15.11.2018 - 13:28 Uhr

Wer krank im Bett liegt und sich langweilt, dem das neue Buch von Marlies und Klaus Holitzka empfohlen. Es geht um Meditation durch Ausmalen von Mandalas ...

In jedem von uns liegt ein Schatz verborgen, dem wir viel zu wenig Aufmerksamkeit schenken: unseren Selbstheilungskräften. Die Goldene Pille für körperliche und seelische Gesundheit muss nicht erst erfunden werden, wir tragen sie in uns. Dass unsere Goldene Pille umso besser wirkt, je mehr wir ihr Vertrauen schenken und je besser wir sie mit guten Zutaten versorgen, belegen neue Forschungsergebnisse eindrucksvoll.

Die meisten unserer seelischen und körperlichen Erkrankungen heilen von selbst, gibt man ihnen nur genügend Zeit und Unterstützung. Der äußere Arzt kann bestmögliche Bedingungen schaffen, indem er den gebrochenen Knochen schient, eine Verletzung reinigt und näht, er kann Diagnosen stellen und etwas heraus schneiden oder einsetzen. Er kann Diäten verordnen und Pillen verschreiben, doch heilen, werden der innere Arzt und die Heilerin mit ihren uralten, körpereigenen Methoden und seelsorgerischen Qualitäten. Heilung visualisieren von Marlies und Klaus Holitzka

Die Herablassung mit der früher „Ist doch Placebo“ ausgesprochen wurde, wandelt sich zunehmend in Hochachtung vor unseren Selbstheilungskräften. Verwundert hören wir, dass Placebo Pillen und Scheinoperationen oft ebenso erfolgreich wirken wie chemische Keulen oder tatsächliche Operationen. Unser Glaube an ein Heilmittel und die Kompetenz von Arzt, Heilpraktiker oder Therapeut, vor allem aber das Vertrauen in uns selbst, entpuppen sich als „wahre Heilbringer“. Zudem bleibt Selbstheilung frei von unerwünschten Nebenwirkungen. Und wenn sie auch noch Spaß macht und in warmherziger Gesellschaft stattfindet, potenziert sich die Wirkung um ein vielfaches.

Durch das Fördern unserer inneren Heilkräfte lassen sich die Auswirkungen von zwei Dritteln aller Krankheiten mildern, wenn nicht gar verhindern, sagen Wissenschaftler des noch jungen Forschungsgebiets Psychoneuroimmunologie. Sie kreisen um die Frage, wie sich unsere Gedanken, ausgelebte und unterdrückte Gefühle und unser Umfeld auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken. Ihre Erkenntnisse bestätigen uraltes Wissen und liefern eindrucksvolle Beweise dafür, wie fein unsere Psyche und die körpereigene Krankheitsabwehr miteinander vernetzt sind. Ob wir uns lieben oder ablehnen, von fürsorglichen Menschen umgeben sind oder von morgens bis abends gestresst durch die Tage hetzen, beeinflusst unsere Gesundheit messbar bis in unsere Organe, Drüsen und Zellen hinein. Weit mehr, als die körperorientierte Medizin es je für möglich hielt.

Doch was genau macht uns gesund oder krank? Was unterscheidet Menschen, die kaum einmal krank sind, von Allergiegeplagten, Herz-Kreislauf-Kranken, oder von chronisch Anfälligen? Wie ist es möglich, dass manche Patienten sich entgegen allen ärztlichen Prognosen schnell erholen? Was geschieht bei Spontanremissionen, wenn Tumore und Krebszellen sich plötzlich auflösen? Warum bleiben manche Menschen gesund, obwohl sie den gleichen Viren und Bakterien ausgesetzt sind wie alle anderen? Und was hilft dem einen, seelische Erschütterungen zu verkraften und an ihnen zu wachsen, während andere daran zerbrechen? Haben die einen nur Pech und die anderen Glück? Oder gibt es einen Gesundheitscode, der Körper und Geist gesund hält?

Tatsächlich gibt es eine Art Grundrezept zur Herstellung der Goldenen Pille. Da sie aber immer individuell auf den persönlichen Bedarf abgestimmt wird, setzt sie sich für jeden ein wenig anders zusammen.  Herauszufinden, mit welchen Zutaten das Grundrezept individuell verfeinert werden will, damit es optimal wirkt, ist eine spannende Abenteuerreise zu sich selbst.

Schatzsuche statt Fehlerprogramm

Was Menschen hilft, ihre körperliche und seelische Gesundheit auch unter schweren Umständen zu bewahren, fassen Forscher unter dem Wort „Salutogenese“ (salus = Gesundheit/Wohlbefinden + genesis= Ursprung/Entstehung) zusammen. Ihre beste Botschaft lautet: Selbstheilung geschieht ständig, sie ist der Normalzustand. Und: Selbstheilungskräfte potenzieren sich, indem wir sie wahrnehmen und mit Aufmerksamkeit füttern.

