06.12.2019 - 18:35 Uhr

Einen Schlag Vorsprung hatte der Sieger Rasmus Neergaard-Petersen am Ende vor seinen Verfolgern bei den 80. Internationalen Amateurmeisterschaften von Deutschland (IAM). Der Däne sicherte sich damit zum zweiten Mal in Folge den Titel der Herren. Auf dem geteilten zweiten Platz landeten Anton Albers vom Hamburger L&GC Hittfeld, der Tscheche Jiri Zuska, der seine sportliche Heimat beim GC St. Leon-Rot hat und der Österreicher Daniel Hebenstreit vom GCC Brunn. Sie benötigten an den vier Turniertagen auf dem Platz des GC Mülheim insgesamt 270 Schläge, Neergaard-Petersen nur 269.

Jungen-Bundestrainer Christoph Herrmann war von den Leistungen der Athleten beeindruckt: „Das Niveau dieser IAM war ausgesprochen hoch. Es gab niedrige Scores und am Ende ganz viele Ergebnisse, die zweistellig unter Par lagen. Das ist in Mülheim nicht selbstverständlich, denn man darf den Platz nicht unterschätzen. Das begeistert und zeigt, auf welchem Niveau diese IAM war.“ Insgesamt landeten am Ende sechs Deutsche in den Top Ten. Neben den beiden Zweitplatzierten wurde Jonas Baumgartner (GC Hösel) Fünfter, Timo Vahlenkamp (Berliner GC Stolper Heide) Sechster, Nico Lang (GC Mannheim-Viernheim) Achter, Marc Hammer (GC Mannheim-Viernheim) und Leonhard Studzinksi (GC Hannover) geteilte Neunte.

Dass es am Ende nicht für einem Heimsieg reichte, lag vor allem an der konstanten Leistung des Dänen Neergaard-Petersen. Mit Runden von 64, 68, 69 und 68 Schlägen zeigte der Vorjahressieger keine Schwächen. Er behielt bis zum Schluss die Nerven, auch als Jiri Zuska und Daniel Hebenstreit den Druck durch tiefe Ergebnisse erhöhten. Anton Albers, der als Co-Leader gemeinsam mit dem Dänen gestartet war, zollte seinem Kontrahenten nach dem letzten Putt großen Respekt: „Rasmus hat nichts anbrennen lassen. Er spielte bogeyfrei. Da kann man nur gratulieren. Er hat gutes Golf gespielt und es war sehr stark, was er gemacht hat.“

Den Titel in der Nationenwertung sicherte sich die erste Mannschaft aus den Niederlanden mit 409 Schlägen und 17 unter Par. Zweiter wurde Team Deutschland II ebenfalls mit 409 Schlägen und 17 unter Par. Gewertet wurden jeweils die zwei besten Ergebnisse der ersten drei Runden. Das Team Deutschland I wurde Vierter hinter den Niederlanden II. Beide Mannschaften notierten 410 Schläge.

Alle weiteren Informationen zur IAM finden Sie unter: www.golf.de/iam-herren

Bild 1: Die Sieger der 80. Internationalen Amateurmeisterschaften von Deutschland Daniel Hebenstreit, Rasmus Neergaard-Petersen, Jiri Zuska und Anton Albers. (Foto: DGV/Stebl)

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Junior Team Germany gewinnt European Young Masters

Paula Schulz-Hanßen entscheidet zudem Einzelwertung der Mädchen für sich

Wiesbaden, 29. Juli 2019. Der Sieg des Junior Team Germany bei den European Young Masters im tschechischen Golf & Spa Kunetická Hora, östlich von Prag, war eine echte Sensation. Paula Schulz-Hanßen (GC St. Leon-Rot), Magdalena Maier (Münchener GC), Yannick Malik (Münchener GC) und Tiger Christensen (Hamburger GC) setzten sich souverän gegen das Feld der U16-Europameisterschaft durch. Das Turnier wurde am Finaltag wegen eines Gewitters abgebrochen, so dass die dritte Runde nicht mehr in die Wertung einfloss. Bereits nach zwei Runden lag Deutschland mit insgesamt 411 Schlägen und einem Gesamtergebnis von 21 unter Par auf Rang eins. Zweiter wurde Frankreich (412, -20), gefolgt von den Niederlanden (413, -19).

Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Titels gab es nicht. Zum Zeitpunkt des Turnierabbruchs lag das deutsche Team bereits bei zusätzlichen 18 Schlägen unter Par und hätte damit die eigene Führung weiter ausgebaut. „Das war ein absolut verdienter Sieg. Meine größte Anerkennung an die ganze Mannschaft. Alle vier Spielerinnen und Spieler haben mit diesem sagenhaften Teamerfolg einen Riesenschritt in ihrer Entwicklung bewiesen“, sagte Marcus Neumann, Vorstand des Deutschen Golf Verbandes (DGV), der sich besonders darüber freute, dass Paula Schulz-Hanßen darüber hinaus die Einzelwertung der Mädchen für sich entschied.

Schulz-Hanßen lag in der Finalrunde nach 15 Bahnen mit sieben Schlägen unter Par bei insgesamt -15 und hätte auch nach drei Runden das Feld der Mädchen klar angeführt. „Ich habe vor dem Turnier und auch vor dieser letzten Runde nicht erwartet, die Wertung zu gewinnen. Mir war zwar vor dem Start heute klar, dass ich führe. Aber daran habe ich nicht gedacht. Ich wollte nur ein möglichst gutes Ergebnis für das Team erspielen. Durch den Turnierabbruch haben wir zwar am Ende nur knapp gewonnen, aber wir wissen, dass wir unseren Vorsprung noch ausgebaut haben und bei einem regulären Ende auch höher gewonnen hätten. Es war eine Megawoche, die ich wahrscheinlich nie vergessen werde“, sagte die St. Leon-Roterin, die in der Wertung nach zwei Runden mit 69 und 67 Schlägen und insgesamt acht unter Par auf Rang eins lag. Zweite wurde die Französin Lilas Pinthier mit sieben unter Par vor Anne Sterre Den Dunnen aus den Niederlanden (-6). Magdalena Maier wurde geteilte Neunte mit drei unter Par.

Ein Wermutstropfen blieb für die deutsche Auswahl allerdings. In der Einzelwertung der Jungen kostete der Turnierabbruch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Medaille. Yannick Malik (-9), der schlussendlich den vierten Platz belegte, lag am Tag des Abbruchs nach 14 gespielten Bahnen bei sieben unter Par. An Bahn 16 hatte er nochmal eine gute Birdie-Chance und all das bei nur noch einem Schlag Rückstand auf den Führenden und vier Schlägen vor dem Dritten. Tiger Christensen wurde mit vier unter Par geteilter Elfter.

Betreut wurde die Mannschaft vom Athletik-Bundestrainer Christian Marysko, der stolz auf die Leistung seiner Schützlinge war: „Wir haben das Feld wirklich dominiert. Das war eine herausragende Team-Leistung. Genau darauf kam es auch an.“

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