17.11.2018 - 10:36 Uhr

Der Verein der Spezialisten für Golfurlaub in Österreich feierte sein 30-jähriges Jubiläum. Ein Bericht von Andreas G. Karácsonyi.

Die Einladung zu einem 3-tägigen Symposium im GC Achensee, einem der Leading Golf Courses in Österreich, war verbunden mit einem Aufenthalt im Romantik Hotel Wiesenhof.

Montag, 8. Oktober, 2018
Anreise um 10:30 Uhr. Im prächtigen GC Achensee wurde ich vom Clubmanager Bernhard Brunner empfangen und erfuhr, dass für die Proberunde Startzeiten ab 14:00 Uhr reserviert wurden. So blieb noch ausreichend Zeit, im nur 200 Meter entfernten Hotel Wiesenhof einzuchecken, einem Romantikhotel mit ausgezeichnetem Ruf. Der Empfang war herzlich und die Damen an der Rezeption, stets bemüht, meine naiven Fragen mit professioneller Gelassenheit zu überspielen, druckten mir zudem mein zu Hause vergessenes Event-Programm noch einmal aus (in Farbe!).

Das mir zugedachte Zimmer erwies sich vielmehr als „die Zimmer im Zimmer“ mit Vorraum, Gang, Bad, eigenes WC, beinah eine Suite. Der Balkon, ein mächtiger, vier Stock hoher Holz-Erker über dem Eingangsportal, bot Anblicke über die umliegenden Berge sowie den Achensee und fesselten mich sinnierend ans Geländer. Sonnenschein, etwas entspannen und tatsächlich: 2,5 Stunden Anreise vom Attersee machten ein wenig schläfrig und so schlummerte ich unter hellem Kuh-Glocken-Geläut ein wenig ein (in Tirol läuten sogar die Kühe anders).

Zeitgerecht mittags am Parkplatz des Clubs angekommen, begegneten wir uns. Hans, mir sehr ähnlich in Alter und Aussehen, lediglich etwas kleiner und kompakter, ebenso salopp-elegant gekleidet, jenseits aller Schickimicki-raschl-Sport-Gewänder, und gleichermaßen – als wichtigstes Erkennungsmerkmal – wohl behütet mit Strohhut!

Wir begrüßten uns herzlich und waren beide alsbald auf Damensuche. Hans schaute sich um nach Gabi vom Verein Golf in Austria. Gabi war Ansprechpartnerin in allen Fragen rund um das 3-tägige Jubiläum, unternahm u. a. die Einteilung der Startzeiten und ist, ganz nebenbei, zugleich auch Hans‘ Ehefrau. Ich dagegen hielt Ausschau nach Marlis Krenn, jener jungen Dame, die als Sekretärin des Vereins Golf in Austria tätig ist.

Nach einem Auflockerungs-Hopfen auf der sonnigen Trasse mit Blick auf das 18. Grün spielten wir eine fantastische Proberunde auf einem noch fantastischeren Golfplatz unter idealen Bedingungen. Hans bekam einige Schläge vor und ich führte ihn ein wenig ein in die ihm bis dato unbekannte Kunst des verbalen Nahkampfs im Matchplay. Hans tappte dabei in fast jede Falle, hielt sich aber erstaunlich tapfer und verlor das Match nur 2 down. Inzwischen bereits halb erfroren, ließ es Hans sich dennoch nicht nehmen, das eine und das andere Bier im Wintergarten des Clubs zu übernehmen, ehe er in totaler Finsternis die 40 km entfernte Heimreise antrat. Das anschließende Abendmahl im Wiesenhof war von außergewöhnlicher Güte. Und ein erstes Kennenlernen mit Sitznachbarn verlief ohne Zwischenfälle.

Achensee Foto: Andreas G. Karácsonyi

Dienstag, 9.Oktober
Einem herzhaften Frühstück folgte ein Besuch mit Führung im nahegelegenen „Atoll  Achensee“, einem beeindruckenden Wellness-Zentrum im Ort Maurach. Ein Meisterwerk an Baukunst, Technik und Tourismuskonzept. Sehr nahe am See gelegen, kann man im Sommer direkt vor der Anlage am Strand liegen und in Genuss pur versinken, ist man zugleich auch von der Größe des Areals beeindruckt. Da ich kein besonderer Freund von solchen Bauwerken bin, war ich umso erstaunter, was und in welchem Umfang den Gästen hier geboten wird. Wenn’s passt, ganz sicher einmal einen Besuch wert, beschloss ich meine Überlegungen, und begab mich an die Bar auf einen Espresso.

