In diesem Glossar, das meinem Buch "Der Weg der weißen Kugel" entnommen ist, erkläre ich Fachbegriffe auf meine Weise. Termini, die in Ihrem Regelbuch umfassend erläutert werden, sind in diesem Glossar nicht immer enthalten. Wenn aber etwas Wichtiges fehlt, bitte ich um Hinweise. Verbesserungsvorschläge für Erklärungen sind gerne gesehen. (ep)
Abschlag – Ist der Beginn der jeweiligen Spielbahn. Auch der erste Schlag vom Abschlag selbst wird als Abschlag bezeichnet.
Ass – Mit einem Schlag vom Abschlag ins Loch, auch „Hole-in-One“ genannt.
Bag – Die Tasche, in der die Golfschläger und der ganze Kleinkram aufbewahrt werden.
Balata – Kautschukähnliches Naturprodukt zur Herstellung von Golfbällen, heute durch synthetische Stoffe abgelöst.
Ball – Muss mindestens 42,67 mm groß sein und darf nicht mehr als 45,93 g wiegen.
Ball-Angel – Teleskopstange mit kleiner Mulde, um den Ball aus Wasserhindernissen zu fischen.
Ballmarker – Münze, Metall- oder Plastikscheibe, die vor dem Aufnehmen hinter den Ball gelegt wird, um die Ballposition auf dem Grün zu »markieren«.
Ballooning – (auch skying) Wenn der Ball in den Himmel geschlagen wird, meist beim Drive, weil zu hoch aufgeteet. (»Engelchen abgeschossen « oder »der hat Schnee drauf«).
Baseball-Griff – Auch Zehn-Finger- Griff genannt. Empfiehlt Harvey Penick besonders den Damen.
Bedienen – Den Flaggenstock halten bzw. aus dem Loch nehmen, wenn ein Mitspieler puttet.
Dr. Bercelmeyer – Hubertus Canditus. Landarzt. Unverheiratet. Seine langjährige Sprechstundenhilfe Maria Clarius liebt ihn – unglücklich und aufopfernd. Er liebt nur das Golfspiel und ... Dr. Fahrenbach, was beiden aber nicht bewusst ist und worüber im Club auch nicht weiter gesprochen wird.
Besser legen – ... Auf Scorekartengröße nicht näher zur Fahne gemäß den Platzregeln.
Best Ball – Oder »Better Ball« – der bessere Score eines Teams an einem Loch.
Birdie – Ein mit einem Schlag unter Par gespieltes Loch, z. B. Par-3-Loch in zwei Schlägen.
Blatt – Die Schlagfläche der Eisen.
Blind Shot – »Blinder« Schlag in ein nicht einsehbares Terrain.
Bogey – Ein mit einem Schlag über Par gespieltes Loch, z. B. 5 Schläge auf einer Par-4-Bahn.
Bounce – 1.) Der Winkel, der sich zwischen Boden und Sohle in Schlagrichtung bildet, wenn der Schläger korrekt angestellt wird. 2.) Das Wegspringen des Balles nach dem Aufkommen.
Break – Der Ballverlauf auf dem Grün, der sich aus der Ondulierung des Grüns ergibt.
Brassie – Vormals das stärkste (steilste) Fairwayholz, heute Holz 2 oder »strong three wood« mit 13° oder 14° Loft.
Brutto – Der Brutto-Sieger benötigt die wenigsten Schläge über 18 Löcher (ohne Berücksichtigung der Vorgabe).
Buggy – Siehe auch Cart. Meist elektrisch angetriebener Zweisitzer.
Business-Golf – Die Kunst der Kommunikation auf dem Golfplatz, ohne den Spielfluss zu stören.
Bunker – (Sandhindernis) Auch »Trap« oder »Sand trap«, mit Sand gefüllte, (meist künstliche) Bodenvertiefung.
Caddy – Begleiter, der die Tasche trägt oder den Trolley zieht. Im Profigolf Berater des Spielers auf dem Platz. Sollte nur reden, wenn er gefragt wird und die Augen auf dem verschlagenen Ball haben. Meist ein »Unglücksrabe«, Blitzableiter des Spielers.
Caddymeister – Bisweilen skurriles Unikum, das anno dazumal die Caddys einteilte und heute die Golfcarts poliert, manchmal der Starter am 1. Abschlag.
Carry – Effektive Flugdistanz des Balles in der Luft.
Cart – Elektrowagen, meist für zwei Personen, im Turnier nur für behinderte Spieler mit Attest zugelassen und auf europäischen Plätzen unbeliebtes Privileg der Schönen, Reichen und lauffaulen Senioren, die damit alles aufhalten. Auch Buggy genannt.
