Die sonderbaren Erlebnisse, wundersamen Ereignisse und der ganze langweilige Alltag des Eugen Pletsch...

Anmerkungen für Golfreisende
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Clubnachrichten: Manche haben unsere neue Rubrik vielleicht schon bemerkt. Damit geben wir Golfclubs mit Kommunikationsbedarf eine kostenlose Möglichkeit, (nicht gewerbliche) Meldungen zu veröffentlichen.

Manche Golfclubs sind nämlich nicht deshalb bekannt, weil sie unbedingt "besser" wären, sondern weil sich jemand die Mühe macht, etwas über den Club zu schreiben. Also: Gebt die Info an Euren Club bzw. Schriftführer oder PR-Beauftragten….

Pletschnachrichten: Kommende Woche Besuch im Golfclub Rheine-Mesum, dann Gast im Golfclub Schloß Westerholt, um mit Frau Oelmann erneut die Klingen zu kreuzen und am 24.6.2017 bei meinem Freund Tim Schneider im Golfclub Felderbach lese ich sonderbare Geschichten ‚Life aus der grünen Hölle‘.
(Beginn 19 Uhr, die Lesung ist öffentlich, Eintritt: mit Sekt und Häppchen EUR 20.- )
Da ich nur noch selten in Golfclubs lese, wäre es für manche LeserInnen der Region eine Gelegenheit, 'Pletsch Life' zu erleben.

Und jetzt zu Oliver Heulers Vorschlag, auf dem Fairway aufzuteen, den sehr interessant finde. Mein Versuchskaninchen war kürzlich eine ältere Dame (älter heißt: noch älter als ich). Seit mehr als 13 Jahren spielt sie sporadisch Golf, leidet unter körperlichen Bewegungseinschränkungen – und genau wie ich – unter der mentalen Überbeanspruchung, die sich aus spielerischen Defiziten ergibt.
Mittlerweile nimmt sie Golfunterricht, was zwar zu erheblichen Verbesserungen geführt hat, sie jedoch nicht von der Anspannung auf dem Platz erlöst, die zu häufigem Toppen führt.

Deshalb empfahl ich ihr, den Ball auch auf dem Fairway vom Tee zu spielen. Zuerst schien sie verunsichert, dann ging sie darauf ein und es gelang ihr erstmals seit Jahren, den Ball weitgehend durch die Luft zu befördern. Die Angst in den Boden zu hacken, um sich oder Mutter Erde zu verletzen, hatte sich verflüchtigt. Selten habe ich im Gesicht einer Golferin solch ein glückliches, befreites Lächeln gesehen.

Dennoch: Auf unserer nächsten Runde wollte sie nicht mehr vom Tee spielen: Das müsse sie ja mit zehn Schlägen auf 18 Löcher bezahlen, sagte sie, die den Text von Oliver Heuler mittlerweile gelesen hatte. Und sie fürchte auch, nie mehr vom Boden spielen zu können, wenn sie sich erst an das Tee auf dem Fairway gewöhnt hätte.

Tapfer legte sie los. Es gelang ihr auch diesmal, einige Bälle durch die Luft zu bewegen, aber die Lust am Ball-Flug verwandelte sich schnell wieder in den Frust getoppter Schläge.

Die nächste Runde mit einer Freundin, so erzählte sie mir gestern, habe sie jedoch (auch ohne Tee) viel besser gespielt.

Wie auch immer: Entscheidend ist, auf welche Weise die Dame spielt, nämlich zügig! Wie viele Damen spielt sie kurze Schläge, aber sie hält den Ball meist auf der Bahn und kommt auf diese Weise flott voran. Dennoch schaut sie auch mal nach hinten und wenn ihr jemand zu nah auf die Pelle rückt, kann sie trotz Bewegungseinschränkung freundlich durchwinken.

Luise Suggs, Gründungsmitglied der LPGA, sagte mal: "Du bist nie zu alt, um mit diesem Spiel zu beginnen, solange du laufen kannst, kannst du auch golfen.“

Darauf möchte ich antworten: „Die Mindestanforderung für eine Runde Golf ist die Fähigkeit, wenigstens einen Arm so bewegen zu können, dass die Bereitschaft zum Durchspielen lassen unmissverständlich wird!“

In diesem Sinne

Ihr / Euer

Eugen Pletsch

PS: Wider besseres Wissen habe ich mich auf den Platz begeben, um für das Revanche-Match gegen Frau Oelmann zu trainieren. Nur mit einem Eisen 4, was Bunkerschläge nicht einfacher macht...

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