20.04.2019 - 08:40 Uhr

Die Frage warum und weshalb es in Mitteleuropa mit dem Golfsport nicht weiter geht ist eigentlich einfach zu erklären.

1.    Es ist für die heutige Zeit für die breite Masse zu teuer

2.    Es ist zu Zeit intensiv

3.    Es ist zu kompliziert den Golfsport zu beginnen.

4.    Zugangskriterien der Platzreife nicht tragbar

5.    Das Vorurteil eines Elitären Sports besteht immer noch.

Natürlich gibt es viele Faktoren warum es zu teuer ist. Es bestehen keine Öffentlichen Anlagen, welche nicht unbedingt einen Standard eines Top Golf Platzes haben müssen. Es brauch deshalb kleine Übungsanlagen (3-6 Loch mit Driving Range) die nicht bedingt an großen Anlagen angebunden sein sollten. Diese benötigen wenig Fläche, unmittelbar in der nähe von Stadt oder Kommunen, welche dann von Privaten, Clubs oder Kommunen gebaut und betrieben werden. Damit erreicht man , dass mit wenig Aufwand von Bau, Pflege und Betrieb, ein Beginner Reservoir geschaffen werden kann. Diese Spieler können anschließend, wenn von diesen gewünscht, an die Golfanlagen mit größerer Struktur herangeführt werden. Dadurch ist es auf solchen Anlagen einfacher und Kosten günstiger diesen Sport zu beginnen. Natürlich gibt es  sehr viele Golfanlagen, welche solche Strukturen betreiben, aber man befindet sich immer im Bereich der Großen Clubs, in denen man sich am Anfang nicht immer wohlfühlt. Viele haben ein Problem damit. Deshalb muss einfach mehr getan werden um solche Strukturen zu schaffen. Der Verband muss so etwas ermöglichen und unterstützen. Driving und Kurzplatz Clubs müssen errichtet werden. Wichtig ist nur, dass diesbezüglich vom Verband die Richtigen Kriterien geschaffen werden. Dies könnte in Verbindung mit einer Mitgliedschaft im VCG geschehen. 

Das Vorurteil, es würden den Betreibern die Anfänger entzogen, gilt überhaupt nicht. Im Gegenteil die Clubs profitieren anschließend. Eine Mitgliedschaft im VCG darf niemals für einen, bereits einmal im DGV eingetragenen Spieler abgeschlossen werden. Sie darf für Neueinsteiger nicht für mehr als zwei Spielzeiten ausgestellt werden. Anschließend liegt es an den Clubs diese aufzufangen. Aber auch dort bedarf es neuer Mitliedschafts Modelle. Visionen muss man kreieren, zulassen und umsetzen.

Dass es sehr Zeit intensiv ist diesen Sport zu betreiben, kann nicht von der Hand gewiesen werden, was deshalb viele davon abschreckt den Start zu wagen. Gerade in der Zeit wo man mit dem Sport beginnt. Deshalb sind oben genannte Anlagen förderlich wo man mit wenig Zeitaufwand üben und die Jugend dazu gewinnen kann. Nicht sehr viele können es sich leisten einen ganzen Tag frei zu Verfügung zu haben und die Zeit zu haben eine 18 Loch Runde auf dem Golfplatz zu spielen. Dies nicht am Wochenende, sondern von Mo-Fr. Dazu kommen ja immer Anfahrtswege usw. Deshalb würden kleine Anlagen zum Vorteil sein.

Dass es sehr kompliziert ist diesen Sport zu beginnen, haben all die Verantwortlichen sich selbst zuzuschreiben. Die Barrieren sind einfach nicht Zeitgemäß und die Verbände haben dazu beigetragen dass es so gekommen ist. Nehmen wir doch andere Sportarten und fragen uns ob ein Beginn bis zu Ausübung einem so erschwert wird wie im Golf. Jetzt wird jeder aber wieder sagen, man kann doch nicht jeden auf eine Anlage lassen. Natürlich ist es in vielen Punkten so, aber wir Platzbetreiber haben es in der Hand um es allen so einfach wie möglich zu machen. Es gibt in Deutschland x Millionen Skifahrer, müssen diese einen so schweren Weg durchlaufen um eine Fahrt vom Berg ins Tal absolvieren zu dürfen?

Natürlich muss man Verhaltensregeln einhalten aber dies ist im gesamten Leben so. Es würde sicherlich wie im Golf, dann nur eine geringe Anzahl von Skifahrer geben. Dies aber nur im Bespiel Ski denn auch in vielen anderen Sportarten ist es so. Warum benötigt man in Mitteleuropa eine Platzreife, warum nicht in Amerika, England, Scottland usw. Benötigen wir wirklich diese Barrieren um es vielen Interessierten zu erschweren diesen Sport ausüben zu dürfen? Wenn ja, dann darf es auch niemand wundern wenn die Zahlen der Spieler nicht nach oben gehen. Warum wird es so vielen schwer gemacht, einen Golf Kurs im Urlaub absolvieren und anschließend den Weg in einen Club vor Ort suchen? Genau dort muss von den Clubs angesetzt und die Unterstützung erfolgen um neue Mitglieder zu akquirieren. Warum jemand abweisen wenn ich in Zukunft ein zahlendes Mitglied habe. Genau dies ist das Potenzial welches unterschätzt wird. Wir wissen dass es sicherlich einige, viele Tausend Spieler gibt welche diesen  Sport nur im Urlaub ausüben, warum diese Möglichkeit nicht ergreifen um sie als Mitglieder zu gewinnen. Dazu bedarf es viel Weitsicht. Es braucht eigentlich nicht viel um die Versuche zu starten, nur müssen die Scheuklappen geöffnet und abgelegt werden.

Die Zugangskriterien zur Platzreife müssen komplett neu geregelt werden. Es wird uns das Leben ja sonst schon schwer genug gemacht, warum auch noch die Freizeit und der Sport Es sollte deshalb viel mehr auf Etikette geachtet werden. Diese muss aber bereits von den Pros und dem Clubmanagement vorangetragen werde. Der Verband muss seine nicht mehr Zeitgemäße Auffassung überdenken. Kann mich nur an ein Interview von Martin Kaymer erinnert der auf diese Problematik auch hingewiesen hat.

Das Problem des Elitären Sports besteht deshalb, weil es die Mitglieder und Spieler größtenteils so propagieren. Allein und  in edler Runde wäre der Wunsch vieler Mitglieder. Ich könnte es nie ertragen wenn ich meine Angestellten auf dem Platz antreffen würde. Das ist das Problem und Gedankengang vieler.Um dies abzulegen sind die Platzbetreiber am meisten gefordert.

Deshalb: Golf muss als „Cooler Sport „bei den Jugendlichen vermittelt werden, nur so besteht di Chance dass die Spieler und dadurch auch Mitgliederzahlen steigen.

Nur wer Veränderungen wagt, gewinnt!

Paul Fischnaller
Manager Golf Mirabell
www.golfclubmirabell.it

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