21.09.2020 - 21:38 Uhr

Michael Welwarsky von Clubmate Golf ist als Clubfitter ein ausgewiesener Crack. Seine kompetenten Beiträge in Golfforen (als es die noch gab) waren legendär. Nachfolgend behandelt er meine Frage zum Schlägerkopfgewicht (SKG) ...

Hallo Eugen,
das Thema Gewicht ist ein sehr spannendes im Bereich Schlägerfitting. Der Trend im industriellen Schlägerbau geht bei einigen Lieferanten sehr stark in die Leichtbaurichtung. Die leichten Gesamtgewichte werden zum Teil über leichte Griffe (~25 Gramm statt ~50 Gramm) erreicht und zum Teil über sehr leichte Schäfte. Im Kopfbereich wird hier weniger gemacht, da es sonst Schwierigkeiten gibt, auf ein vernünftiges Schwunggewicht zu kommen, oder traditionell übermittelte „Standards“ ignoriert werden müssten. Mit einem Driverkopf unter 200 Gramm wird es schwer, ein vermeintlich normales Schwunggewicht von D1-D3 zu erreichen, wenn der Schläger nicht vollkommen unsinnig lang gebaut werden soll. Über die Sinnhaftigkeit dieser Konventionen lässt sich an anderer Stelle auch trefflich philosophieren.

Im Rahmen unserer Fittings stellen wir immer wieder fest, dass jeder Spieler ein „Wohlfühlgewicht“ hat. Dies wird zu einem sehr großen Anteil durch das Schaftgewicht beeinflusst. Das Thema ist auch sehr gut messbar und zu dokumentieren, wenn man weiß, welche Daten eines Launchmonitors beachtet werden müssen. Dieses Wohlfühlgewicht, oder besser der Wohlfühlbereich ist relativ klein. Bei den meisten Spielern reden wir da von 10-15 Gramm Schaftgewicht, wenn die restlichen Parameter identisch sind. Verlässt man diesen Wohlfühlbereich, wird sich das durch eine Verschlechterung der Messdaten bemerkbar machen. Meist leidet entweder der sog. Smashfaktor oder die Schlagpräzision. In den meisten Fällen leidet beides. Und ja – ein Schläger kann definitiv zu leicht sein. Er lässt sich dann vom entsprechenden Spieler nicht mehr gut beschleunigen, ist schlecht zu spüren und sorgt so für Probleme beim konstanten Treffen. Und natürlich kann ein Schläger auch zu schwer sein. Die Folgen sind recht ähnlich, wobei bei zu schwerem und/oder zu kopflastigem Material auch gerne noch fette Treffer als Fehlerbild dazu kommen.  

Ich hoffe, diese kurze Information hilft dir beim Hinterfragen weiter und du findest Antworten auf deine Fragen. Und als kurze Nebeninformation: Für dein Sommerziel – der Drive in den Bereich um 200 Meter Carrylänge – wirst du eine Schlägerkopfgeschwindigkeit von ca. 92 mph brauchen, wenn alle anderen Ballflugparameter optimal sind. Das Rechenmodell von Trajectoware Drive meint dazu: SKG 92mph, Launchangle 16° und Spin ca. 2.600 rpm und natürlich ein Sweetspottreffer mit einem guten Driverkopf.

Viele Grüße

Michael Welwarsky

Sales Director Clubmate Golf Arnd Welling
Sales Agent Flightscope Launchmonitors
Darmstädter Str. 33
64319 Pfungstadt
06157-8036640
www.clubmategolf.com



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