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Herzlich willkommen auf Cybergolf.de!
Seit fast fünfzehn Jahren ist das Golfportal CYBERGOLF.de eine beliebte Anlaufstelle in der Golfszene. Als online-Golfmagazin informiert Cybergolf über alle möglichen Themen rund um den Golfsport, als da wären der Golfschwung, Golfunterricht, Golftechnik, Golfvideos, Mentalgolf, Putter, Yips, Platzreife-, und Golfkurse, Golf-Schnupperkurse, Golftraining und Golflehrer, neue Golfschläger, Golfshops, aber auch über Golfhotels, Wellness- und Golfreisen.
Lange Zeit war Cybergolf.de eine der größten manuell gepflegten Golf-Links-Sammlungen in Deutschland. Mit den Suchmaschinen schien die Idee der Golflinks-Sammlung überholt. Seit die Suchmaschinen jedoch immer Fake-Seiten anzeigen, macht eine seriöse Link-Sammlung durchaus wieder Sinn. Auf unseren Golf-LINKS stellen wir nur ausgewählte Adressen zu verschiedenen Themenbereichen auf jeweils einer Seite vor. Ein Eintrag ist für nichtgewerbliche Seiten bei Gegenlink kostenlos.

Als Golfautor (im KOSMOS-Verlag, Stuttgart) schreibe ich eine (meist) satirische Kolumne, "Notizen von Eugen Pletsch", die auf GOLFGAGA zu finden ist. Das ist kein Golf-Blog im klassischen Sinn, denn die Seite ist nicht mehr interaktiv. Einfacher Grund: Es war mir einfach nicht mehr möglich, angemessen auf die Zuschriften einzugehen. Aber alle Eure Leserbriefe und Kommentare sind herzlich willkommen.

CYBERGOLFNEWS entstand eher aus Faulheit. Ich wollte mir die verschiedenen Meldungen aus dem Golfsport, wie der EPD Tour, der European Tour, der USPGA, der LPGA, sowie der Golfforen, Golfblogs und Golfnachrichten nicht ständig zusammensuchen müssen. Also habe ich meine Quellen auf einer Website zusammengefasst. Die breite Spalte links besteht aus Pressemeldungen und Nachrichten der Golfagenturen und anderer Golf-Medien, die wir für unsere Kunden ins Netz einspeisen. Diese Dienste können zu moderaten Preisen gebucht werden.

GOLFPLAZA stellt hochwertige Angebote aus den Bereichen Golf, Gesundheit, Wellness und Reisen ins Netz. Eigentlich ist fast nichts dabei, was ich nicht selbst getestet hätte oder zuverlässige Quellen diese Angebote als korrekt bezeichnen. Garantien gibt es natürlich keine.

In den vier Cybergolf-Archiven haben wir teilweise schon ältere Texte verschiedener Autoren gesammelt, sowie eine Sammlung meist geschmackloser, sexistischer und politisch vollkommen unkorrekter Golfwitze, meistens in englischer Sprache.
Cybergolf - die andere Golfseite ist humorvoll, kritisch und unabhängig und ich werde alles dafür tun, dass das so bleibt.
Cybergolf.de begreifen wir als ein Projekt der Golf-Community. Eure / Ihre Link-Vorschläge, Text-Beiträge und Anregungen sind herzlich willkommen.

Viel Spaß auf Cybergolf.de

Eugen Pletsch

Auf Cybergolf werben:
Cybergolf bietet ausgesprochen preiswerte Möglichkeiten, eine Golfszene zu erreichen, die meist kein Interesse mehr hat, in PR-lastigen Golfzeitschriften zu blättern. Interessierte Werbepartner erhalten unsere Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , bzw. können mich zu einem Vorabgespräch telefonisch unter 06403-7743497 erreichen (Ideal: 10-13 Uhr).

Hinweis: Auf Cybergolf.de schalten wir keine Werbung für Produkte oder Dienste, die ich nicht selbst nutzen würde. Das gilt auch für aggressive Pop-Ups sowie alles, was meine Gäste und mich sonst noch an Werbeformen nervt.

Crashkurs Golf

Crashkurs aktueller Golfbegriffe

Fachbegriffe des Golfspiels finden Sie in fast jedem Golfglossar. Trotzdem denke ich, es könnte ganz sinnvoll sein, wenn ich meine eigene Interpretation bekannter Begriffe rund um den Golfsport vorstelle, denn Termini zu definieren, ist die Basis von Verständnis in einer Welt der Fehlkommunikation.

Heute angesagt: Adam Scott, Alex Cejka, Alvaro Quiros, Bernd Ritthammer, Bubba Watson, Charl Schwartzel, Darren Clarke, Dustin Johnson, Edoardo Molinari, Ernie Els, Florian Fritsch, Francesco Molinari, Fred Couples, Gary Player, Graeme McDowell, Ian Poulter, Justin Rose, K.J. Choi, Lee Westwood, Louis Oosthuizen, Luke Donald, Marcel Siem, Martin Kaymer, Matteo Manassero, Matt Kuchar, Miguel Angel Jiménez, Nick Watney, Padraig Harrington, Paul Casey, Peter Hanson, Phil Mickelson, Retief Goosen, Robert Karlsson, Rory McIlroy, Sergio Garcia, Steve Stricker, John Daly, Thomas Aiken, Thomas Björn, Tiger Woods, Webb Simpson und andere.

Zu meiner Zeit waren das eher Bernhard Langer, Ian Woosnam, Sandy Lyle, Seve Ballesteros, Jose Maria Olazabal, Nick Faldo und Greg Norman. Unvergesslich sind mir Begegenungen mit Moe Norman, Tom Watson, Sam Torrance und Mark Roe, mit Gentlemen wie Gary Orr und Marc McNulty oder einem Kotzbrocken wie Gordon Brand jr. Auch die Großen des Golfsports - Arnold Palmer, Jack Nicklaus, Gary Player und Lee Trevino - habe ich bei der OPEN noch life erleben dürfen. Kurz gesagt: Ich bin so alt wie Methusalem, weshalb meine vielleicht etwas eigensinnigen Defintionen aktueller Golfbegriffe auf einer langjährigen Erfahrung basieren. Also los:

Golfplätze, in alten Zeiten zwischen den Dünen am Meer von Gott selbst gebaut, sind heutzutage künstliche, die Umwelt schädigende Freiluftanlagen, auf denen Golfsüchtige wie BSE-kranke Rinder im Kreis laufen. Der Golfplatz ist die Spielfläche des Geschehens, sozusagen der Ort des Verbrechens und fast jeder, der dort zum Täter wurde, hat den unwiderstehlichen Drang dahin zurückzukehren.

Golfarchitekten (vgl. deSade) erhalten viel Geld dafür, dass sie Plätze bauen, auf denen sie selbst nicht spielen könnten. Golfplatzbewertungen sind Ansichtssache. Das reicht von kinderleicht über fies bis sauschwer.

Eine Golfanlage ist ähnlich der Geldanlage meist ein großer Irrtum mit katastrophalen Folgen, denn Golfanlagen, geplant als Orte der Entspannung, führen meist zur Verspannung, weil sich das Golfspiel auf der Anlage als zu schwierig herausstellt oder zu langsam gespielt wird oder der Golfclub die Golfanlage nicht mehr finanzieren kann.

Entdecken mehrere Golfer ein einsames Stück Land oder Brache, gründen sie einen Golfclub oder Golfverein. Diese haben, ähnlich den Hasenzuchtvereinen, die Zielsetzung, rassige Häschen mit starken Rammlern zu paaren, um diese bei Zuchtleistungsschauen (Offene Golfwochen) zu präsentieren. Diese Golfclubs, bei den feinen Hanseaten auch Golfklubs mit k genannt, sind im Gegensatz zum gut organisierten Verbrechen meist schlecht organisiert, was damit zusammenhängt, dass der Clubvorstand in Machtkämpfe verwickelt ist, der Clubmanager seine Profilneurose pflegt, die Sekretärin einen Weinkrampf hat und die ehrenamtlichen Clubmitglieder die Schnauze voll haben.
In Golfclubs bilden sich häufig Gruppierungen wie die Hard Core Golfer (Golfjunkies), die Geltungssüchtigen (S-Klasse Golfer), die Arbeitsgemeinschaft Steuerhinterziehung und Cliquen wohlstands-verwahrloster Witwen und halbseidener „Geschäftsleute“.

Wer es auf der Clubterrasse nicht mehr aushält, macht einen Golfurlaub. Man könnte sagen: Die gesamte Kaufkraft, die nicht von zwei Kriegen, Investment Bankern, der Osterweiterung oder der Eurokrise vernichtet wurde, kann in kürzester Zeit auf Golfreisen verjubelt werden. Wir unterscheiden die pekuniäre Golfreise (Devisen ins Ausland bringen oder holen) von der fiskalischen Golfreise (längerer Auslandsaufenthalt, um einen ausländischen Steuersitz zu rechtfertigen), die Junggesellenfahrt oder Singlereise (mit hohem Infektionsrisiko) sowie die Kreuzfahrten zu Eheanbahnung bzw. Abwicklung via „Mann über Bord“. Berüchtigt sind „wohlhabende Ehepaare“ mit hohem Assi- und Meckerfaktor sowie die „Geschäftsreisende mit Fräulein Tochter“ im gemeinsamen Gemach.
Der Golfurlaub erfordert Nerven, denn man wird nicht nur mit wildfremden Menschen bei Golfturnieren, Abendessen oder Feiern zusammensitzen müssen, sondern, wenn man Pech hat, auch mit Berlinern oder Österreichern. Im Golfurlaub muss man zeigen, was man hat, erzählen, wo man schon war und Golfen muss man auch noch. Kurz gesagt: Nur Stress!

