Die sonderbaren Erlebnisse, wundersamen Ereignisse und der ganze langweilige Alltag des Eugen Pletsch...

Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Farblos und langweilig ist ein Trend, den man nicht verschlafen darf, wenn man im Geschäft bleiben will. Auf den Facebook-Seiten im Bereich Golfsport werden die langweiligsten (und dümmsten) Beiträge am meisten geliked.

Also versuche ich heute mal einen farblosen, langweiligen Blog mit mäßiger Pointe (wenn überhaupt) zu schreiben.

Worum geht es? Eigentlich geht es um meinem Magen, bzw, was  mir auf den Magen schlägt. Ich dachte die ganze Zeit, mit mir wäre was nicht in Ordnung und habe deshalb auch schon einen Termin für eine Magenspiegelung gemacht. Irgendetwas stimmt nicht mit mir. Das mögen viele denken, aber aus meiner Sicht wurde das in den letzten Monaten immer deutlicher, denn wie bereits mehrfach angedeutet, hat meine Lust am Golfsport rapide abgenommen.

Selber spielen OK – aber sonst: Ich kuck nicht mehr!

Golf auf Sky mag ein Thema für sich sein, aber man könnte ja den Ton abstellen. Die Bilder genießen. Hilft auch nichts, hat bei mir nicht mehr funktioniert.

Ich entsinne mich noch an den Nachmittag, als ich bei Timbo in Teelin (Irland) zu Gast war. Unbedingt wollte ich eine Tour-Übertragung sehen. Er wollte kochen, aber er setzte sich dann doch eine Weile zu mir, der ich da vor mich hin fieberte. Irgendwann stand er auf und sagte: "Boring!"

Das war vor ein paar Jahren und ich konnte absolut nicht verstehen, wie man ein Golfübertragung nicht TOTAL SPANNEND finden konnte. Das war für mich wie Gotteslästerung!

Seit einiger Zeit geht es mir nun aber genauso wie Tim. Boring! Deshalb dachte ich, ich wäre krank. Meine Therapeutin Frau Liebeseel fand auch, dass etwas nicht mit mir stimmen würde.

„Was denn? Sie wollen kein Golf mehr kucken? Ui UI Ui!“ sagte sie und wackelte wie ein indischer Taxifahrer mit dem Kopf.
„Nein“, sagte ich, „es ist so total langweilig geworden. Diese Millionärssöhnchen mit ihrem perfekten Golf. Einfach nicht auszuhalten!“

„Was vermissen Sie in Ihrem Leben?“ versuchte sie das Threma zu wechseln.

„Fragen Sie lieber, wen ich vermisse: Sam Torrance, Mark James, Seve, Woosie und alle anderen Charakterköpfe … sogar Faldo!“

„Sie leben zu sehr in der Vergangenheit“ antwortete sie. Sie müssen ins JETZT finden.

„Ja, das schreibe ich meinen Lesern auch immer, dass der Schlüssel zum Golf im JETZT läge. Das Problem ist jedoch: Das JETZT ist im Golf so langweilig geworden, dass es mir auf den Magen schlägt. Vermutlich ist was nicht mit mir in Ordnung, oder mit meinem Magen“.

Also machte ich den Termin für eine Magenspiegelung.

Aber dann, gestern, las ich Oskar Brunnthalers Editorial in der neuen GolfTime. Ich habe keinen Moment bereut, meine Golftime-Kolumne vor einem Jahr gekündigt zu haben, aber wenn das Heft im Briefkasten liegt, dann schaue ich schon mal rein. Und was schreibt er von den Jungstars der Tour: Farblos und langweilig!

Selbst wenn ein Leser wie Craig W. der GT-Redaktion jede Glaubwürdigkeit und Autorität zu manchen Themen abspricht, muss ich doch sagen: Wenn Oskar das auch so sieht, dann geht es mir gleich besser. 

Ihr / Euer

Eugen Pletsch

PS: Ob Leser Craig W. Götz Schmiedehausens Versuch einer Polemik (S.49)  verstehen wird, wage ich zu bezweifeln.
 

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