Chip – Ein Annäherungsschlag, bei dem der Ball nur eine relativ kurze Strecke fliegt und länger rollt.
Chip-in – Von außerhalb des Grüns eingelochter Chip.
Clubfitting – Golfschlägerherstellung nach Maß.
Clubhaus – Heimat des Golfers, Ort der Zurückgezogenheit, meist mit Bar, Restaurant, Proshop, Umkleidekabinen und im Golfpark Winnerod sogar mit Sonnenbank!
Course – Golfplatz
Course Rating – Bemessungsgrundlage, Vergleich der Schwierigkeit verschiedener Golfplätze.
Crosshanded – Puttgriff, bei dem Rechtshänder mit der linken Hand unter der rechten greifen.
Crosswind – Seitenwind, der besonders auf Links-Courses das Spiel sehr beeinflussen kann.
Cross-Country-Golf – (siehe auch XGolfer) Angeblich eine Erfindung der Medien. Ursprünglich von den Natural Born Golfern, eine in Hamburg initiierte Bewegung freier Golfer, die nicht auf Golfplätzen, sondern querfeldein spielt.
Cup – Preis, meist ein hässlicher versilberter Pott oder ein Staubfänger aus Glas.
Cut – 1. ) Qualifikation im Profiturnier nach dem zweiten Spieltag. Den Cut »schaffen« die Spieler, die sich in einer bestimmten Schlagzahl hinter dem Führenden befinden. Meist halbiert sich das Spielerfeld. 2. ) Angeschnittener Ball, 3. ) Kerbe in der weichen Hülle eines Balata-Balls.
Clit – Zentrales Thema auf der Damentour.
Dogleg – (Hundebein) Nach rechts oder links abbiegende Spielbahn.
Dormie – Steht das Match, wenn der Vorsprung eines Spielers beim Lochspiel mit der Zahl der noch zu spielenden Löcher gleich ist.
Double Bogey – Zwei Schläge über Par an einem Loch.
Down – Spielstand, im Lochspiel zurückliegend.
Draw – Ein Ball, der nach rechts startet und dann mit einer leichten Linkskurve im Ziel landet.
Drive – Der lange erste Schlag von der markierten Abschlagsfläche.
Driver – Bezeichnung für Holz 1 (mit 7°–12° Loft), das Sie als Anfänger zum Abschlagen vergessen sollten.
Driving Range – Übungswiese zum Schlagen von Bällen.
Droppen – Fallenlassen des Balls mit in Schulterhöhe ausgestrecktem Arm (siehe Golfregelbuch).
Duck Hook – (auch »Snap hook«) Kurzer Abschlag, der extrem von rechts nach links kurvt.
DVG – Mittlerweile aufgelöster Verein freier Golfer.
Eagle – Ein mit zwei Schlägen unter Par gespieltes Loch, z. B. zwei Schläge auf einem Par 4.
Ehre – Der Spieler mit dem besten Score am vorhergehenden Loch hat die »Ehre«. Er darf als Erster abschlagen. Am 1. Tee bestimmt das die Turnieraufstellung oder wird ausgelost.
Eingegrabener Ball – Ball, der überwiegend im Schlamm, Sand oder Erdreich steckt.
Eingelocht – ... such’s mal im Regelbuch!
Eisen – Ausführliche Beschreibung im Kapitel »Wer schleppt was warum mit?«
Erleichterung – Den Ball gemäß Reglement ohne Strafschlag aus einer schlechten Lage aufnehmen und wieder ins Spiel bringen.
Etikette – Korrektes Verhalten (Sicherheit, Rücksichtnahme) auf dem Golfplatz, zu den Mitspielern und gegenüber dem Universum (schlechtes Karma vermeiden!).
Explosionsschlag – Bunkerschlag, bei dem viel Sand verspritzt wird.
Extra Holes – Zusätzliche Löcher, die nach einem Match im Falle von Gleichstand gespielt werden, um den Gewinner zu ermitteln. (Stechen.)
Fade – Leicht links startender Ball, der dann mit feinem Slicespin wieder mittig »reinkommt« und schnell liegen bleibt.
Fahne – Die Fahne steckt im Loch, sollte weithin erkennbar sein und wird auch Flagge, Stock oder Pin genannt.
Fairway – Gemähte Rasenfläche zwischen Abschlag und Grün, die als Spielbahn dient.
Fairwayhölzer – Holz 2, 3, 4, 5, 7, 9, zum Schlagen des Balles vom Fairway. Fett getroffen – Den Boden vor dem Ball getroffen.
Federball – Die älteste Form des Golfballs, eine mit Federn gefüllte Lederkugel.