Golfreisen im Sonderangebot sind Reisen und Kreuzfahrten mit Berlinern, Österreichern und mürrischen Ehepaaren mit dem Ziel, sich so auf die Nerven zu gehen, dass man nach einer Woche richtig zu schätzen weiß, wie gut man es zu Hause hat. Golfferien hat man, wenn man die Schläger in den Teich wirft und ein paar Wochen nicht nachtaucht.

Ein Golfhotel ist meist in lauschiger Atmosphäre inmitten eines Golfplatzes gelegen. Die Pracht vieler Golfhotels wird nur noch von dem Preis übertroffen, der für eine Flasche Mineralwasser verlangt wird. Golfhotels bieten das professionelle Ambiente für harte Arbeitssitzungen mit einer „Assistentin“ oder für den entspannten Urlaub mit den falschen Freunden.

Golfresorts sind größere Anlagen mit mehreren Hotels und Golfplätzen, die eine Menge Einkaufsmöglichkeiten, Bars, Restaurants und natürlich auch Golfkurse bieten. Auch die lieben Kleinen werden in Golfschulen angeleitet oder von Animateuren unterhalten, so dass die Eltern in Ruhe auf dem Golfplatz spielen können. Dort fangen Vater und Mutter wieder zu streiten an, worauf sich der Vater an der Bar im Clubhaus zuschüttet, Mutter Migräne bekommt und sich die Kleinen in der Spielburg verstecken, bis Mutter vor Angst einen Weinkrampf bekommt und der Animateur gefeuert wird (Vater merkt nichts mehr, weil zu blau).
Golfpartner sind:
a) Freunde, die gerne zusammen spielen
b) Leute, die sich nicht leiden können, aber zusammenspielen müssen
c) Liebespaare oder Ehepaare, die auch zusammen Golf spielen, was sie mal besser sein lassen sollten, weil das nur Ärger gibt

Golfkontakte sind meist tiefe zwischenmenschliche Begegnungen im Umfeld der Selbsterfahrungsgruppe „Golfturnier“. Man hat zusammen gelebt und gelitten, vielleicht Momente der Größe ausgekostet, weshalb Golfkontakte meist tiefere Verbindungen schaffen als Ehe oder Partnerschaft. Zu einem Golfkontakt wird man telefonisch sofort durchgestellt, man ist per „du“ und die Beziehung hält meist ein Leben lang, es sei denn, man beschließt einander zu heiraten.

Die Golfetikette ist der Versuch, Vandalen und Banausen zu vermitteln, wie zivilisierte Menschen auf dem Golfplatz miteinander umgehen sollten. Details dazu finden Sie in einem Golffachbuch, worin Golfbegriffe meist auf langweilige und unverständliche Weise erklärt werden, weshalb ich lebendigen, bildhaften Beschreibungen den Vorzug gebe.

Golfschulen unterscheiden sich von Delphinschulen insofern NICHT, als beide von ihren Jägern als „Frischfleisch“ angesehen werden, das es zu Schlachten gilt. Dabei geht der japanische Fischer, der seinen Fisch noch verkaufen oder essen will, meist sensibler vor als mancher Golflehrer, der mit seinem Kurs nur Reibach macht.

Das Golfspiel selbst ist eine der schwierigsten Sportarten überhaupt. Übung und Spiel ist sehr zeitintensiv und fordern den ganzen Menschen, worauf sich nicht jeder einlassen kann / will / möchte. Um die eigene spielerische Unfähigkeit vor einer Gruppe  zu demonstrieren, bucht man Golfkurse in einer Golfakademie, um festzustellen, dass man hinterher auch nicht viel mehr kann.
Deshalb gilt die Golfakademie als eine gehobene Form der Piraterie unter hilflosen Frauen und von Selbstzweifel zermürbten Männern, die an keinen Gott mehr glauben, aber an das, was ein Golflehrer sagt – und das ist mindestens so absurd, wie das Meiste, was in der Bibel steht.

Golfer werden mit der Unterstellung diskreditiert, sie hätten keinen Sex mehr, was Golferinnen häufig bestätigen. Wer es jedoch als Golfspieler ernst meint, dem kann das egal sein, weil er für den Rest seines Lebens mit seinen Selbstzweifeln genug zu tun hat.
 
Golfgeschäfte sind
a) Fachgeschäfte, die mit Golfartikeln handeln oder
b) fiskalisch meist anrüchige Vereinbarungen unter Golfpartnern oder
c) die auf Golfrunden beschlossene illegale Vereinbarung zur Kartellbildung oder zu Bildung krimineller Vereinigungen.

Personalentscheidungen, Fusionen, Änderungen der Staatsform oder Revolutionen werden meist auf Golfplätzen beschlossen. Die niedere Form des Golfgeschäftes ist die übliche Vorteilsannahme oder aktive und passive Bestechungsmethoden von Firmeninhabern, Marketingleitern, Sportlern und „VIPs“ durch „Sponsoren“.  

Das Golf-Fachgeschäft wird auch Golfshop genannt und ist eine Verkaufsfläche, auf der Golfartikel angeboten werden. Wir unterscheiden den virtuellen Golfshop im Internet, den Proshop im Golfclub und den Fachhändler oder Golfdiscouter auf der grünen Wiese. Alle Golfshops leben von dem Irrglauben ihrer Kunden, dass neue Schläger das Golfspiel verbessern könnten.
Diese Golfshops verkaufen ihre Produkte im Internet über Golfauktionen. Die Golfauktion, also die Versteigerung von Golfartikeln, ist der Sinn einer Golfbörse, an der jedoch keine Golfaktien gehandelt werden, sondern Golfgeschenke wie Krüge, Videos, Golfbücher, Erinnerungen und Reliquien aus der guten alten Zeit des Golfsports. Einfaches Golfzubehör, wie Golfhandtücher, Ballmarker, Pitchgabeln, Holztees, Kunststofftees und andere Golfprodukte sind Golfartikel, die es auch in jedem Proshop oder Golfshop gibt. Da liegen häufig auch Golfzeitschriften rum.

Deutschsprachige Golfzeitschriften sind meist Anzeigenmagazine mit redaktionell aufgepeppten PR-Beiträgen auf Glanzpapier. Zielgruppen: Neugolfer, die sich „informieren“, Nichtgolfer, die dazugehören möchten und Altgolfer, die vergessen haben, ihr Abonnement zu kündigen. Redaktionelle Gschaft´lhubereien, Spetzl´n-Wirtschaft und Bartergeschäfte sind Geschäftsgrundlage einer Golfzeitschrift.
Golfautoren schreiben gerne über das Thema Golfcoaching und Mentalgolf. Dafür dürfen sie den Kurs des Veranstalters gratis besuchen. Sie beschreiben aber nicht, wie der Golfcoach seine Kunden verlädt, sondern sie verladen den Golfcoach, indem sie ihm vormachen, dass ein Artikel über Golfcoaching dafür sorgen würde, dass jede Menge Bekloppte anrufen, die den Golfcoach mit Geld zuschütten würden.
Der Golfautor glaubt wiederum, dass ihm das Golfcoaching persönlich etwas bringen kann. Danach läuft er los und spielt sein nächstes Golfturnier, bei dem er seine neue Golfausrüstung zeigt. Wenn er viele Golfturniere spielt, entstehen viele Bilder, die in den Golfzeitungen veröffentlicht werden, auf denen auch er zu sehen ist. Deshalb glaubt der Golfautor irgendwann, er wäre auch prominent. Dann dreht er durch und fängt an, ein Buch über Mental-Golf zu schreiben oder beginnt, Golfvideos zu drehen.
Ein Golfvideo ist wie ein Golfbuch auf Rädern. In Golfbüchern kann man alles Mögliche erzählen, solange es jemand glaubt und dafür zahlt. Diese Haltung nennt man zynisch und sie bleibt nicht aus, wenn man lange genug im Golfgeschäft ist. Golfzynismus ist etwas anderes als Golfwitze erzählen.
Die gesamte Golfcommunity oder Golfszene besteht Gruppen unterschiedlicher Interessen, die meist keine Ahnung davon haben, dass die anderen Gruppierungen überhaupt existieren. Wir unterscheiden die offiziellen Vertreter des Golfsports, als da wären
a.) Golfsportfunktionäre, Golf-Verbände und Golf-Vereine, die geistig anderen Vereinen, wie den Kaninchen- und Taubenzuchtvereinen, sehr ähnlich sind
b) die Golfindustrie und ihre Vertreter, die die Welt des Golfsports meist aus der Tunnelperspektive des Gewinnzuwachses betrachtet und seltener aus der Perspektive des Zahlungsausgleiches
c) die Golfwelt der Prominenten, VIP-Golfer und „Adabeis“
d) die Wohlstands-, Luxus,- oder Steueroasengolfer
e) den gemeinen Clubgolfer, auch Zechezahler genannt
f) den clubfreien Golfer, auch Hartz IV-, Aldi,- oder Grau-Golfer genannt und schließlich
g) die Cross-Golfer oder X-Golfer. Das sind meist berufsjugendliche Eventveranstalter, die ihre Platzreife nicht geschafft haben und deshalb auf alles schießen, was sich nicht trinken lässt.

In den Internet-Golfforen treffen verschüchterte Anfänger und Suchende auf Nörgel-Golfer, Stinkstiefel-Golfer, Besserwisser-Golfer und andere Schlauberger, um von ihnen verbissen, vertrieben oder zerpflückt werden. Und Anlageberater gibt es dort auch.

Wesen und Wirken des Golfspiels

Wesen und Wirken des Golfspiels

Golf ist ein Zielspiel. Der Golfball wird mit einem Schläger zu einem Ziel geschlagen. Dabei fliegt der Ball nicht immer so, wie er sollte. Dennoch locken ätherische Glücksgefühle, da selbst dem Anfänger bisweilen Zauberschläge gelingen. Golfspieler darf sich jedoch erst der nennen, der die Wiederholbarkeit eines Schlages in die gewünschte Richtung mehrfach unter Beweis gestellt hat.

