung vor allem bei Platzarbeitern auf dem Lande.
  • Etikette + gegenseitiger Respekt zwischen Golfern und Greenkeepern.

Was könnte zudem helfen?

  • Umsetzung der Course Policy Document, wo unter anderem klare und langfristige Strategien für den Platz auch bei einem Wechsel von Vorständen, Managern und Headgreenkeepern geregelt sind.

Speziell der letzte Punkt ist eine große Hilfe, den Club und seine Mitglieder auf dem Weg in die Zukunft mitzunehmen. Dabei könnte, vor allem eine fest geschriebene Clubphilosophie oder langfristige Vision von Vorteil sein.

Eine, die nicht immer wieder durch neue Vorstandsmitglieder verändert werden kann. Es ermöglicht vor allen den jeweiligen Vorstandsmitgliedern in Ihren Bereichen klare Vorgehensweisen und Verantwortlichkeiten.

Diese geschriebene, öffentliche und für alle Golfer im Clubhaus ausgehängte Clubphilosophie/Vision kann dann, je nach Bedarf alle 2/5 oder auch 10 Jahren in der Mitgliederversammlung in einigen Punkten verändert werden.

Dies ist ein Leitfaden, an dem sich alle orientieren sollten. Zudem werden dadurch auch alle Mitglieder eingebunden.

Hiermit übernimmt jedes einfache Mitglied auch eine Verantwortung über den weiteren zukünftigen Werdegang seines Clubs.

Diese Publikation hilft Ihnen bei der Umsetzung der Course Policy Document.

Mitr freundlichen Grüßen

DER RASENFUCHS

Norbert Lischka MG

Brünschentwiete 60c

D-22559 Hamburg

mobil: 0049 (0) 177 - 333 03 56

web: www.der-rasenfuchs.de

 

 

Anzeige

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.