Fernmitgliedschaften – Der Club, bei dem Sie eine Fernmitgliedschaft beantragen, sollte Mitglied im DGV sein, damit Ihr Handicap nach DGV-Standard verwaltet wird und Sie eine DGV-Karte bekommen. Mit dieser Karte können Sie dann in den meisten Clubs spielen, wobei auch dann meist eine Platzreife erforderlich ist.
Flex – Die Biegungseigenschaft eines Schaftes.
Flight – Eigentlich die Bezeichnung der Turnierklassen A, B und C. Mittlerweile hat sich aber eingebürgert, die Gruppe von (maximal vier) Spielern, die gemeinsam auf die Runde geht, als Flight zu bezeichnen.
Fore! – Warnruf an andere Spieler, in Deckung zu gehen, da der Ball 1.) fliegt und 2.) anders als man denkt.
Follow-through – Durchschwung nach dem Treffen des Balles.
Forged Blades – Geschmiedete Eisen. Das Nonplusultra für Fetischgolfer.
Fourball – Vier Spieler in zwei Teams spielen gegeneinander ein Lochoder Zählspiel, wobei jeder Spieler seinen eigenen Ball schlägt und der bessere Score jedes Teams pro Loch gewertet wird.
Foursomes – Zwei Teams mit je zwei Spielern messen sich im Loch- oder Zählspiel, wobei sie pro Team einen Ball spielen.
Free Drop – Ein Drop gemäß Reglement ohne Strafschlag.
Front nine – Die ersten neun Löcher eines 18-Loch-Platzes.
Gallery – Die Zuschauer eines Golfturniers.
Geschlossener Stand – Leicht rechts vom Ziel ausgerichtete Position eines Golfers (Rechtshänder).
Geschlossenes Blatt – Leicht links vom Ziel ausgerichtetes oder nach links verdrehtes Schlägerblatt.
Geschlossene Gesellschaft – Privater Golfclub, der aus Abschreibungsgründen von Personen gegründet wurde, die längst keine Steuern mehr zahlen.
Geschenkt – Geschenkter Putt. Im Lochwettspiel kann der letzte Schlag vom Gegner geschenkt werden, gleichwohl der Schlag zu zählen ist.
Golfbesteck – Die Schläger.
Grand Slam – Der Gewinn der vier Majorturniere in einem Jahr.
Greenfee – Benutzungsgebühr, die ein Golfer auf einem fremden Platz zahlen muss.
Greenkeeper – Wetterfester Kapuzenmann, der bei jedem Wetter Rasen mähen muss, an allem schuld ist, von jedem angemault und auch noch schlecht bezahlt wird.
Griff – 1.) Wie der Schläger gehalten wird. 2.) Wo der Schläger am Schaft gehalten wird.
Grooves – Die Rillen im Schläger, die den Backspin erzeugen.
Grün – (Green) Sehr kurz gemähte Rasenfläche ums Loch herum.
Hacker – 1.) Golfanfänger, 2.) Misslungener Schlag mit viel Erdaushub.
Handicap – Die vom Spielausschuss für jeden Spieler festgelegte Vorgabe definiert die Spielstärke des Spielers. In Deutschland von 54 (Anfänger) bis 0 (sehr guter Spieler). Aus der Differenz zwischen dem Par des Platzes und der durchschnittlichen (in Turnieren ermittelten) Anzahl von Schlägen, die ein Spieler mehr als Par über 18 Löcher benötigt, ermittelt sich das Handicap.
Handschuh – Wird an der Führungshand (links bei Rechtshändern und rechts bei Linkshändern) getragen, um den Griff zu verbessern.
Hickory – Das Holz, das vor der Einführung von Stahlschäften für die Schlägerschäfte verwendet wurde.
Hindernis – Wasserhindernis und Bunker – wo man ohne Mühe reinschlägt und schlecht wieder rauskommt.
Hole – Englischer Ausdruck für Loch. Damit kann auch die gesamte Spielbahn gemeint sein.
Hole-in-One – (Ass) Mit dem ersten Schlag vom Tee einlochen.
Ho Lin Wan – Durchgeknallter Tibeter und wirbelnder Golfderwisch der Tao-Yin-Schule.
Holz – Die Dinger mit den dicken Köpfen und den Mützchen drauf.
Hook – Ein Ball, der nach rechts startet und dann in einer starken Linkskurve mehr oder weniger weit links vom Ziel landet.
Hook(spin) – Seitwärtsdrall des Balles mit Linksdrehung.
Hosel – Der Teil des Schlägers, der Schlägerkopf und Schaft verbindet.