Anfangs versuchen die Adepten des Golfweges den komplexen motorischen Ablauf des Golfschwungs zu verinnerlichen. In dieser Zeit fliegt der Ball selten und in der Regel nicht zur gewünschten Stelle hin. Aber bereits ein Zufallstreffer genügt, und die Seele jubelt in stolzer Herrlichkeit. Leider ist der Ritt auf dem schäumenden Wellenkamm des Glücks meist nur von kurzer Dauer. Bereits der nächste Schlag katapultiert den Spieler unerbittlich in einen Abgrund der Verzweiflung. Deshalb meinen nicht nur Philosophen, Golf erziehe zur Demut.
 
Mit der Zeit synchronisieren sich die jeweiligen Schwungfehler zu einer Art Golfschwung. Gelingt es schließlich, den Ball häufiger zu treffen, melden sich prompt die wirren Stimmen des Geistes, und das Spiel wird zu einer Frage der Nervenkraft. Spätestens dann reift die Erkenntnis, dass Golf „zwischen den Ohren“ gespielt wird.
 
Wer auch diese Hürden nimmt, begreift schließlich, dass Golf ein Strategiespiel ist. Es gilt, den Finten der Golfplatzarchitekten mit Mut, Glück und Geschick auszuweichen, um die 18 Bahnen auf dem großen, grünen Freilandschachbrett mit möglichst wenigen Zügen zu meistern. Vielfältige Unwägbarkeiten der Natur sorgen für zusätzliche Spannung. Die Chance des Scheiterns ist entsprechend groß, sich zu ärgern noch größer. Wer dennoch bereit ist, „den Ball zu spielen, wie er liegt“, bekommt eine Ahnung dessen, was die alten Schotten den „Spirit of the Game“ nannten.
 
Golf erfordert Konzentration, jedoch keine verkrampften Egomanen. Eine von Respekt geprägte Wahrnehmung der Mitspieler, der Etikette sowie das Schnuppern der „Blumen am Wegesrand“ sind essenzielle Bestandteile des Spiels. Wem die Golfgötter einen perfekten Treffer gewähren, der erfährt höchste Wonnen. Doch nur selten ist uns mehr als ein solcher Schlag pro Runde vergönnt. Auch tausendfach geübte Schläge werden immer wieder misslingen. Dann ist das Ergebnis zu akzeptieren. Mit dem Scheitern zu wachsen, daran geht kein Weg vorbei, wenn er weiter gehen soll.  
 
Golf braucht klare Gedanken und Entscheidungen. Die innere Unruhe des Spielers besänftigt sich im Ritual des „Ballansprechens“, das für Fortgeschrittene zum stillen Präzisionshandwerk wird: Rechts der Wald, links das Wasser, vor uns die Bahn. Wie liegt der Ball? Von welcher Stelle lässt sich das Grün optimal anspielen? Mit welchem Schlag, mit welchem Eisen und wohin genau?
Der Spieler nimmt den Stand ein, greift den Schläger und richtet sich auf das Ziel aus. Alle äußeren Einflüsse sind jetzt ausgeschaltet, Wenn und Aber vergessen. Aus der Ruhe fließt der Schwung, fliegt der Ball. In einer flüssigen Bewegung „geschieht“ der Schlag und manchmal ist es der richtige.  

Golf „passiert“, wenn unser Wünschen und Wollen verebbt. Wer sich zurücknimmt und seinem Schwung vertraut, kann zulassen. Daraus erwächst echtes Selbstvertrauen und indem wir lernen unserem Selbst zu vertrauen, entstehen in uns die richtigen Fragen des wahren Lebens: Wer bin ich, warum stehe ich hier und was ist mein Ziel?
 
Wird ein Schlag ganz im JETZT gespielt, wird das Golfspiel ein Torweg zur Erfahrung des Seins. Sind wir da angekommen, erfahren wir sein wahres Wesen. Dann ist das Fairway unser Weg, das Grün unser Ziel und Golf kein Mythos mehr, sondern ein Zielspiel an der frischen Luft, welches der Bewegung dient und die Entspannung fördert.

Eugen Pletsch

Das Handicap

von Eugen Pletsch

Während das Handicap in anderen Ländern nur eine grobe Richtschnur der Vergleichbarkeit darstellt, wird hierzulande auf die Ziffer nach dem Komma so viel Wert gelegt, wie auf einen akademischen Titel: Jo Grützkopf – Handicap 52,7!

Ein Handicap (HCP), auch „Vorgabe“ genannt, dokumentiert Ihre bisher erspielte Bestleistung, die sich auf den Platz-Standard bezieht. Der Platzstandard (Par eines Platzes) wird durch die Zahl der Schläge definiert, die ein von den Göttern gesalbter Handicap-Null Spieler, auch Scratch-Golfer* genannt, für eine 18-Loch Runde benötigt. Meist hat ein Platz ein Par von 70 – 72.
Beispiel: Wer die 18 Bahnen eines Platzes mit durchschnittlich zwei Schlägen über Par spielt, liegt am Ende 36 Schläge über dem Platzstandard und hätte ein Handicap von 36. Wenn Sie Ihre Runde bei einem Platzstandard von Par 70 mit 85 Schlägen absolvieren, spielen Sie ein Handicap 15. Verstanden?

Durch diese Handicap-Regelung können sich also Spieler verschiedener Spielklassen im Wettkampf miteinander vergleichen. Wenn Sie mit einem Handicap 12 und einem Handicap 8 Spieler auf einem Par 70-Platz unterwegs sind und Sie selbst Handicap 28 spielen, kann Folgendes passieren: Handicap 8 braucht 80 Schläge, überspielt also um 2 Schläge. Handicap 12 spielt sein Handicap, braucht also 82 Schläge. Sie brauchen 95 Schläge und haben Ihre Vorgabe somit um drei Schläge unterspielt. Brutto – also von der effektiven Schlagzahl betrachtet – ist der Handicap 8-Spieler die Nr.1. Aber netto – im Vergleich der Leistungsgruppen – haben Sie das beste Ergebnis. Gratulation!

Das Handicap-System wurde von einem alten Knaben namens Lionel Callaway entwickelt, der als Pro in Pinehurst ständig den Streit trunkener Zocker schlichten musste. Die faire Festlegung des Handicaps sollte zu einer Chancengleichheit verschiedener Spieler führen.

In Deutschland wurde die Vorgabe vor einiger Zeit von 36 auf 54 erhöht. 2001 wurden dann Course Rating und Slope-Wert als neue Kriterien eingeführt, um den Schwierigkeitsgrad eines Golfplatzes erfassen. Ziel war, die Handicaps der Spieler verschiedener Clubs fairer vergleichen zu können, was aber leider nicht vom Mogeln abhält. Ein gutes Handicap gilt in gewissen Kreisen als Status-Symbol und hat schon manchen schwachen Charakter zu Dummheiten verführt. Manche Spieler, die versuchen, ihr Handicap um jeden Preis nach unten zu zwingen, schämen sich nicht, ihre Mitspieler zu betrügen. Andere, sogenannte Handicapschoner, treten bei Turnieren mit zu hohem Handicap an, um Preise abzuräumen. Dass man sich dabei auf Dauer nur blamieren kann, egal ob man beim Zocken verliert oder beim Schummeln erwischt wird, scheint manchen Leuten egal zu sein.

Für die Vergleichbarkeit von Leistung mag das Handicap-System ganz hilfreich sein, und mit einem Vorgabeeintrag in Ihrem Clubausweis wären Sie (gegen Gebühr) berechtigt, in anderen Golfclubs zu spielen, sofern der Platz nicht überlastet ist oder andere Einschränkungen gelten. Aber solange Sie niemanden gefährden und ein flottes Golf spielen, geht es auch ohne Super-Handicap, zumal Platzerlaubnis, Turnierreife und Vorgabe die Qualifikation eines Spielers sowieso nicht wirklich beschreiben, wie man allerorten sieht.

Es gibt durchaus vernünftige Zeitgenossen, die eher in einem Ameisenhaufen schlafen würden, als sich um ein besseres Handicap zu bemühen. Sie ziehen an nieseligen Novembertagen selig ihre Karre durch den Schlamm und finden auffallend viele Bälle. Sie treten wohlwollend zur Seite, wenn sie meinen heißen Atem in ihrem Nacken spüren und helfen mir dann, im Wald nach meinem Ball zu suchen. Die angenehmsten Typen auf dem Platz. Gute Pilzkenner.

* Ein Golfprofi hat kein Handicap und muss grundsätzlich gegen den Platzstandard spielen, was gerade viele deutsche Golflehrer ins Schwitzen bringt.

Auszug aus: "Der Weg der weißen Kugel"

Und was meint WIKI zum Handicap?

Die Platzreife oder Platzerlaubnis

Um Turniere mitspielen zu können, brauchen Sie hierzulande die bereits mehrfach erwähnte „Platzerlaubnis“ in der ein Golflehrer oder Prüfer bescheinigt, dass Sie eine Mindestqualifikation besitzen, um sich angemessen auf dem Golfplatz zu bewegen, ohne sich und andere zu gefährden.