Wieder zurück im Wiesenhof gab es ein wunderbares Mittagessen sowie noch etwas Entspannung vor den Nachmittagssymposien. Das Programm in Händen ging es daher nun weiter im Seminarraum des Hotels. Manfred Furtner, Golf in Austria-Präsident, hielt eine kurze, bescheidene und zugleich beeindruckende Begrüßungsansprache über 30 Jahre Golf in Austria. Die folgenden Vorträge waren allesamt spannend und ließen erahnen, wie viel Engagement es bedeutet, eine Gesellschaft wie Golf in Austria nicht nur zu gründen, sondern auch am Leben zu erhalten, weiter zu entwickeln und somit zu einem großartigen Helfer für Golfurlaub-Suchende und den Tourismus zu sein. Christoph Holz, Golfmarketing, dozierte über den Mythos der Digitalisierung (uns standen die Münder offen, was in Zukunft alles möglich sein würde). Kirstin Reibach ergänzte um einen packenden Vortrag über den Weg zur Digitalen Vermarktungspolitik, Dr. Othmar Hill lieferte einen Beitrag zur Personalpolitik, Stephan Waltl erzählte über die Generation Y: Was ist Out und was ist In, und mit welchen signifikanten aber angesagten Mitteln kann man zu mehr Erfolg kommen.

Im Anschluss wurden Mitglieder geehrt, die während der 30 Jahre Golf in Austria mit großem Einsatz den Erfolg des Vereins mitgeprägt haben. Allen voran: Franz Schellhorn (Hotel der Seehof und Golfclub Goldegg) und Vroni Schwaniger (Sporthotel Alpin in Zell am See). Der Golfclub Radstadt wurde zum Golfplatz des Jahres und unabhängig davon das Hotel Gut Weissenhof, keine 100 m vom Golfclub Radstadt entfernt, zum Hotel des Jahres gekürt. Ein Gala-Buffet rundete diesen aufschlussreichen Abend schließlich ab.

Mittwoch, 10.Oktober
Turnierstart 10:20 Uhr zum 30-jährigen Golf in Austria im berühmten Golfclub Achensee. Der Nebel hatte sich zeitig in der Früh verkrochen und es versprach, ein ausgezeichneter, sonniger Herbsttag zu werden.
Ich spielte mit meinem „alten“ Freund Horst Watzlik, dem Geschäftsführer vom GC Radstadt, seiner Begleitung Eva sowie dem an diesem Tag vermutlich wichtigsten Akteur Reinhard Adler von golfversicherung.at. Durch sein Sponsoring auf der 18. Bahn, einem 165 m Par 3, gab es für ein Hole-In-One einen kleinen Goldbarren im Wert von € 17k zu gewinnen!

Reinhard selbst spielte an diesem Tag das Golf seines Lebens, hat dieser Platz doch nicht wenige Fallen eingebaut, die er entweder mit Chips aus allen Entfernungen an den Stock oder 1-Putts über 5 m umging. Gratulation zum Bruttosieg!

Die Aufregung jedoch gehörte der 18. Spielbahn: Horst traf das Grün, Reinhard war links, Eva legte sich ebenfalls aufs Grün und mein Abschlag flog kerzengerade auf die Fahne zu!

„Der schaut gut aus …“ und dann ….

„Der schaut SEHR gut aus!“, Herr Adler erblasste.

Wie es sich für ein Hole-In-One gehört, landete der Ball vor der Fahne und rollte auf diese zu.

„NEIIIIN!!“, entkam es etwas heftig meiner Brust …

Da war dann doch noch ein kleines Break und der Ball ruhte schließlich Pin high ca. 1,50 m neben der Fahne. Vor lauter Aufregung verschob ich das Birdie.

Und doch: Für den Nearest-to-the-pin hat’s schließlich gereicht und so gewann ich zumindest zwei goldige Gutscheine für den Leading Golf Course Diamond Country Club, Atzenbrugg, ebenfalls gesponsert durch golfversicherung.at.

Leider musste ich zu früh abreisen und konnte daher meinen 2. Platz Netto nicht in Empfang nehmen…

Es waren tolle Tage in Tirol!

Herzliche Gratulation den Veranstaltern und allen Helfern zu diesem gelungenen Event!

Euer

Andreas G. Karácsonyi

(Prof. Groover)

Mehr Infos: https://www.golfinfo.at/de/

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