Impact – Der Treffmoment, in dem der Schläger auf den Ball trifft.
Inside out – Von innen (Aufschwung) nach außen (Abschwung) schwingen.
Interlock – Griff, bei dem Zeigefinger und kleiner Finger der beiden Hände miteinander verschränkt sind.
Insert – Weiche Einlage im Schlägerkopf von Holz, Eisen oder Putter.
Jigger – Putterähnlicher Schläger mit dem Loft eines Eisen 7, der zum Chippen benutzt wird.
Kickpoint – Auch Flex- oder Biegepunkt genannt. An diesem Punkt weist der Schaft die größte Biegung im Schwung auf. Je näher der Punkt zum Griff liegt, desto flacher ist in der Regel die Flugbahn.
Kompression – Maßzahl für den Druck im Ball, definiert die Ballhärte.
Kleidung – Manche Golfclubs legen auf eine angemessene Kleidung Wert. Zum Beispiel sind Tops mit Spaghetti-Träger bei Clubpräsidenten verpönt.
Kurzes Spiel – Pitchen, Chippen, Putten – das A & O!
Leaderboard – Ergebnistafel eines Turniers.
Lady – Missglückter Abschlag vom Herrentee, wobei der Ball kürzer fliegt, als das Damentee gesteckt ist. Üblicherweise ist dann nach der Runde eine Runde fällig.
Lie (Lage) – Position des Balls im Gelände oder der Winkel zwischen Schaft und Sohle eines Schlägers.
Links – Natürlicher Küstenstreifen mit Dünenlandschaft und Hinterland, die ursprüngliche Heimat des Golfsportes.
Lip-out – »Ausgelippt«: Der Ball trifft die Lochkante und rollt wieder raus.
Local Rules – Besondere Platzregeln eines jeweiligen Golfplatzes.
Lob – Hoher kurzer Schlag, meist mit dem Sandwedge oder Lobwedge gespielt.
Loch – 10,8 cm Durchmesser und mindestens 10,2 cm tief. Hier muss er rein. Als Loch wird aber auch die Spielbahn bezeichnet.
Lochspiel – (Matchplay) Match von Einzelspielern oder Teams gegeneinander, in dem die geringere Schlagzahl pro Loch das Loch »gewinnen « lässt. Das Spiel wird von der Partei gewonnen, die mit einer größeren Anzahl von Löchern führt, als noch zu spielen sind.
Loft – Die Schrägstellung der Schlagfläche in Relation zur Schlägersohle.
Longest Drive – Sonderwertung, bei der der längste Abschlag, der auf dem Fairway zu liegen kommt, gewinnt.
Longhitter – Unsensible, massige Gestalten mit Pickeln, die immer den Longest Drive gewinnen und auf die ich dummerweise auch noch neidisch bin.
Luftschlag – Nach dem Ball geschlagen und nicht getroffen, zählt aber!
Majors – Die vier großen Golfmeisterschaften weltweit: Die US MASTERS in Augusta wird zwischen den Blumenrabatten von Bobby Jones ausgetragen. Die US OPEN findet meist im Rough statt. Die British Open, als die Meisterschaft nur kurz The OPEN genannt, wird grundsätzlich auf Links gespielt. Und die USPGA Championship ist auch ganz nett – wenn man sie gewinnt.
Marker – 1.) Der Spieler, der den Score eines anderen aufschreibt, 2.) Die farbigen Markierungen an den Abschlägen, 3.) Die kleine Münze oder Markierung, die auf dem Grün hinter den Ball gelegt wird, bevor der aufgenommen wird.
Marshal – In angelsächsischen Ländern meist ein ehemaliger Regiments- Sergeant, dessen Wort auf dem Platz Gesetz ist. In Deutschland meist ein bleicher, verschüchterter BWL-Student, der sich nicht durchzugreifen traut und sich stattdessen bei potenziellen Arbeitgebern einzuschleimen versucht.
Matchplay – Englische Bezeichnung für das Spiel im Matsch. Nein, Quatsch – für das Lochspiel, bei dem allein die Zahl der gewonnen Löcher und nicht der Score das Spiel entscheidet.
Metalwood – »Hölzer« aus Stahl, Titan bzw. verschiedenen Legierungen, die alle aus China kommen und in Sklavenarbeit produziert werden.
Mr. Mulligan – Muffiger Besserwisser, der zum Golfschamanen wird.
Mulligan – Vermasselter Abschlag, der nach vorheriger Vereinbarung (regelwidrig) auf einer nicht vorgabewirksamen Runde ungezählt wiederholt werden kann.
Nearest to the Pin – Sonderwertung in Turnieren: Wer auf einem Par 3 am nächsten am Loch liegt.