Unsere Selbstheilungskräfte arbeiten am besten im Zustand der Ruhe. Schlafen und Innehalten sind deshalb Hauptbestandteile der Goldenen Pille. Unbestritten ist inzwischen die heilsame Wirkung von Meditationen und Yoga oder anderer Entspannungstechniken. Ebenso ist maßvolles reflektieren und sortieren von inneren und äußeren Erfahrungen und Nachrichten ein wichtiger Bestandteil. Menschen mit großer Widerstandskraft zeichnen sich durch drei grundsätzliche Lebenshaltungen aus

Sie sehen Herausforderungen als Aufgabe, die sie verstehen und meistern können. Sie vertrauen auf ihre Erfahrungen und Ressourcen und leiten daraus stimmige Entscheidungen ab.

Sie haben das Gefühl handlungsfähig zu sein und das Geschehen in irgendeiner Weise mitzugestalten. Dabei kann es sich um äußere Handlungen oder innere Entscheidungen handeln.

Sie glauben an einen höheren Sinn ihres Lebens und ihrer Erfahrungen. Eingebunden in diesen übergeordneten Sinn finden sie Halt und Richtung.

Verständnisvolle Freunde, eine stabile, fürsorgliche Familie und ein sicheres Umfeld sind weitere Faktoren, die für Menschen von existenzieller Bedeutung sind. Gerade in Krisenzeiten sind warmherzige, verständnisvolle Menschen ein Segen. Beziehungen zu pflegen und sich auch in schweren Tagen nicht aus Angst oder Scham zurückzuziehen, hilft heilen. Anderseits führen belastende Beziehungen und die Unfähigkeit sie zu verändern, oft zu körperlichen Symptomen. Sie freundlich und bestimmt zu beenden, ist dann oftmals die zumindest vorläufig beste Entscheidung.

Wie wichtig es ist, regelmäßige den Körper zu bewegen, am Besten im Grünen, und gesund zu essen, muss man inzwischen niemandem mehr erklären. Und weil bei gesundheitsbewussten Menschen alle Gefühle sein dürfen, stauen sich Wut, Angst, Trauer und Selbstmitleid, die in erster Linie selbstvergiftend wirken, nicht auf. Dauergesunde Menschen besitzen klare Unterscheidungskriterien zwischen eigener Verantwortung und tatsächlicher, vermeintlicher oder zugewiesener Schuld. Sie marschieren mit leichtem Gepäck durchs Leben.

Um über sich und die Welt nachdenken zu können und ihren Platz darin zu bestimmen, gönnen sie sich ausreichend Muße und Auszeiten. Menschen mit guten Voraussetzungen gesund zu werden und zu bleiben, nehmen sich selbst wichtig und achten auf ihre Bedürfnisse. Und sie muten sich nicht zu, perfekt sein zu müssen! Denn erst die Selbstfürsorge, die radikale Selbstliebe – in guten wie in schlechten Zeiten – setzt der Selbstheilung die Krone auf. Wer sich auch dann noch selbst zu lieben vermag, wenn grässliche Gefühle und die harsche Kritikerin unseren Alltag beherrschen, schafft beste Voraussetzungen für ein gesundes und erfülltes Leben. In jeder Lebenslage. Und nicht nur für sich selbst

Der Selbstheilung ein Mandala schenken

Eine erprobte und vergnügliche Möglichkeit um selbst in unruhigen und stressigen Zeiten ruhig zu werden, ist die Jahrtausende alte Kunst des Mandala Malens. Schon die alten Tibeter, Buddhisten und nordamerikanischen Indianer wussten, wie man Kreisbilder als Meditationshilfe und für Heilzeremonien einsetzt. Aber auch in christlichen Kirchen und Kathedralen finden wir lichtdurchflutete farbige Rosetten und Bodenmandalas, die die Andacht vertiefen.

Der berühmte Schweizer Psychologe C. G. Jung hat unsere Vorstellung von Archetypen maßgeblich geprägt. Wiederholt betonte er die heilsame Wirkung von selbstgemalten Kreisbildern, nachdem er mit ihrer Hilfe eine Lebenskrise überwunden hatte. Und weil auch seine Patienten im Prozess des Malens gesünder wurden, erkannte er, wofür der Kreis symbolisch steht: das harmonische Selbst, die Ganzheit unseres Seins. Der Kreis als uraltes Symbol ewiger Zyklen, ohne Anfang und Ende. Mit einem Innen und einem Außen, die sich gegenseitig definieren. Eine vorgegebene Ordnung und die Freiheit sie mit eigenen Stimmungen, Farben, Gefühlen, Symbolen und Botschaften zu füllen.

Um Mandalas auszumalen, muss man nicht begabt sein, es ist nicht einmal wichtig ein schönes Bild zu malen. Aber es ist auch kein kindisches, unkreatives Ausmalen, sondern ein erprobte Mittel, um innere Kräfte zu mobilisieren. Unsere Augen haben die Eigenschaft, sich unwillkürlich auf einen vorgegebenen Mittelpunkt zu zentrieren. Sobald jedoch unsere Aufmerksamkeit längere Zeit auf einen bestimmten Punkt gerichtet ist, driften wir in einen tranceartigen Zustand, in dem der Dialog zwischen Verstand und Seele, besonders gut gedeiht.