Kurse zur Erlangung einer Platzerlaubnis (PE)/Platzreife nach den Vorgaben des Deutschen Golfverbandes (DGV) werden mittlerweile von fast allen Golfclubs angeboten. Diese Idee ist an sich nicht schlecht, aber die Kurse sind von sehr unterschiedlicher Qualität und mancher, der seinen Golfführerschein „bestanden“ hat, unterliegt dann dem fatalen Irrtum, jetzt Golf spielen zu können. Dabei ist diese Platzreife/Platzerlaubnis (PE) nur eine Art „Grundausbildung“, wie das Wolfgang Hollinger von Easy Golf nennt, um das Spiel auf dem Platz kennenzulernen, bis man sich das international anerkannte Handicap 36 erspielt hat.
Den Richtlinien der offiziellen DGV-Platzreife „haben sich nahezu alle deutschen Clubs als Qualitätsstandard verpflichtet und akzeptieren diese DGV-PE auch bei der Aufnahme neuer Mitglieder. Allerdings hat jeder Golfclub sein eigenes „Hausrecht“ und entscheidet selbst, wer auf der Anlage spielen darf und wer nicht. Selbst als offizielles Mitglied eines Golfclubs hat man nicht das Recht auf jedem anderem Golfplatz der Welt spielen zu dürfen. Einzelne Golfplätze erlauben das Spielen nur Ihren eigenen Mitgliedern. Die meisten Golfanlagen in Urlaubsgebieten begrenzen die Spielmöglichkeit auf ein bestimmtes Spielniveau (HCP 36/28) oder erlauben schwächeren Spielern die Benutzung der Anlage nur zu bestimmten schlecht frequentierten Zeiten. Deshalb sollte man sich immer vorher in dem Golfclub seiner Wahl über die dortigen Bestimmungen erkundigen. Viele Golfclubs in Deutschland erlauben das Spielen nur mit der DGV-Platzerlaubnis. Sehr viel einfacher wird es aber mit einer entsprechenden Clubmitgliedschaft, die man ja auch zur Dokumentation seines Spielniveaus benötigt.“*
Beim „Golfführerschein“ müssen Sie einen theoretischen und einen  praktischen Teil absolvieren, was herrliche Prüfungsängste auslöst und dafür sorgt, dass Bücher über mentales Golftraining Renner bleiben. Gottlob gibt es für nervenschwache Manager immer noch die Bakschisch-Option, mit der man auch auf den Platz kommt, ohne sich dem ganzen Stress auszusetzen, denn für Persönlichkeiten auf Führungsebene ist ein Schnupperkurs mit ganz normalen Steuerzahlern einfach nicht zumutbar – schon aus zeitlichen Gründen. In dem Fall steigt man zum Beispiel als Turniersponsor ganz oben ein und darf dann sofort auf den Platz. Während man von seinem neuen Kumpel, dem Clubpräsidenten, lernt, wie man mit dem Buggy über das Vorgrün brettert, ist man sozusagen schon dabei … aber lassen wir das, sonst rege ich mich nur auf… .

Wenn Sie also die »Etikette« beherrschen und irgendwann vom Üben so verzweifelt und verwirrt sind, dass Sie schier platzen könnten, dann erteilt Ihnen Ihr Golflehrer nach entsprechender Prüfung die »Platzreife«. Jetzt können Sie Ihr Handicap bei vorgabewirksamen Turnieren verbessern. Clubfreie müssen versuchen, bei offenen Turnieren mitzuspielen, die von Ihrem Verein, aber auch von modernen, offenen Clubs veranstaltet werden. Sinnvollerweise rufen Sie in dem betreffenden Club an und fragen nach. In manchen Clubs können Sie am Wochenende nur in Begleitung eines Mitgliedes spielen. Seltener wird in Deutschland eine Mindestvorgabe erwartet (zum Beispiel 28 für Herren), da diese für einen fast leeren Platz sorgen würde.

Klingt alles schrecklich kompliziert? Ist es auch. Aber spätestens wenn Ihnen irgendein Dödel seinen Ball dahin schießt, wo es richtig weh tut, werden Sie mir glauben, dass Golf nur dann Spaß macht, wenn Sie und Ihre Mitspieler ein Mindestmaß an Spielfähigkeit besitzen.

 *Quellenangabe: Wolfgang Hollinger www.golf-easy.de

Und WIKI meint dazu....

Die Etikette

Auszug aus "Der Weg der weißen Kugel" von Eugen Pletsch

Nicht ohne Grund widmet sich Ihr Regelbuch ausführlich dem, was im Golfspiel offiziell als „Etikette“ definiert wird. Die Etikette regelt Sicherheit und Rücksichtnahme, sowie Fragen der Spielreihenfolge auf dem Platz.

Je mehr Sie über die Etikette und die Golfregeln wissen, umso besser werden Sie sich im Stress der ersten Turniere behaupten können. Sie haben eine Menge Rechte, die Ihnen in einem Turnier sehr helfen können, sofern Sie diese Rechte kennen. Aber selbst wenn Sie Regeln gut kennen, ist es immer noch eine Frage der Praxis, herauszufinden, welcher Begriff bzw. welche Regel im speziellen Fall zur Anwendung kommt. Also versäumen Sie keine »Regelabende« in Ihrem Club, wo diese Zusammenhänge (hoffentlich) praxisnah erklärt werden. Dann bauen Sie auch nicht so viel Bockmist. Lesen Sie auch öfter in Ihrem Regelbuch!

Worauf wäre zu achten? Fangen wir beim Training an: Auf dem Putting Grün spielen Sie nur mit eigenen Bällen. Chippen Sie nur dann auf das Putting-Grün, wenn es ausdrücklich gestattet ist (den Pro fragen) und auf keinen Fall dürfen Sie hier pitchen!

Für die hohen Annäherungsschläge habe die meisten Clubs ein Pitching-Grün. Auf dem simuliert man die Spielsituation, den Ball von außerhalb des Grüns möglichst nahe an die Fahne zu spielen. Meist gehört ein Übungsbunker dazu, in dem die Sandschläge trainieren werden. Die Bunker am Übungsgrün (und natürlich auch auf dem Platz) werden nach Gebrauch glatt gerecht.
Beim Pitchen und bei Bunkerschlägen stellt man sich nicht gegenüber auf, sondern seitlich zu den anderen Übenden! Ihr nett gemeinter Versuch höfliche Distanz zu wahren, indem Sie sich gegenüber platzieren, führt nämlich oft dazu, dass Ihr Gegenüber nicht mehr durchschwingt, sondern zu toppen beginnt und was schnell gefährlich werden kann.

Weder auf der Range noch auf dem Platz schlagen Sie nach dem Ball, wenn Sie jemanden treffen könnten (Verursacherprinzip in der Rechtsprechung!). Wenn jemand »Fore« brüllt, heißt das: »Deckung!«

Also los, jetzt geht es auf den Platz. Haben Sie eine Startzeit? Es gibt Clubs, die alle acht Minuten Vierergruppen ins Verderben schicken und andere, auf denen man ohne Startzeit loslegen kann, wenn der 1. Abschlag frei ist. Informieren Sie sich!
Bevor Sie zum Abschlag gehen, sollten Sie Ihre Tees, eine Pitchgabel und den Ballmarker in der Hosentasche spüren, oder gedenken Sie, die erst aus dem Bag zu fummeln, während ich meinen Rückschwung einleite? Und noch ein Hinweis, damit wir Freunde bleiben: Bitte kein Kleingeld in die Hosentasche und falls Ihr Ballmarker und Ihre Pitchgabel aus Metall sind, dann heben Sie die bitte in getrennten Taschen auf, denn dieses Geklimper nervt!

Übungsschwünge auf den Abschlägen sind generell nicht erwünscht! Dazu stellen Sie sich seitlich oder hinter dem Abschlag auf. Ein Probeschwung hat nichts mit Ihrer Pre-Shot-Routine zu tun, die Sie sehr wohl auf dem Tee durchführen dürfen. Ansonsten bitte am Abschlag die Klappe halten, nachdem Sie allen ein gutes Spiel gewünscht haben.

Generell sollten Sie keine Schläge Ihrer Mitspieler kommentieren. Wenn ein guter Spieler 240 Meter links in den Wald gehookt hat und vor Wut platzen könnte, dann will er kein nett gemeintes Lob wie »Klasse Schlag« oder »Mordsschuss« von Ihnen hören, nur weil Sie erstaunt sind, dass ein Ball weiter als 100 Meter fliegen kann.

Wenn Ihr Schlag einen vollkommen anderen Flugverlauf nimmt, der –  für Sie nicht einsehbar – andere Spieler gefährden könnte, dann nuscheln Sie nicht rum, sondern brüllen Sie laut »Fore«. Fooohhrr!!! Wenn ein Mitspieler starr vor Schreck ist, weil er zum ersten Mal in seinem Leben vom Tee den Ball richtig getroffen hat, und der sich auf den Weg macht, die Gruppe, die hundert Meter vor Ihnen spielt, zu zermalmen, dann brüllen Sie für ihn laut Fooohhrr! Das ist keine Schande. Eine Schande ist es nur, wenn Sie nicht brüllen!
Divots, also die Grasbutzen, die beim Schlagen nach dem Ball entstehen und manchmal weiter als Ihr Ball fliegen, legen Sie bitte wieder zurück, die Erdseite nach unten und treten Sie fest. Das gilt übrigens auch für Senioren!
Man fährt nicht mit dem Trolley über das Vorgrün oder Grün, und es werden darauf auch keine Taschen abgelegt. Bitte stellen Sie Ihre Golftasche in Richtung zum nächsten Abschlag ab. Sie haben genug Zeit dafür, auch wenn Sie im Grünbunker liegen. Es gibt tatsächlich immer wieder Trottel, die, nachdem das Loch beendet wurde, zurücklaufen müssen, um ihre Karre zu holen. Spikemarken, kleine Löcher im Rasen, die entstehen, wenn Sie mit dem Spike im Gras hängen bleiben, werden mit dem Putter festgedrückt (was auf Ihrer Puttlinie während eines Turniers nicht gestattet ist – nur Pitchmarken dürfen repariert werden!).
Pitchmarken (Balleinschlagslöcher), auch die von anderen, werden auf dem Grün grundsätzlich ausgebessert. Die Pitchgabel, die Sie in jedem Proshop bekommen, schieben Sie schräg von mehreren Seiten unter den Balleindruck, heben leicht an und lockern die Erde, bis der Eindruck flach ist. Dann drücken Sie die Erde wieder mit dem Putter fest. In manchen Clubs scheint die Vereins-Pitchgabel bei einem Auswärtsturnier verloren gegangen zu sein. Wenn zwei Turbocracks aus der 1. Mannschaft mal eben eine schnelle Runde spielen und das Grün hoch anpitchen, entstehen diese Pitchmarken. Aber die jungen Herren rechnen dann gerade aus, wer wem einen Euro schuldet, und da hat man dann so ein kleines Loch schnell aus dem Auge verloren. Diese Arbeit erledigt dann ein verängstigter VcG-Spieler, der die Grüns nachts gegen doppeltes Greenfee nach Schnecken absuchen darf.