Netto – Zieht der Spieler von der Gesamtschlagzahl (Brutto) sein Handicap ab, erhält er das Nettoergebnis.
Neunzehntes Loch – Die Club-Bar. Schlechte Putter schaffen es auch am 19. Loch nicht rein und schütten sich das Bier in den Kragen.
Niblick – Traditioneller Schlägername, entspricht etwa dem Eisen 9.
No return (NR) – Wenn ein Spieler nach dem Turnier seine Scorekarte nicht abgibt. Wird aber als negatives Ergebnis gezählt, und das Handicap erhöht sich um 0,1 Punkte.
Off-centre Hit – Den Sweet Spot des Schlägers nicht sauber getroffen.
Offener Stand – Der Körper (von Rechtshändern) ist in der Ansprechposition etwas links vom Ziel ausgerichtet.
Offenes Schlägerblatt – Zeigt leicht nach rechts (geöffnet).
Offset – Wird meist in Damen und Seniorenschläger eingebaut, weil es angeblich dem Slice entgegenwirkt. Die Schlagfläche befindet sich leicht hinter der Schaft-Achse.
Open (Offene) – 1.) Wettspiele, an denen Amateure sowie Pros teilnehmen können, 2.) Turniere eines Clubs, zu denen auch Gäste willkommen sind.
Out of Bounds – Fläche außerhalb der Golfplatzgrenzen, markiert durch Pfosten und Zäune.
Overlapping-Griff – Auch »Vardon- Griff«. Der kleine Finger der oberen Hand liegt über dem Zeigefinger der unteren Hand.
Oversize – Eisen und Hölzer mit übergroßen Schlägerköpfen, die Anfängern angedreht werden, weil sie damit angeblich leichter spielen können.
Par – „Professional Average Result“ – Schlagvorgabe für jedes Loch (festgelegte Anzahl von Schlägen je nach Länge der Bahn) sowie die Summe der Spielbahnen.
Par 3 – Eine Bahn, bei der gute Golfer mit dem ersten Schlag aufs Grün kommen sollten, um dann mit zwei Putts das Par zu spielen. Den Golfregeln zufolge darf ein Par 3 bis zu 228 Meter lang sein (von gelben Abschlägen).
Par 4 – Eine Bahn, die (von gelb) zwischen 229 und 434 Metern lang ist. Gute Golfer sollten mit zwei vollen Schlägen das Grün erreichen können, um mit zwei Putts zum Par zu lochen.
Par 5 – Ab einer Länge von 435 Metern spricht man von einem Par 5 (von roten Abschlägen ab 367 Metern).
Penalty Stroke – Strafschlag, den ein Spieler bei Regelverletzungen erhält.
Parkland Course – Meist flacher, parkähnlicher Inlandplatz, auf dem zum Beispiel in Nevada manchmal Indianer leben.
Persimmon – Hartholz, aus dem Schlägerköpfe gefertigt werden. Es ist selten, muss lange gelagert werden und wird dann von Meisterhand in ein Sammlerstück verwandelt. Bis vor einigen Jahren noch von Tourspielern benutzt, wurde es vom Metalwood, dem Metallholz aus Titan oder Stahl, verdrängt. Bezugsquelle: www.persimmongolfeurope.com
PGA – Professional Golfers Association.
Pin – Englische Bezeichnung für den Flaggenstock.
Pitch – Kurzer, hoher Annäherungsschlag zur Fahne.
Pitchen – Aus kurzer Entfernung die Fahne anspielen.
Pitching-Grün – Übungsgrün für kurze hohe Annäherungsschläge.
Pitchgabel – Kleines Metallwerkzeug zum Ausbessern von Löchern auf dem Grün (Pitchmarks).
Pitchmarke – Englisch »pitch mark« – Einschlagloch auf dem Grün, das Sie bitte grundsätzlich mit der Pitchgabel ausbessern, auch wenn es nicht von Ihnen verursacht wurde.
Pitching Wedge – Schläger für kurze, hohe Schläger zur Fahne.
Platzerlaubnis (PE) – Auch Platzreife genannt. Wird nach einer theoretischen und praktischen Prüfung vom Pro erteilt und bedeutet nicht, dass Sie jetzt Golf spielen können!
Platzstandard – (Par) ergibt sich aus der Länge aller Spielbahnen, meist zwischen 68 und 72.
Playing Pro – Berufsgolfspieler (Turnierspieler).
Plugged – Im Schlamm eingegraben.
Practise Green – Übungsgrün mit mehreren Löchern.