Unsere Vorstellungskraft ist ein mächtiges Instrument. Untersuchungen zeigen, dass unser Immunsystem unmittelbar reagiert, sobald wir es mit intensiven Gefühlen und durch lebensfrohe Bilder unterstützen. Visualisierungen von vitalen Zellen und Organen, von weißen und roten Blutkörperchen und einem gesunden Körper, richten uns nicht nur positiv aus, sie befreien auch aus der hilflosen Haltung, in die wir bei Schmerzen und Krankheiten schnell verfallen.

Energie folgt der Aufmerksamkeit ist sicher auch deshalb ein so weit verbreiteter Satz, weil wir ihn auf allen Ebenen bestätigt finden. Worauf auch immer wir uns bewusst oder unbewusst konzentrieren, unsere Aufmerksamkeit und unsere Vorstellungskraft gestalten unsere Wahrnehmung. Sie erschaffen die Welt, wie wir persönlich sie erleben und interpretieren. Und gestalten.

Mit dem Mandala-Ausmal-Buch „Heilung visualisieren“ kann man tief in das Reich der Selbstheilungskräfte eintauchen. Sieben Meditationen weisen Wege, wie wir die aktuellen Erkenntnisse der Psychoimmunologie unterhaltsam erfahren und alltagstauglich einsetzen können. Unterhaltsam im Sinne von „inspiriert meditativ“ führen die einzelnen Meditationen zu Begegnungen mit unseren Selbstheilungskräften.

Sie bringen uns in Kontakt mit unseren vitalen Ressourcen und sorgen für üppige Ausschüttungen von hilfreichen Botenstoffen, wenn wir uns beispielsweise an Momente des Glücks erinnern oder uns in Dankbarkeit üben. Fokussiert auf verschiedene Aspekte der Selbstheilung von der Quantenebene bis hin zur alltäglichen Psychohygiene, ergeben die einzelnen Meditationen kraftvolle Zutaten für die Goldene Pille.

Eine Meditation wirkt am besten, wenn man sie mit geschlossenen Augen hört. Wenn der Weltinnenraum sich in seiner ganzen Vielfalt und Intensität offenbaren kann. Oft finden wir dort Antworten auf Fragen, die uns schon lange beschäftigen. Oder eine Vision nimmt Gestalt an. Vielleicht offenbart sich eine Erkenntnis, die durch die Sitar-ähnlichen, auf 432 Hertz gestimmten Tampuras mit ihren obertonreichen Schwingungen gefördert wird.

Doch selbst starke Bilder und große Einsichten neigen dazu, im Alltag zu verblassen, weshalb es gut ist, sie zu vertiefen und zu verankern. Beim Mandala Malen schenkt man ihnen dazu Zeit und Muße. Und als Dank schmücken sie sich mit Farben und Symbolen. Assoziationen entfalten sich, Gedanken kommen und gehen, Gefühle können sich in Ruhe entwickeln und zeigen. Ohne denken zu müssen, konzentriert auf den Stift und darauf, die feinen Linien nicht zu übermalen, ist der Verstand beschäftigt, ohne etwas denken zu müssen. Eingestimmt auf die Weisheit unserer Selbstheilungskräfte entsteht Linie für Linie, Farbe für Farbe, wie durch Zauberhand, ein kraftvoll aufgeladenes Bild. In bunten oder verhaltenen Farben. Vollständig ausgemalt oder von weißen Flächen durchsetzt, ist ein Mandala eine zum Bild gewordene Mediation. Eine Meditation, die man an die Wand hängen kann. Eine Art Gebet, das heilen hilft.

In Krisenzeiten kann man es wie der anfangs erwähnte C. G. Jung machen und regelmäßig Kreisbilder malen, um den Prozess der Heilung sichtbar in Gang zu bringen und zu fördern. Unabhängig von Alter, Gesundheitszustand und anderen Lebensumständen kann jeder seine Selbstheilungskräfte stärken. Davon sind wir ebenso überzeugt, wie C. G. Jung. Eine Möglichkeit ist unserer Buch „Heilung visualisieren“. Liest und malt man sich durch das Buch, hält man am Ende eine Art Tagebuch über einen besonderen Lebensabschnitt in Händen. Ein buntes Brevier aus Bildern und Notizen das sich unseren Selbstheilungskräften widmet.

Ein kleines Juwel aus gedruckten Worten, persönlichen Notizen und Bildern. Ein persönlich gestaltetes Brevier, das daran erinnert, was wir selbst tun können, um gesund zu werden und zu bleiben.

Wie auch immer Sie Ihre Heilkräfte stärken, wir wünschen dabei Spaß, Erfolg und friedliche, heilsame Stunden.

Marlies und Klaus Holitzka

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