Die Linie zwischen Ball und Loch, die sich aber auch über das Loch hinaus erstreckt, nennt man die Puttlinie. Dies ist nicht unbedingt die gerade Verbindung der beiden, sondern die vermutlich zu spielende Linie. Bevor Sie auf dem Grün Ihren Ball aufheben, wird dieser mit einem Ballmarker oder einer Münze, die hinter den Ball gelegt und leicht festgedrückt wird, markiert. Achten Sie darauf, diese vermutlichen Putt-Linien nicht zu zertrampeln. Bitte nutzen Sie einen flachen Ballmarker oder eine helle, sichtbare Münze (z.B. 1 Euro). Die Fummelei an Ihrem Handschuh, um den Ballmarker-Knopf abzureißen, kostet Zeit und nervt.

Es ist auch nicht erwünscht, dass Sie beim Putten oder irgendeinem anderen Schlag Ihrer Mitspieler in deren Gesichtsfeld stehen, schnäuzen, nach einem Schlüssel kramen, mit dem Kleingeld klimpern, das Sie heute schon gewonnen haben, oder, während andere noch putten, in Startposition hinter dem Grün mit Ihrem Trolley rumzappeln, nur weil Sie zufällig zum Birdie eingelocht haben.

 (Meine Flightpartner haben sich mittlerweile angewöhnt, am Grün, seitlich außerhalb meines Blickwinkels, schweigend auf allen vieren mit dem Hintern zum Grün zu verharren, das Gesicht zu Boden. Wobei sie nicht den Atem anhalten dürfen, sondern leise durch die Nase atmen. Trotzdem kann eine Boeing auf 1000 Fuß oder das Geklapper von Schmetterlingsflügeln im benachbarten Tal bei mir zu erheblichen Störungen führen.)

Wenn Sie die Gelegenheit haben, mit sehr guten Spielern auf die Runde zu gehen, werden Sie erleben, mit welcher Ruhe und Konzentration gearbeitet wird. Zwischen den Schlägen wird auch mal gesprochen oder gescherzt, ansonsten überwiegt die konzentrierte Gelassenheit guter Handwerker, die mit einer Präzisionsarbeit befasst sind.

Abends gibt es kaum etwas Schöneres auf dem leeren Heimatplatz, als eine Übungsrunde mit drei Bällen zu spielen. Das setzt aber voraus, dass Sie einen Teichhuhnblick entwickeln, bei dem der Kopf vor jedem Schlag zurückdreht und schaut, ob der Bussard von hinten kommt. Meist träumt man bei diesen Trainingsrunden vor sich hin, bis sich hinten jemand nicht mehr halten kann und »Fore« brüllt. Jetzt wird es hektisch. Sie rennen los, um rasch Ihre Bälle, die auf 150 Meter verstreut liegen, aufzusammeln. Von wegen. Treten Sie zur Seite und winken Sie durch! Etikette auf dem Platz erwartet jeder immer vom anderen. Sie erwarten, vorne durchspielen zu können und sehen nicht, dass sich hinter ihnen alles staut.

Vor Turnieren zeigt fast jeder Nerven, auch viele fortgeschrittene Spieler sind davor nicht gefeit. Es wäre also schön, wenn Sie schon vor den offiziellen Turnieren eine gewisse Spielerfahrung sammeln könnten, indem Sie sich von einem anderen Spieler auf einer ruhigen Abendrunde nach Turnierbedingungen zählen lassen. (Andere sofort durchspielen lassen!)

In manchen Clubs nehmen erfahrene Spieler (Tiger) Neugolfer (Rabbits) unter ihre Fittiche. Ich meine nicht die angemeldete vorgabewirksame Privatrunde, sondern eine entspannte Runde, auf der Sie Verhalten und Etikette auf dem Platz lernen. Danach sollten Sie den armen Tiger, der bei Ihrem Hasenrennen stundenlang gute Miene zu Ihrem bösen Spiel gemacht hat, zu Kaffee und Kuchen einladen.

Wenn alle Ihre Bälle ständig weg sind, sollten Sie begreifen, dass Ihr Pro Sie zu früh auf den Platz gelassen hat. In dem Fall üben Sie noch eine Weile auf der Range – oder kaufen Sie sich einen Hund!

Und was meint WIKI dazu?

Mein Golf-Glossar

Termini, die in Ihrem Regelbuch umfassend erläutert werden, sind in diesem Glossar nicht immer enthalten. Dafür habe ich manche Begriffe so erklärt, wie sie in keinem Regelbuch zu finden sind. Dieses Glossar stammt aus der aktualsierten Neuausgabe meines Buches "Der Weg der weißen Kugel".

Abschlag – Ist der Beginn der jeweiligen Spielbahn. Auch der erste Schlag vom Abschlag selbst wird als Abschlag bezeichnet.

Abschlagsmarkierungen - Zwei Abschlagsmarkierungen bilden auf jedem Abschlag die Vorderkante eines virtuellen Rechtecks, innerhalb dessen abgeschlagen werden muss.

Abschlagszeit – Auch »Tee Time« oder »Startzeit« genannt. Es gibt kein Pardon für Zuspätkommen, sondern Strafschläge, evtl. Disqualifikation. Als Turnierteilnehmer sollten Sie zehn Minuten vor Abschlagszeit (auch Startzeit genannt) vor Ort sein.

All square – »Gleichauf« – gleicher Spielstand der Gegner im Lochwettspiel.

Albatros – (Doppel Eagle) Drei unter Par an einem Loch(!), praktisch nur an Par 5 möglich.

Amateur – Sie dürfen mit dem Golfspiel nur Ihr Geld verlieren, aber keins damit verdienen. Das Amateurstatut wird natürlich auch nach allen Regeln der Kunst ausgetrickst.

Annäherungsschlag - Schlag nahe zur Fahne. So z.B.: Chip, Pitch, Lob, der Putt aus dem Vorgrün sowie ein Schlag aus dem Grünbunker.

Ansprechen – Wenn sich der Spieler ganz auf seinen Schlag konzentriert, nachdem er seinen Stand eingenommen und den Schläger aufgesetzt hat. Jetzt herrscht Sprech- und Bewegungsverbot für die anderen!

Ansprechposition – Die Haltung des Körpers vor dem Schlag.

Approach – Der Annäherungsschlag zur Fahne.

Auchterlonie – Traditioneller Schlägerhersteller mit Proshop in St. Andrews.

Ass – Mit einem Schlag vom Abschlag ins Loch, auch »Hole-in-One« genannt.

Aus – Die Spielbahngrenzen sind durch weiße Pfähle oder Zäune markiert. Von den Flächen außerhalb der Spielbahnen darf nicht gespielt werden.

Auslippen – Der Ball läuft an der Kante entlang, ohne ins Loch zu fallen.

Ausrichtung – Die Ansprechposition von Schlagfläche und Körper zum Ziel bzw. zur zu spielenden Linie.

Ausrüstung – Alles, was Sie oder Ihr Caddy schleppen müssen.

Back nine – Die zweiten neun Löcher eines Platzes.

Backspin – Ein von der Schlagfläche erzeugter Rückwärtsdrall, vorzugsweise durch kurze Eisen, soll ein unkontrolliertes Ausrollen auf dem Grün verhindern. Der Ball fliegt ruhig und bremst bei der Landung ab. Wenn der Backspin zu stark war, rollt der Ball wieder ein ganzes Stück zurück.

Backswing – Rückschwung

Bag – Die Tasche, in der die Golfschläger und der ganze Kleinkram aufbewahrt werden.

Balata – Kautschukähnliches Naturprodukt zur Herstellung von Golfbällen, heute durch synthetische Stoffe abgelöst.

Ball – Muss mindestens 42,67 mm groß sein und darf nicht mehr als 45,93 g wiegen.

Ball-Angel – Teleskopstange mit kleiner Mulde, um den Ball aus Wasserhindernissen zu fischen.

Ballmarker – Münze, Metall- oder Plastikscheibe, die vor dem Aufnehmen hinter den Ball gelegt wird, um die Ballposition auf dem Grün zu »markieren«.

Ballooning – (auch skying) Wenn der Ball in den Himmel geschlagen wird, meist beim Drive, weil zu hoch aufgeteet. (»Engelchen abgeschossen« oder »der hat Schnee drauf«).

Baseball-Griff – Auch Zehn-Finger-Griff genannt. Empfiehlt Harvey Penick besonders den Damen.

Bedienen – Den Flaggenstock halten bzw. aus dem Loch nehmen, wenn ein Mitspieler puttet.

Dr. Bercelmeyer – Hubertus Canditus. Landarzt. Unverheiratet. Seine langjährige Sprechstundenhilfe Maria Clarius liebt ihn – unglücklich und aufopfernd. Er liebt nur das Golfspiel und ... Dr. Fahrenbach, was beiden aber nicht bewusst ist und worüber im Club auch nicht weiter gesprochen wird.

Besser legen – ... Auf Scorekartengröße nicht näher zur Fahne gemäß den Platzregeln.

Best Ball – Oder »Better Ball« – der bessere Score eines Teams an einem Loch.

Birdie – Ein mit einem Schlag unter Par gespieltes Loch, z.B. Par-3-Loch in zwei Schlägen.