Pre-Shot-Routine – Individuelle Bewegungssequenz der Visualisierung des Schlages, Setup, Probeschwung, Waggle und Atmung vor dem Schlag.
Pro-Am – Ein Pro und drei Amateure bilden zusammen ein Team.
Proette – Golflehrerin oder Berufsgolferin.
Professional – Auch »Pro« genannt; Golflehrer (Teaching Pro) oder Berufsgolfspieler (Playing Pro).
Proshop – Der Golfladen im Clubhaus. Eldorado für Privatpatienten.
Provisorischer Ball – Ersatzball, der gemäß den Regeln ins Spiel gebracht wird. Siehe Regelbuch.
Public Course – Öffentlicher Golfplatz, der auch Spielern ohne Handicap und Clubausweis das Spielen ermöglicht.
Pull – Nach links verzogener Ball.
Punch – Flacher Schlag, meist gegen den Wind.
Push – Nach rechts verzogener, eigentlich »gedrückter« Ball.
Putt – Schlag auf dem Grün zum Loch mit dem Putter.
Putten – Auf dem Grün spielen.
Putter – Schläger, der auf dem Grün benutzt wird, um den Ball zum Loch rollen zu lassen. Kostet heute über 100 Euro und wird meist »Scheißding « genannt. Die Industrie arbeitet derzeit an Puttern, die schwimmen können.
Putting-Grün – Sehr kurz geschnittene Rasenfläche mit mehreren Löchern zum Üben von Putts.
Rabbit – Golfanfänger. Greenhorn.
Rangefee – Gebühr zur Nutzung der Driving Range und der anderen Übungseinrichtungen. Falls Sie Greenfee bezahlt haben, ist die Nutzung der Übungseinrichtungen im Preis inbegriffen. Die Kellnerin anzutatschen ist nicht im Preis inbegriffen, liebe Seniorenmannschaft aus ... na ja, ich sag´s lieber nicht!
Recovery – »Rettungsschlag« aus dem Hindernis oder Rough.
Reverse-Overlapping – Üblicher Griff am Putter. Der Zeigefinger der linken liegt über dem kleinen Finger der rechten Hand.
Rough – Ungeschnittene Flächen beiderseits des Fairways.
Run – (»Einen Run haben« oder »in the Zone« sein) optimaler Bewusstseinszustand beim Spiel, in dem alles gelingt.
Runner-up – Zweitbester in einem Zählspiel.
Ryder Cup – Alle zwei Jahre »Krieg der Sterne«. Die Besten der Welt gegen die Amis.
Sand-Wedge – Sandeisen – Spezialschläger für Bunkerschläge und Pitches, es hat mehr Bounce als normale Schläger, was den Schlag aus dem Sand erleichtert.
Schenken – (Gimme) Kann man einen (kurzen) Putt oder ein Match.
Schlägerblatt – Der Teil des Schlägerkopfes, mit dem der Ball getroffen werden sollte.
Schlägerebene – Das Verhältnis (bezogen auf die Lage im Raum) zwischen Kopf- und Griffende des Schlägers.
Schlägersatz – Besteht aus maximal 14 Schlägern, die individuell zusammengestellt werden. Meist drei Hölzer, zehn Eisen und ein Putter.
Schwungbahn – Der Weg des Schlägerkopfes.
Schwungebene – Ungenauer Überbegriff für Schulterebene, Armebene, Schlägerebene oder Hüftebene.
Score – Gesamtzahl aller Schläge über 18 Loch.
Scorekarte – Zählkarte, auf der die Schläge eingetragen werden und die das Rating, das Par der Löcher und manchmal eine Platzkarte und die Platzregeln darstellt.
Scramble – Vier Spieler schlagen ab, wählen den besten Schlag aus und spielen von dort weiter, bis eingelocht ist.
Scratch-Golfer – Imaginäre Lichtgestalt, die regelmäßig Par spielt.
Semi-Rough – Kürzer gemähtes Gras zwischen Fairway und Rough.
Set-up – (Aufstellung) Das Einnehmen des Standes: Füße, Körper und Schläger werden an der Ballziellinie ausgerichtet, bevor der Rückschwung eingeleitet wird.
Shank – Wenn der Ball mit dem Winkel zwischen Schlägerschaft und Blatt (Shank) getroffen wird und seitlich rechts wegspringt.
Sky – Unterschlagener Ball, der sehr hoch, aber nicht weit fliegt.
Slice (spin) – Seitwärtsdrall mit Rechtsdrehung des Balls.
Slope – Die Slope-Zahl gibt den Schwierigkeitsgrad eines Platzes an.
Socket – Mit der Schlägerspitze getroffener Ball, der steil nach rechts wegspringt.
