12.12.2019 - 01:53 Uhr

In Cardiff weilten wir vier Nächte und spielten zunächst den berühmten „The Twenty Ten“ des Celtic Manor Resorts, welches ca. 30 Minuten von Cardiff entfernt liegt. Auf dem Platz wurde 2010 der Ryder Cup ausgetragen.

Natürlich erinnert viel auf dem Gelände an dieses Event. Erstaunlicherweise war auf dem Platz trotz gutem Wetter wenig Betrieb. Das Personal war in allen Bereichen sehr höflich, hilfsbereit und zuvorkommend. Auf der Driving Range warteten die Übungsbälle auf die Spieler und waren dabei als Pyramide gestapelt. Daran kann ich mich ja jedesmal erfreuen. Anschließend ging es noch kurz auf das Puttinggrün, bevor uns der Starter zum Abschlag bat. Der Platz ist ein typischer RyderCup Platz mit vielen Wasserhindernissen.

Tim Frodermann in Wales 2019
Von Weiß spielt sich der Par 71 Kurs mit 6961 Yards, aber auch die gelben Abschläge mit 6539 Yards waren auch nicht gerade kurz. Natürlich verschlingt das Wasser den einen oder anderen Ball, dafür ist das Rough sehr fair und man findet seine Bälle sehr gut. Die Grüns waren nicht nur riesig sondern auch verdammt schnell. Ich behalte es besser für mich wie viele Dreiputts ich gespielt habe, aber Spaß macht der Platz auf jeden Fall. Beni meinte nach der Runde, er müsse ihn irgendwann nochmal spielen.
Auf der 12. Bahn hatte Tiger damals seinen 2. Schlag vom linken Fairway zum Eagle eingelocht. Das Fairway hatte ich übrigens auch links getroffen, allerdings sprang bei mir nur ein Bogey raus. Eine sehr interessante Bahn ist die 15., ein Dogleg nach rechts. Wir legten ein Eisen in den Knickpunkt und mussten dann nicht nur nach rechts spielen, sondern auch wieder leicht rückwärts. So eine Bahn habe ich in der Form auch noch nicht gespielt.
An der 17. Bahn gewann Graeme McDowell gegen Hunter Mahan den RyderCup für Europa. Er lag zwei auf und Mahan ließ auf dem Par 3 seinen Abschlag kurz und musste einchippen um noch eine Chance zu haben. Das Ergebnis ist allen RyderCup Fans bekannt. Mahan trifft den Chip zu fett und sein Ball erreicht nicht mal das Grün. Europa gewinnt den Ryder Cup. Das Grün hatte ich übrigens auch nicht getroffen, dafür habe ich tatsächlich zum einzigen Birdie des Tages eingechippt. Hätte das der Mahan mal gesehen!
Die 18. Bahn, ein Par 5, ist mit 545 Yards das zweitlängste Loch. Der blinde Abschlag macht die Bahn aber nicht gerade einfacher als sie ist, ebenso wird das Grün von einer riesigen Fallsfront verteidigt. Wer diese trifft, kann zusehen wie der Ball mehrere Meter rückwärts ins Wasser rollt. Beni und ich hatten übrigens beide das Vergnügen diesem Schauspiel zu zuschauen, trotz einem guten Gefühl als der Ball noch in der Luft war. Aber einen schönen Golftag auf einem tollen Platz hatten wir trotzdem. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, mich auf dem gleich Platz wie Tiger Woods umzuziehen, dessen Spind noch beschriftet ist.

 Tim Frodermann in Wales 2019

Am Tag darauf ging es für uns zum Pyle & Kenfig Golf Club. Der Par 71 Kurs verläuft in zwei 9 Loch Schleifen und ist sehr naturbelassen. Die Abschläge und Fairways sind hier und da nicht top gepflegt, aber die Grüns sind in einem guten Zustand. Wer es also etwas natürlicher mag und nicht gerade viele Golftouristen um sich haben will ist hier genau richtig. Die Frontnine lassen sich etwas leichter spielen, obwohl man es hier mit etwas Höhenunterschieden zu tun hat. Dafür ist der Bahnenverlauf nicht allzu kompliziert und man kann ohne große Platzkenntnis die Bahnen gut spielen. Ab der 10. Bahn wird es dann etwas kniffeliger und man muss sein Schlägerwahl sorgfällig treffen, sonst landet der Ball auch mal im Gemüse. Zudem sind beide Par 3 Löcher länger als die Par 3s auf den Frontnine. Dafür sind die Backnine aber auch die optisch schöneren Bahnen, da man durch die Dünen spielt. Da wir beide mit einem Par auf der 18. Bahn die Runde beendeten schmeckte das anschließende Bier im Clubhaus noch eine Ecke besser als sonst.

Tim Frodermann in Wales 2019

Mittlerweile war es schon Freitag und heute stand der Pennard Golf Club auf dem Plan. Um eines vorwegzunehmen, dieser Platz ist eine echte Herausforderung und wirklich auch körperlich sehr anspruchsvoll. Nach kurzem Warmspielen ging es bei Sonnenschein auch gleich los. Und wieder hat sich mein Horizont erweitert, in Bezug auf welche Tiere man auf einem Golfplatz halten kann. In Lahinch, wo dieses Jahr die Irish Open stattfinden und den ich vor zwei Jahren gespielt hatte, wurden Ziegen gehalten. In Pennard trifft man auf den ersten Löchern auf Kühe. Diese setzen nicht nur mal einen Fladen auf das Fairway, sondern es galt diese auch zu um- bzw. überspielen – also die Fladen und die Kühe. Zudem waren die Grüns zu unserer Erheiterung eingezäunt.

Tim und Beni (verkleidet) im Pennard Golf Club Der Platz befindet sich auf einem riesen Areal am Meer, welches man von gewissen Punkten komplett überblicken kann. Der Platz an sich ist ähnlich zu Pyle and Kenifg auch der Natur überlassen. Die Grüns sind aber auch hier in einem sehr guten Zustand. Was den Platz aber so schwierig macht sind die vielen blinden Abschläge. Es ist nicht einfach bei Wind den Driver blind über irgendwelche Kuppen zu spielen, wenn man nicht weiß, was einen dahinter erwartet. An der 8. Bahn holten uns dann zwei Locals auf dem Cart ein. Als wir sie durchspielen lassen wollten, kamen wir ins Gespräch und spielten zusammen weiter. Von nun an wurden die Scores auch etwas besser. Beni spielte heute ein super 85 und auch ich war mit 89 Schlägen zufrieden, wenn man sich der Schwierigkeit des Platzes bewusst ist.

Auch auf diesem Platz sind die letzteren Löcher die schönsten, so wurde die Ankündigung der Locals nicht enttäuscht als sie immer wieder erwähnten, wie schön die 16. Bahn ist. Von dem Fairway hatte man eine tolle Sicht auf die „Three Cliffs Bay“, die nach ihren imposanten drei Klippen benannt ist. Natürlich wurden hier noch paar Bildchen aufgenommen, ehe es zum Clubhaus ging und wir zusammen mit unseren Flightpartner ein Bier tranken und uns über das Golfspielen unterhielten.

Fortsetzung folgt...

Tim Frodermann

 

Zum 1. Teil

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