Blatt – Die Schlagfläche der Eisen.

Blind Shot – »Blinder« Schlag in ein nicht einsehbares Terrain.

Boden in Ausbesserung - Ein Bereich der Spielbahn, von dem aus nicht gespielt werden darf. Dieser Bereich ist blau gekennzeichnet.

Bogey – Ein mit einem Schlag über Par gespieltes Loch, z.B. 5 Schläge auf einer Par-4-Bahn.

Break – Der Ballverlauf auf dem Grün, der sich aus der Ondulierung des Grüns ergibt.

Brassie – Vormals das stärkste (steilste) Fairwayholz, heute Holz 2 oder »strong three wood« mit 13° oder 14° Loft.

Brutto – Der Brutto-Sieger benötigt die wenigsten Schläge über 18 Löcher (ohne Berücksichtigung der Vorgabe).

Buggy – Siehe auch Cart. Meist elektrisch angetriebener Zweisitzer.

Business-Golf – Die Kunst der Kommunikation auf dem Golfplatz, ohne den Spielfluss zu stören.

Bunker – (Sandhindernis) Auch »Trap« oder »Sand trap«, mit Sand gefüllte, (meist künstliche) Bodenvertiefung.

Caddy – Begleiter, der die Tasche trägt oder den Trolley zieht. Im Profigolf Berater des Spielers auf dem Platz. Sollte nur reden, wenn er gefragt wird und die Augen auf dem verschlagenen Ball haben. Meist ein »Unglücksrabe«, Blitzableiter des Spielers.

Caddymeister – Bisweilen skurriles Unikum, das anno dazumal die Caddys einteilte und heute die Golfcarts poliert, manchmal der Starter am 1. Abschlag.

Carry – Effektive Flugdistanz des Balls in der Luft.

Cart – Elektrowagen, meist für zwei Personen, im Turnier nur für behinderte Spieler mit Attest zugelassen und auf europäischen Plätzen unbeliebtes Privileg der Schönen, Reichen und lauffaulen Senioren, die damit alles aufhalten. Auch Buggy genannt.

Chip – Kurzer, flacher Annäherungsschlag zur Fahne.

Chip-in – Von außerhalb des Grüns eingelochter Chip.

Clubfitting – Golfschlägerherstellung nach Maß.

Clubhaus – Heimat des Golfers, Ort der Zurückgezogenheit, meist mit Bar, Restaurant, Proshop, Umkleidekabinen und im Golfpark Winnerod sogar mit Sonnenbank!

Clit – Zentrales Thema auf der Damentour.

Course – Golfplatz

Course Rating – Bemessungsgrundlage, Vergleich der Schwierigkeit verschiedener Golfplätze für Spieler mit niedriger Vorgabe

Crosshanded – Puttgriff, bei dem Rechtshänder mit der linken Hand unter der rechten greifen.

Crosswind – Seitenwind, der besonders auf Links-Courses das Spiel sehr beeinflussen kann.

Cross-Country-Golf – (siehe auch X-Golfer) Angeblich eine Erfindung der Medien. Ursprünglich von den Natural Born Golfern, eine in Hamburg initiierte Bewegung freier Golfer, die nicht auf Golfplätzen, sondern querfeldein spielt.

CSA - (Competition Stableford Adjustement) Wurde bei Turnieren eingeführt, um den wechselnden Bedingungen gerecht zu werden. Diese wechselnden Bedingungen können sich sowohl auf das Wetter, den Platzpflegezustand, das Layout des Platzes, die Wettspielform, aber auch auf die Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes beziehen. Kurz ausgedrückt: Benötigen viele Spieler weniger Schläge als ihr Handicap, geht man davon aus, dass der Platz an diesem Tag leichter war als normal, darum zieht man allen Spielern einen Schlag vom Netto-Stablefordergebnis ab. Umgekehrt kann man bis zu drei Stablefordpunkte dazubekommen, wenn sehr viele Spieler schlechter als ihr Handicap spielten.

War Golf bis dahin immer ein Spiel des Golfers gegen den Platz, hängt das eigene Ergebnis seit dem CSA nun auch von den Spielergebnissen der Mitspieler ab. Der CSA ist darum seit seiner Einführung umstritten und wird immer wieder heftig kritisiert.

Cup – Preis, meist ein hässlicher versilberter Pott oder ein Staubfänger aus Glas.

Cut – 1.) Qualifikation im Profiturnier nach dem zweiten Spieltag. Den Cut »schaffen« die Spieler, die sich in einer bestimmten Schlagzahl hinter dem Führenden befinden. Meist halbiert sich das Spielerfeld. 2.) Angeschnittener Ball, 3.) Kerbe in der weichen Hülle eines Balata-Balls.

DGV – Deutscher Golf Verband

Dimple – Kleine Dellen auf dem Golfball. Erhöhen dessen Auftrieb.

Divot – Herausgeschlagenen Rasenstück – muss zurückgelegt und wieder festgetreten werden.

Dogleg – (Hundebein) Nach rechts oder links abbiegende Spielbahn.

Dormie – Steht das Match, wenn der Vorsprung eines Spielers beim Lochspiel mit der Zahl der noch zu spielenden Löcher gleich ist.

Double Bogey – Zwei Schläge über Par an einem Loch.

Down – Spielstand, im Lochspiel zurückliegend.

Draw – Leicht rechts startender Ball, der mit feinem Hookspin wieder mittig »reinkommt« und lange ausrollt.

Drive – Der lange erste Schlag von der markierten Abschlagsfläche.

Driver – Bezeichnung für Holz 1 (mit 5°–16° Loft), das Sie als Anfänger zum Abschlagen vergessen sollten.

Driving Range – Übungswiese zum Schlagen von Bällen.

Droppen – Fallenlassen des Balls mit in Schulterhöhe ausgestrecktem Arm (siehe Golfregelbuch).

Dropping Zone – Stellen, die sich an unwegsamen Hindernissen befinden. Hier darf man dann seinen verschlagenen Ball droppen.

Duck Hook – (auch »Snap hook«) Kurzer Abschlag, der extrem von rechts nach links kurvt.

Durchschwung – Schwungphase nach dem Treffen des Balls.

DVG – Mittlerweile aufgelöster Verein freier Golfer.

Eagle – Mit zwei Schlägen unter Par gespieltes Loch.

Ehre – Der Spieler mit dem besten Score am vorhergehenden Loch hat die »Ehre«. Er darf als Erster abschlagen. Am 1. Tee bestimmt das die Turnieraufstellung oder wird ausgelost.

Eingegrabener Ball – Ball, der überwiegend im Schlamm, Sand oder Erdreich steckt.

Eingelocht – ... such’s mal im Regelbuch!

Eisen – Ausführliche Beschreibung im Kapitel »Wer schleppt was warum mit?«

Erleichterung – Den Ball gemäß Reglement ohne Strafschlag aus einer schlechten Lage aufnehmen und wieder ins Spiel bringen.

Etikette – Korrektes Verhalten (Sicherheit, Rücksichtnahme) auf dem Golfplatz, zu den Mitspielern und gegenüber dem Universum (schlechtes Karma vermeiden!).

Explosionsschlag – Bunkerschlag, bei dem viel Sand verspritzt wird.

Extra-Day-Score (EDS): Privatrunde, die unter bestimmten Voraussetzungen vorgabewirksam gespielt werden kann. Der Zähler muss mindestens Vorgabe -36,0 haben und der Spieler darf keine bessere Vorgabe als -18,4 besitzen. Die EDS-Runde muss vorher im Sekretariat angemeldet werden. Sie wird gewertet wie eine Turnierrunde.

Extra Holes – Zusätzliche Löcher, die nach einem Match im Falle von Gleichstand gespielt werden, um den Gewinner zu ermitteln. (Stechen.)

Fade – Leicht links startender Ball, der dann mit feinem Slicespin wieder mittig »reinkommt« und schnell liegen bleibt.

Fahne – Die Fahne steckt im Loch, sollte weithin erkennbar sein und wird auch Flagge, Stock oder Pin genannt.

Fairway – Gemähte Rasenfläche zwischen Abschlag und Grün, die als Spielbahn dient.

Fairwayhölzer – Holz 2, 3, 4, 5, 7, 9, zum Schlagen des Balls vom Fairway.

Fett getroffen – Den Boden vor dem Ball getroffen.

Federball – Die älteste Form des Golfballs, eine mit Federn gefüllte Lederkugel.

Fernmitgliedschaften – Der Club, bei dem Sie eine Fernmitgliedschaft beantragen, sollte Mitglied im DGV sein, damit Ihr Handicap nach DGV-Standard verwaltet wird und Sie eine DGV-Karte bekommen. Mit dieser Karte können Sie dann in vielen Clubs spielen.

Finish – Endposition des Schwungs. Ebenso: Endkampf in einem Wettspiel.

Flex – Die Biegungseigenschaft eines Schaftes.

Flight – Eine Gruppe von maximal vier Spielern, die zusammen auf die Runde gehen.

Follow-through – Durchschwung nach dem Treffen des Balls.

Fore! – Warnruf an andere Spieler, in Deckung zu gehen, da der Ball 1.) fliegt und 2.) anders als man denkt.

Forged Blades – Geschmiedete Eisen. Das Nonplusultra für Fetischgolfer.

Fourball – Vier Spieler in zwei Teams spielen gegeneinander ein Loch- oder Zählspiel, wobei jeder Spieler seinen eigenen Ball schlägt und der bessere Score jedes Teams pro Loch gewertet wird.

Foursomes – Zwei Teams mit je zwei Spielern messen sich im Loch- oder Zählspiel, wobei sie pro Team einen Ball spielen.

Free Drop – Ein Drop gemäß Reglement ohne Strafschlag.

Front nine – Die ersten neun Löcher eines 18-Loch-Platzes.

Gallery – Die Zuschauer eines Golfturniers.