Sommerfest – … im Golfclub. Peggy, Single, (Handicap 69) schrieb uns dazu: »Ein einziger Super-GAU. Kleine Männer hoch drei, Bierbäuche, Bierfahnen, plumpe Anmache. Vor dem Damenklo die ganze Bandbreite der sabbernden, alten Herren. Dann der Spargeltarzan mit Schnauzer und gefärbtem Haar. Zwar groß, sah aber aus wie der Mitreisende einer Schießbude. Oder der selbst ernannte Latin Lover, blutarm und hirnlos, der mir gerade bis zum Ausschnitt reichte. Der ach so enttäuschte Ex, wie immer dauerbeschäftigt auf dem Parkett, mit allen seinen Exen oder In-spe-Liebchen. Die Krönung von allem, der gealterte Glatzkopp im Teenielook mit umgedrehtem Hemd. Deoroller in Zwangsjacke, zum Schreien dämlich. Auf dem Parkplatz noch eine Verfolgung bis an mein Auto durch gleich zwei krasse Junggolfer mit hochgegelten Haaren. Hiiiilllllfffffeeeee, wo sind sie hin, die beziehungswilligen, aber dennoch attraktiven Männer?«
Spin – Drehung des Balles um die eigene Achse.
Spoon – Früher der Name für das Holz 3.
Square – Die parallel zur Ballziellinie ausgerichtete Fuß- und Körperhaltung.
St. Andrews – Brutstätte des Golfvirus an der Ostküste Schottlands.
Stableford – In Deutschland häufig ausgeübte Turnierform, bei der ein Bogey einen Punkt bringt, ein Par zwei, ein Birdie drei und so weiter.
Stand (Stance) – Position und Ausrichtung der Füße in Relation zum Ball, die sich je nach Art des Schlages verändern.
Starker Griff – Mehr als zwei Knöchel der linken Hand zu sehen. Beide Hände sind am Griff nach rechts verdreht. Gibt meist einen schönen Hook.
Starter – Befugte Person, die am 1. Abschlag Spieler auf die Runde schickt.
Startzeit – Die Abschlagszeit am 1. Abschlag. Sie sollten pünktlich sein!
Stock – Andere Bezeichnung für Fahne.
Strokeplay – Zählspiel.
Stroke and Distance – Ein Strafschlag und den Schlag von der Stelle, von der zuletzt gespielt wurde, wiederholen, wenn ein Ball im Aus, verloren oder unspielbar ist.
Stroke Index – Der Schwierigkeitsgrad der Löcher im Verhältnis zur Spielervorgabe.
Sudden Death – Ein Stechen, bei dem der, der zuerst ein Loch gewinnt, Sieger ist.
Surlyn – Kunststoff zur Herstellung von Ballschalen.
Sweet Spot – Optimaler Treffpunkt auf der Schlagfläche.
Swing-weight – Schwunggewicht (Verhältnis vom Gewicht des Schlägerkopfes zum Rest des Schlägers).
Taoismus – Chinesische Lehre von der Wandlung und dem Fluss der Dinge.
Take-away – Einleiten des Rückschwungs.
Teaching Pro – Berufsgolflehrer (Ausbildungsberuf).
Tee – 1.) Abschlagfläche. 2.) Kleiner Holz- oder Kunststoffstift zum Aufsetzen (Aufteen) des Balles auf dem Abschlag.
Tee Time – Abschlagszeit. Sie sollten bei Turnieren ca. zehn Minuten früher am 1. Abschlag auftauchen.
Tiger – (hat nichts mit Tiger Woods zu tun) Sind fortgeschrittene Spieler mit langen Abschlägen, die eine direkte Linie über Hindernisse spielen können (Tigerline), während die Rabbits (Hase, Golfanfänger) tunlichst versuchen sollten, Hindernissen auszuweichen und den Ball auf dem Fairway zu halten.
Timing – Rhythmus des Schwunges.
Top – »Dünner Schlag«. Zu weit oben getroffener Ball, der kaum fliegt, stattdessen mehr rollt.
Torque – Verdrehungswiderstand des Schaftes im Treffmoment.
Trajectory – Die Flugbahn eines Balles.
Treffmoment – Der Moment, in dem der Schläger auf den Ball trifft.
Triplebogey – Ein mit drei Schlägen über Par gespieltes Loch, z. B. sechs Schläge an einem Par-3-Loch.
Trolley – Handwagen (mit oder ohne Elektromotor), auf dem die Golftasche transportiert wird.
Unspielbar – Ein Spieler kann seinen Ball für unspielbar erklären und ihn mit einem Strafschlag, nicht näher zum Loch, fallen lassen.
