22.06.2018 - 11:03 Uhr

Wissenschaftler des Karolinska-Instituts in Stockholm haben festgestellt, dass ältere Golfer ein 40 Prozent niedrigeres Sterberisiko haben als Altersgenossen mit anderen Hobbys.

Die Wissenschaftler analysierten 300 000 Personen, die nach 1920 geboren und vor 2001 ins Register der schwedischen Golf-Vereinigung aufgenommen worden waren.
Die Sterbedaten der Golfspieler wurden mithilfe des nationalen Sterberegisters ermittelt, dem auch die Daten der Vergleichsgruppe entstammen.
Interessanterweise hatten die Golfer mit dem niedrigsten Handicap, die am häufigsten spielten, die größte Lebenserwartung.

Ich zitiere: „Mit zunehmendem Handicap nahm das Sterberisiko zu, doch hatten auch die Golfer mit vergleichsweise hohem Handicap eine längere Lebenserwartung als Menschen, die überhaupt nicht Golf spielten. Studienautor Anders Ahlbom ist nicht überrascht: „Während einer Runde Golf ist man vier oder fünf Stunden an der frischen Luft und läuft mit einer Geschwindigkeit von bis zu sechs Stundenkilometern – das ist erwiesenermaßen gesund!“

Dass Golf in hohen Alter nicht vor Altersstarrsinn schützt erleben wir auf dem Platz fast täglich und dass die Sucht nach einem niedrigen Handicap kein Ausdruck von Lebensfreude ist, sondern schlicht die Gier nach Anerkennung durch ein Reglement, das zum Statussymbol mutiert ist - um das zu Wissen, brauchen wir keine Studie. Dennoch: Eine verlängerte Lebenserwartung wäre das größte Plus für Golfer – sofern sie viel und aktiv spielen.

Andere Faktoren schließen die Forscher jedoch nicht aus. Von Soziologen wissen wir, dass Wohlstand grundsätzlich lebensverlängernd wirkt und um Golf zu spielen, braucht es (leider) einen gewissen Wohlstand. 

Werden also jene, die ein Riesenvermögen geerbt haben und täglich Golf spielen, auch noch am Längsten leben?

Keineswegs, denn als ausgleichende Gerechtigkeit sind Langeweile, Verblödung, Tabletten, Alk, Vereinsamung und Depression die allgegenwärtigen Begleiter unserer ‚Einkommenseliten‘.

Außerdem haben nicht nur Tiger Woods, sondern auch viele Durchschnitts-Golfer jede Menge Verschleißerscheinungen. Man spricht nicht umsonst ab AK50 von der Voltaren-Liga. Wer es sich leisten kann, lässt sich dann von Starnberger Orthopäden zersäge, ich habe dafür jedoch wenig übrig.

Ich halte überhaupt die ganze Studie für fragwürdig, denn dass ein gutes Handicaps zu Langlebigkeit führt, kann aus meiner Sicht nur funktionieren, wenn man die übliche Halfway & Clubhaus-Verpflegung mit salzig-fettigen Schlachterabfällen jegliche Sauferei vermeidet.

Golfer haben bekanntermaßen ein breites Portfolio an grässlichen Krankheiten. Um die alle auf Runde der Runde ausführlich vorzutragen, braucht es 4-5 Stunden. Wenn man es genau betrachtet, handelt es sich bei diesen Krankheiten meist um die Auswirkungen von Behandlungsfehlern, um Degeneration durch Fehlernährung sowie Nebenwirkungen leichtfertig verschriebener „Blockbuster“.

Mit naturheilkundlichen Mitteln, deren Fan ich bin, lässt sich natürlich nicht alles behandeln, aber lindern, egal wie Ärzte darüber stänkern. Immerhin hat noch kein Homöopath seinem Patienten das falsche Bein abgesägt. Will sagen: Meine Gesundheitsrubrik stellt nur Beiträge aus der Volks- und Erfahrungsmedizin vor (sozusagen als Kontrastprogramm zu der Hardcore-Mediziner-Werbung in den Golfzeitschriften), wobei ich nur auf Verfahren verweise, die ich selbst oder mir Nahestehende als hilfreich erlebt haben.

In diesem Sinn sind die Empfehlungen der CyberGolf-Gesundheitrubrik dem eigenverantwortlichen mündigen Leser gewidmet! (ep)

 

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