Geschlossener Stand – Leicht rechts vom Ziel ausgerichtete Position eines Golfers (Rechtshänder).

Geschlossenes Blatt – Leicht links vom Ziel ausgerichtetes oder nach links verdrehtes Schlägerblatt.

Geschlossene Gesellschaft – Privater Golfclub, der aus Abschreibungsgründen von Personen gegründet wurde, die längst keine Steuern mehr zahlen.

Geschenkt – Geschenkter Putt. Im Lochwettspiel kann der letzte Schlag vom Gegner geschenkt werden, gleichwohl der Schlag zu zählen ist. (auch: Gimme)

Golfbesteck – Die Schläger.

Grand Slam – Der Gewinn der vier Majorturniere in einem Jahr.

Greenfee – Benutzungsgebühr, die ein Golfer auf einem fremden Platz zahlen muss.

Greenkeeper – Wetterfester Kapuzenmann, der bei jedem Wetter Rasen mähen muss, an allem schuld ist, von jedem angemault und auch noch schlecht bezahlt wird.

Griff – 1.) Wie der Schläger gehalten wird. 2.) Wo der Schläger am Schaft gehalten wird.

Grooves – Die Rillen im Schläger, die den Backspin erzeugen.

Grün – (Green) Sehr kurz gemähte Rasenfläche ums Loch herum.

Hacker – 1.) Golfanfänger, 2.) Misslungener Schlag mit viel Erdaushub.

Handicap – Die vom Spielausschuss für jeden Spieler festgelegte Vorgabe definiert die Spielstärke des Spielers. In Deutschland von 54 (Anfänger) bis 0 (sehr guter Spieler). Aus der Differenz zwischen dem Par des Platzes und der durchschnittlichen (in Turnieren ermittelten) Anzahl von Schlägen, die ein Spieler mehr als Par über 18 Löcher benötigt, ermittelt sich das Handicap.

Handschuh – Wird an der Führungshand (links bei Rechtshändern und rechts bei Linkshändern) getragen, um den Griff zu verbessern.

Hemmnisse - Alles Künstliche, z.B. künstlich angelegte Wege und Begrenzungen, was sich nicht im Aus befindet und nicht von der Spielleitung zum Bestandteil des Platzes erklärt wurde.

Hickory – Das Holz, das vor der Einführung von Stahlschäften für die Schlägerschäfte verwendet wurde.

Hindernis – Wasserhindernis und Bunker – wo man ohne Mühe rein schlägt und schlecht wieder rauskommt.

Hole – Englischer Ausdruck für Loch. Damit kann auch die gesamte Spielbahn gemeint sein.

Hole-in-One – (Ass) Mit dem ersten Schlag vom Tee einlochen.

Ho Lin Wan – Durchgeknallter Tibeter und wirbelnder Golfderwisch der Tao-Yin-Schule.

Holz – Die Dinger mit den dicken Köpfen und den Mützchen drauf.

Hook(spin) – Seitwärtsdrall des Balls mit Linksdrehung.

Hosel – Der Teil des Schlägers, der Schlägerkopf und Schaft verbindet.

Impact – Der Treffmoment, in dem der Schläger auf den Ball trifft.

Inside out – Von innen (Aufschwung) nach außen (Abschwung) schwingen.

Interlock – Griff, bei dem Zeigefinger und kleiner Finger der beiden Hände miteinander verschränkt sind.

Insert – Weiche Einlage im Schlägerkopf von Holz, Eisen oder Putter.

Interlocking-Griff - Griffform, bei der sich der kleine Finger der rechten Hand mit dem Zeigfinger der linken Hand verschränkt. (Bei Linkshändern anders herum)

Jigger – Putterähnlicher Schläger mit dem Loft eines Eisen 7, der zum Chippen benutzt wird.

Kompression – Maßzahl für den Druck im Ball, definiert die Ballhärte.

Kleidung – Manche Golfclubs legen auf eine angemessene Kleidung Wert. Zum Beispiel sind Tops mit Spaghetti-Träger bei Clubpräsidenten verpönt.

Kurzes Spiel – Pitchen, Chippen, Putten – das A & O!

Kurzplatz – Hier können Interessierte erste Spielversuche unternehmen, ohne den normalen Spielbetrieb zu stören. Der Kurzplatz besteht meist aus mehreren Par-3- Löchern. Für Fortgeschrittene bietet der Kurzplatz die Möglichkeit das kurze Spiel zu üben.

Leaderboard – Ergebnistafel eines Turniers.

Lady – Missglückter Abschlag vom Herrentee, wobei der Ball kürzer fliegt, als das Damentee gesteckt ist. Üblicherweise ist dann nach der Runde eine Runde fällig.

Langes Spiel – Das Spiel mit den Hölzern und langen Eisen. Größtmögliche Weite soll erzielt werden.

Lie (Lage) – Position des Balls im Gelände oder der Winkel zwischen Schaft und Sohle eines Schlägers.

Links – Natürlicher Küstenstreifen mit Dünenlandschaft und Hinterland, die ursprüngliche Heimat des Golfsportes.

Lip-out – »Ausgelippt«: Der Ball trifft die Lochkante und rollt wieder raus.

Local Rules – Besondere Platzregeln eines jeweiligen Golfplatzes.

Lob – Hoher kurzer Schlag, meist mit dem Sand Wedge oder Lob Wedge gespielt.

Loch – 10,8 Zentimeter Durchmesser und mindestens 10,2 Zentimeter tief. Hier muss er rein. Als Loch wird aber auch die Spielbahn bezeichnet.

Lochspiel – (Matchplay) Match von Einzelspielern oder Teams gegeneinander, in dem die geringere Schlagzahl pro Loch das Loch »gewinnen« lässt. Das Spiel wird von der Partei gewonnen, die mit einer größeren Anzahl von Löchern führt, als noch zu spielen sind.

Loft – Die Schrägstellung der Schlagfläche in Relation zur Schlägersohle.

Longest Drive – Sonderwertung, bei der der längste Abschlag, der auf dem Fairway zu liegen kommt, gewinnt.

Longhitter – Unsensible, massige Gestalten mit Pickeln, die immer den Longest Drive gewinnen und auf die ich dummerweise auch noch neidisch bin.

Lose hinderliche Naturstoffe - Natürliche Gegenstände wie Steine, Blätter, Zweige, Würmer usw., welche weder angewachsen oder befestigt sind, und nicht am Ball haften.

Luftschlag – Nach dem Ball geschlagen und nicht getroffen, zählt aber!

Majors – Die vier großen Golfmeisterschaften weltweit: Die US MASTERS in Augusta wird zwischen den Blumenrabatten von Bobby Jones ausgetragen. Die US OPEN findet meist im Rough statt. Die British Open, als die Meisterschaft nur kurz The OPEN genannt, wird grundsätzlich auf Links gespielt. Und die USPGA Championship ist auch ganz nett – wenn man sie gewinnt.

Marker – 1.) Der Spieler, der den Score eines anderen aufschreibt, 2.) Die farbigen Markierungen an den Abschlägen, 3.) Die kleine Münze oder Markierung, die auf dem Grün hinter den Ball gelegt wird, bevor der aufgenommen wird.

Marshall – In angelsächsischen Ländern meist ein ehemaliger Regiments-Sergeant, dessen Wort auf dem Platz Gesetz ist. In Deutschland meist ein bleicher, verschüchterter BWL-Student, der sich nicht durchzugreifen traut und sich stattdessen bei potenziellen Arbeitgebern einzuschleimen versucht.

Matchplay – Englische Bezeichnung für das Spiel im Matsch. Nein, Quatsch – für das Lochspiel, bei dem allein die Zahl der gewonnen Löcher und nicht der Score das Spiel entscheidet.

Metalwood – »Hölzer« aus Stahl, Titan bzw. verschiedenen Legierungen, die alle aus China kommen und in Sklavenarbeit produziert werden.

Mr. Mulligan – Muffiger Besserwisser, der zum Golfschamanen wird.

Mulligan – Vermasselter Abschlag, der nach vorheriger Vereinbarung (regelwidrig) auf einer nicht vorgabewirksamen Runde ungezählt wiederholt werden kann.

Nearest to the Pin – Sonderwertung in Turnieren: Wer auf einem Par 3 am nächsten am Loch liegt.

Netto – Zieht der Spieler der Gesamtschlagzahl (Brutto) sein Handicap ab, erhält er das Nettoergebnis.

Neunzehntes Loch – Die Club-Bar. Schlechte Putter schaffen es auch am 19.Loch nicht rein und schütten sich das Bier in den Kragen.

Neutraler Stand – Die Fußlinie ist parallel zur Ziellinie ausgerichtet.

Niblick – Traditioneller Schlägername, entspricht etwa dem Eisen 9.

No return (NR) – Wenn ein Spieler nach dem Turnier seine Scorekarte nicht abgibt. Wird aber als negatives Ergebnis gezählt, und das Handicap erhöht sich um 0,1 bzw. 0,2 Punkte – je nach Handicap-Klasse.

Off-centre Hit – Den Sweet Spot des Schlägers nicht sauber getroffen.

Offener Stand – Der Körper (von Rechtshändern) ist in der Ansprechposition etwas links vom Ziel ausgerichtet.

Offenes Schlägerblatt – Zeigt leicht nach rechts (geöffnet).

Offset – Wird meist in Damen und Seniorenschläger eingebaut, weil es angeblich dem Slice entgegenwirkt. Die Schlagfläche befindet sich leicht hinter der Schaft-Achse.

Open (Offene) – 1.) Wettspiele, an denen Amateure sowie Pros teilnehmen können, 2.) Turniere eines Clubs, zu denen auch Gäste willkommen sind.

Out of Bounds – Fläche außerhalb der Golfplatzgrenzen, markiert durch weiße Pfosten und Zäune.