Up – Führung im Lochwettspiel.
Up and down – Den Ball von außerhalb des Grüns mit zwei Schlägen ins Loch bringen.
Vardon-Griff – Siehe auch Overlapping- Griff.
VcG – Vereinigung clubfreier Golfspieler, Ölquelle des Deutschen Golfverbandes.
Vorgrün – Kürzer als auf dem Fairway gemähte Fläche um das Grün herum.
Vorgabe – Siehe Handicap.
Vorgabeklasse – Kastenordnung der Spieler nach indischem Vorbild.
Waggle – (Wackeln) Lockerungsbewegung der Handgelenke und Unterarme nach Einnahme des Standes und vor dem Einleiten des Rückschwunges, mit der das Gefühl für den Schlag und gleichzeitig eine innere Ausrichtung zum Ziel gesucht wird.
Wasserhindernis – Quer vor dem Loch liegend (frontal) mit gelben Pfählen markiert, seitlich vor dem Loch oder an der Bahn als »seitliches Wasserhindernis« mit roten Pfählen markiert. Der Ball kann aus beiden Hindernissen herausgeschlagen werden, oder man lässt ihn, unter Hinzurechnung eines Strafschlages, an der durch die Golfregeln definierten Stelle (Dropping Zone) fallen.
Wedge – (Sand- und Pitchingwedge), schwere kurze Eisen für Annäherungsschläge (60° – 48° Loft).
Wintergrün – Flach gemähte Fläche außerhalb des Grüns, die im Winter als Grün benutzt wird, um das eigentliche Grün zu schonen.
Winterregeln – Spezielle Regeln für nordeuropäische Länder, wonach der Ball »besser gelegt« werden darf, siehe Aushang im Club.
X-Golf – Antiautoritäre Bewegung freier Golfer, meist junge Menschen, die sich an abgelegenen Plätzen, Flussufern und Industriebrachen in Horden treffen, um Bälle durch die Gegend zu schlagen, und dabei an einem Tag mehr Spaß haben als manche »Clubgolfer « in ihrem ganzen Leben (siehe auch Cross-Country-Golf).
X-Out – Preiswerte Golfball-Makulatur, die in Turnieren nicht zugelassen ist.
Yips – Unkontrollierbares Muskelzucken in den Händen, das Chippen und Putten nachhaltig negativ beeinflusst, angeblich von den Nerven kommt und durch den Genuss von zu viel Speiseeis hervorgerufen wird.
Zähler – Mitbewerber, der im Turnier verdonnert ist, Ihren Score (Schlagzahl) zu zählen. Sie sind Zähler von jemand anderem.
Zählwettspiel – Die Schlagzahl wird auf der Scorekarte notiert, die Summe ergibt das Brutto und wenn Sie Ihr Handicap abziehen, haben Sie das Nettoergebnis. Wenn Sie mehr netto als brutto haben, dann haben Sie sich verrechnet, oder es sind mal wieder ein paar Quanten gesprungen und die Turnierleitung bekommt ein Problem. Das kann passieren, wenn Sie auf dem 9.Grün einlochen und der Ball zufällig in ein schwarzes Loch fällt, das sich, aus einem Paralleluniversum kommend, zufällig gerade dort befindet, wo das 9. Loch ist. Wenn die Schwalben tief fliegen und die Greenkeeper muffig sind, ist das ein typisches Zeichen, dass ein Paralleluniversum an Ihrem 9.Grün rumlungert. Falls der Ball im schwarzen Loch verschwunden ist, gilt er als eingelocht. Am nächsten Tee können Sie gemäß den Regeln einen neuen Ball ins Spiel bringen. Falls ein rosa Ball mit Ecken, ein bissiges Meerschweinchen namens Nick oder ein ziemlich unangenehmer Geruch aus dem schwarzen Loch kommt, sollten Sie schnell davonrennen und das Spiel für heute aufgeben.
Zählspiel – (Strokeplay) Eine Wettspielform, bei der die Schläge, die ein Spieler auf einer Runde über 18 Löcher benötigt, zusammengezählt werden. Der Spieler mit den wenigsten Schlägen gewinnt das Match. Die meisten »Offenen« werden nach dieser Variante gespielt.
Zen – Buddhistische Schule, vom Patriarchen Bodhidharma nach China gebracht. Strenge Meditationsdisziplin, die in Japan in Jahrhunderten zur heute bekannten Form entwickelt wurde und in zwei Linien (Soto und Rinzai) praktiziert wird. Ziel: das Einssein mit der universellen Wirklichkeit (Satori).
Zocken – Kommt in meinem Buch nicht vor. Fragt Tim. Der zockt gerne.