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Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Das neue SLDR-Driver von TaylorMade gilt als echter Weitenjäger und Innovation. Ob dem so ist, kann ich noch nicht beurteilen, da mir bisher kein Test-Modell zugeschickt wurde.

Bei den üblichen „20 Meter“ mehr, frage ich mich ohnehin seit Jahren: „20 Meter mehr – wohin? Ins Rough?“ Jedenfalls kann ich nur in seltenen Fällen feststellen, dass jemand tatsächlich von der Technologie seines Drivers profitiert. Natürlich – verglichen mit meinen Persimmon-Hölzern ist die Spielleichtigkeit eines Titandrivers offensichtlich, aber da hebt sich kaum noch ein Driver vom anderen ab. Was all die neuen Sperenzien angeht, mit denen man beim Driver jetzt alles möglich ein- und umstellen kann, so ist noch nicht raus, ob das mehr denn nur Verwirrung bringen wird.

Nachdem ich Ende der achziger Jahre von Persimmon und Laminat-Hölzern auf „Metal-Woods“ umstellte, waren es tatsächlich Taylor Made-Metals, die ich weder damals traf noch heute spielen könnte, zumindest was den 10,5 ° Driver angeht. Die Fairway-Hölzer wurden jedoch ein Pfund, mit dem ich häufig wuchten konnte. Seitdem ist technologisch unendlich viel passiert. Wir haben im Club einige Leute, die mit TaylorMade Produkten sehr zufrieden sind und der Australier John Senden, den ich vor Jahren kennenlernte und der derzeit gerade bei den Masters ziemlich weit vorne mitspielt, schwärmte schon damals begeistert von seinen TM-Schlägern. Er ist der Marke treu geblieben, andere haben den Wechsel zu TM bereut.

Taylor Made wurde irgendwann an Adidas verkauft, die leider keine deutschsprachige Produktseite für Taylor Made anbieten.

Auf die Schnelle konnte ich nur einen Golflehrer auftreiben, der den Driver bereits gespielt hat und der schrieb mir, ich zitiere:
Den neuen SLDR Driver mit 12 Grad Loft habe ich heute gespielt und 235 Carry gehauen. Das sind für mich Mordslängen. Meine Formel: Loft up + Langhantel up = Score down“.

Dank einem 20g „Sliding“-Gewicht kann man den neuen SLDR Driver in wenigen Sekunden auf 21 Positionen zwischen Draw und Fade Flugbahn optimal einzustellen. Auch der Loft lässt sich um bis zu 1,5° verändern. Als Durchbruch gilt allerdings der neu angeordnete Schwerpunkt, der niedrig und weit vorne angesiedelt ist, was das Video verdeutlicht, dass durch die Cartoon-Technik sehr anschaulich zeigt, worin die Innovation besteht.:

Der Ball geht dadurch mit einem hohen Abflugwinkel und einem niedrigen Spin auf die Reise, angeblich auch mit einer deutlich höheren Ballgeschwindigkeit, was in meinem Fall zu beweisen wäre. Diese Schwerpunktveränderung könnte eine tatsächliche Innovation bedeuten und grundsätzlich gefällt mit dieser Gedanke, der mit bereits vor Jahren begegnet ist, weshalb ich mir damals einen 16° Driver bauen ließ.

Im Netz schwärmen Anbieter vom „satten Sound und einem weichen Gefühl im Treffmoment". Die anthrazitfarbene Krone wird als edel angesehen, der Driver hat Markierungen zur Ausrichtung und einen Fujikura Speeder 57 Schaft, der „für unglaubliche Länge sorgt“. Der Driver kann auch in Driver 43 und 44 Inch geliefert werden, wobei das Schwunggewicht dann bei Werksbestellung angepasst werden kann.

Wie gefittete Sonderanfertigungen bei Taylor Made ausgeliefert werden, habe ich kürzlich erlebt, als wir die den TM-Schlägersatz eines VIP-Kunden überprüfen ließen. Der war von einem sehr bekannten Pro gefittet worden und der hatte sich darauf verlassen, dass sein Angaben auch entsprechend umgesetzt werden. Der Spieler hatte jedoch erheblich Probleme mit seinem Set bis ich ihn an einen Spezialisten vermittelte, der nachmaß und feststellte, dass die im Satz verbauten Schäfte mehr oder weniger zu Damenschäften verschnitten waren, was bei einem Spieler mit einstelligem Handicap, gelinde gesagt, zu Problemen führen kann. Aber das kann heute bei jeder Firma vorkommen, denn Fitting ist längst nicht mehr individueller Golfschlägerbau, sondern zum schnellen Geschäft von der Fitting-Stange verkommen.

Ob der neue SLDR Driver jedem Golfer ermöglicht, seine gewünschte Flugkurve zu finden, wie das Marketing behauptet, wage ich ebenfalls zu bezweifeln, aber auch das gilt für alle Marken-Firmen. Die Flugkurven erzeugte man ursprünglich durch spielerische Fähigkeiten, die heutzutage nicht mal mehr die Pros beherrschen. Ob das allgemeine Gehacke, anstatt Golfstunden zu nehmen, durch Nachjustieren der Stellschrauben verbessert werden kann, wage ich zu bezweifeln. Aber versucht es, Leute!

Wer in der Lage ist, den Taylor Made SLDR Driver mit einer gewissen Geschwindigkeit square an den Ball zu bringen, wird unglaublich lange und gerade Abschläge überzeugen können. Daran hege ich keinen Zweifel und nachdem mir gestern ein Spieler mit Handicap 54 gezeigt hat, wie weit der 3. Schlag vom Tee fliegen kann - wenn man den Ball trifft - ist auch der SLDR Driver dank der hohen Fehlerverzeihung zweifelsfrei für Golfer aller Spielstärken geeignet.

Die Fakten:

  • Der Taylor Made SLDR Driver wird inkl. Original Schlägerkopfhaube und Schlüssel zur Schlägerkopfkonfiguration geliefert.
  • Schlägerkopfvolumen: 460 ccm
  • Länge: 45,5 inch (Herren), 45 inch (Damen)
  • Griff: GolfPride Tour Velvet 54 Gramm
  • Schaft: Fujikura Speeder 57. Regular-Flex: 55 Gramm, Stiff-Flex: 58 Gramm, X-Stiff Flex: 61 Gramm

Siehe auch:

LOFT UP OR BE LEFT BEHIND

YouTube: Introducing SLDR

Zum Kommentar von Michael Welwarsky

Ihr  /Euer

Eugen Pletsch

 

© by Eugen Pletsch, Sponsored Post by Adidas

 

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