Overlapping-Griff – Auch »Vardon-Griff«. Der kleine Finger der oberen Hand liegt über dem Zeigefinger der unteren Hand.

Oversize – Eisen und Hölzer mit übergroßen Schlägerköpfen, die Anfängern angedreht werden, weil sie damit angeblich leichter spielen können.

Par – »Professional Average Result« – Schlagvorgabe für jedes Loch (festgelegte Anzahl von Schlägen je nach Länge der Bahn) sowie die Summe der Spielbahnen.

Parkland Course – Meist flacher, parkähnlicher Inlandplatz, auf dem zum Beispiel in Nevada manchmal Indianer leben.

Penalty Stroke – Strafschlag, den ein Spieler bei Regelverstoß erhält.

Persimmon – Hartholz, aus dem Schlägerköpfe gefertigt werden. Es ist selten, muss lange gelagert werden und wird dann von Meisterhand in ein Sammlerstück verwandelt. Bis vor einigen Jahren noch von Tourspielern benutzt, wurde es vom Metalwood, dem Metallholz aus Titan oder Stahl, verdrängt.

PGA – Professional Golfers Association.

Pin – Englische Bezeichnung für den Flaggenstock.

Pitch – Kurzer, hoher Annäherungsschlag zur Fahne.

Pitchen – Aus kurzer Entfernung die Fahne anspielen.

Pitching-Grün – Übungsgrün für kurze hohe Annäherungsschläge.

Pitchgabel – Kleines Metallwerkzeug zum Ausbessern von Löchern auf dem Grün (Pitchmarks).

Pitchmarke – Englisch »pitch mark« – Einschlagloch auf dem Grün, das Sie bitte grundsätzlich mit der Pitchgabel ausbessern, auch wenn es nicht von Ihnen verursacht wurde.

Pitching Wedge – Schläger für kurze, hohe Schläger zur Fahne.

Platzerlaubnis (PE) – Auch Platzreife genannt. Wird nach einer theoretischen und praktischen Prüfung vom Pro erteilt und bedeutet nicht, dass Sie jetzt Golf spielen können!

Platzregel – Sonderregeln, die von jedem Golfclub aufgesetzte werden können. Dazu gehören z.B. Steine aus einem Bunker dürfen entfernt werden. Die Platzregeln dürfen nicht den offiziellen Regeln widersprechen.

Platzstandard – (Par) ergibt sich aus der Länge aller Spielbahnen, meist zwischen 68 und 73.

Playing Pro – Berufsgolfspieler (Turnierspieler).

Plugged – Im Schlamm eingegraben.

Plus-Vorgabe – Handicap von Spitzenspielern, die den Platzstandard häufig unterspielen.

Practise Green – Übungsgrün mit mehreren Löchern.

Pre-Shot-Routine – Individuelle Bewegungssequenz der Visualisierung des Schlages, Setup, Probeschwung, Waggle und Atmung vor dem Schlag.

Pro-Am – Ein Pro und drei Amateure bilden zusammen ein Team.

Proette – Golflehrerin oder Berufsgolferin.

Professional – Auch »Pro« genannt; Golflehrer (Teaching Pro) oder Berufsgolfspieler (Playing Pro).

Proshop – Der Golfladen im Clubhaus. Eldorado für Privatpatienten.

Provisorischer Ball – Ersatzball, der gemäß den Regeln ins Spiel gebracht wird. Siehe Regelbuch.

Public Course – Öffentlicher Golfplatz, der auch Spielern ohne Handicap und Clubausweis das Spielen ermöglicht.

Pull – Nach links verzogener Ball.

Punch – Flacher Schlag, meist gegen den Wind.

Push – Nach rechts verzogener, eigentlich »gedrückter« Ball.

Putt – Schlag auf dem Grün zum Loch mit dem Putter.

Putten – Auf dem Grün spielen.

Putter – Schläger, der auf dem Grün benutzt wird, um den Ball zum Loch rollen zu lassen. Kostet heute über 100 Euro und wird meist »Scheißding« genannt. Die Industrie arbeitet derzeit an Puttern, die schwimmen können.

Putting-Grün – Sehr kurz geschnittene Rasenfläche mit mehreren Löchern zum Üben von Putts.

Rabbit – Golfanfänger. Greenhorn. Wenn Sie dieses Buch auswendig gelernt haben und jemand nennt Sie noch »Rabbit«, dürfen Sie ihm – auch wenn Sie tatsächlich noch kein Golf spielen können – aufs Maul hauen. Das ist im Buchpreis inbegriffen und abgesichert durch ein Statut der R&A aus den Decisions Etikette versus Faustrecht, verfasst von Sir Lancelot Spratt, Muirfield, 1898.

Rangefee – Gebühr zur Nutzung der Driving Range und der anderen Übungseinrichtungen. Falls Sie Greenfee bezahlt haben, ist die Nutzung der Übungseinrichtungen im Preis inbegriffen. Die Kellnerin anzutatschen ist nicht im Preis inbegriffen, liebe Seniorenmannschaft aus ... Na ja, ich sage es lieber nicht!

Recovery – »Rettungsschlag« aus dem Hindernis oder Rough.

Reverse-Overlapping – Üblicher Griff am Putter. Der Zeigefinger der linken liegt über den Fingern der rechten Hand.

Rookie – Neuling auf der Profi-Tour.

Rough – Ungeschnittene Flächen beiderseits des Fairways.

Run – (»Einen Run haben« oder »in the Zone« sein) optimaler Bewusstseinszustand beim Spiel, in dem alles gelingt.

Runner-up – Zweitbester in einem Zählspiel.

Ryder Cup – Alle zwei Jahre »Krieg der Sterne«. Die Besten Europas gegen die Amis.

Sand-Wedge – Spezialschläger für Bunkerschläge und Pitches.

Schaft – Stiel des Golfschlägers. Den Schaft gibt es in unterschiedlichen Härtegraden (auch Flex genannt).

Schenken – (Gimme) Kann man einen (kurzen) Putt oder ein Match.

Schlägerblatt – Der Teil des Schlägerkopfes, mit dem der Ball getroffen werden sollte.

Schlägerebene – Das Verhältnis (bezogen auf die Lage im Raum) zwischen Kopf- und Griffende des Schlägers.

Schlägersatz – Besteht aus maximal 14 Schlägern, die individuell zusammengestellt werden. Meist drei Hölzer, zehn Eisen und ein Putter.

Schwungbahn – Der Weg des Schlägerkopfes.

Schwungebene – Ungenauer Überbegriff für Schulterebene, Armebene, Schlägerebene oder Hüftebene.

Score – Gesamtzahl aller Schläge über 18 Loch.

Scorekarte – Zählkarte, auf der die Schläge eingetragen werden und die das Rating, das Par der Löcher und manchmal eine Platzkarte und die Platzregeln darstellt.

Scramble – Ein Team bestehend aus vier Spielern. Alle schlagen ab, wählen den besten Schlag aus und spielen von dort weiter, bis eingelocht ist.

Scratch-Golfer – Imaginäre Lichtgestalt, die regelmäßig Par spielt.

Semi-Rough – Kürzer gemähtes Gras zwischen Fairway und Rough.

Set-up – (Aufstellung) Das Einnehmen des Standes: Füße, Körper und Schläger werden an der Ballziellinie ausgerichtet, bevor der Rückschwung eingeleitet wird.

Shank – Wenn der Ball mit dem Winkel zwischen Schlägerschaft und Blatt (Shank) getroffen wird und seitlich nach rechts verspringt. Auch „Socket“ genannt.

Single-Handicap – Einstelliges Handicap (bis 9), der Traum eines jeden Golfers.

Sky – Unterschlagener Ball, der sehr hoch, aber nicht weit fliegt.

Slice (spin) – Seitwärtsdrall mit Rechtsdrehung des Balls.

Slope – Die Slope-Zahl gibt den Schwierigkeitsgrad eines Platzes an – für Spieler mit höherem Handicap in Relation zu der Schwierigkeit für einen Scratch-Golfer.

Socket – Mit der Schlägerspitze getroffener Ball, der steil nach rechts wegspringt.

Sommerfest – … im Golfclub. Peggy, Single, (Handicap 69) schrieb uns dazu: »Ein einziger Super-GAU. Kleine Männer hoch drei, Bierbäuche, Bierfahnen, plumpe Anmache. Vor dem Damenklo die ganze Bandbreite der sabbernden, alten Herren. Dann der Spargeltarzan mit Schnauzer und gefärbtem Haar. Zwar groß, sah aber aus wie der Mitreisende einer Schießbude. Oder der selbst ernannte Latin Lover, blutarm und hirnlos, der mir gerade bis zum Ausschnitt reichte. Der ach so enttäuschte Ex, wie immer dauerbeschäftigt auf dem Parkett, mit allen seinen Exen oder In-spe-Liebchen. Die Krönung von allem, der gealterte Glatzkopp im Teenielook mit umgedrehtem Hemd. Deoroller in Zwangsjacke, zum Schreien dämlich. Auf dem Parkplatz noch eine Verfolgung bis an mein Auto durch gleich zwei krasse Junggolfer mit hochgegelten Haaren. Hiiiilllllfffffeeeee, wo sind sie hin, die beziehungswilligen, aber dennoch attraktiven Männer?«

Spin – Drehung des Balls um die eigene Achse.

Spoon – Früher der Name für das Holz 3.

Square – Die parallel zur Ballziellinie ausgerichtete Fuß- und Körperhaltung.

St. Andrews – Brutstätte des Golfvirus an der Ostküste Schottlands.

Stableford – In Deutschland häufig ausgeübte Turnierform bei der netto eins über einen, Par zwei und ein Birdie drei Punkte bringt. Höchste Gesamtpunktzahl gewinnt.

Stand (Stance) – Position und Ausrichtung der Füße in Relation zum Ball, die sich je nach Art des Schlages verändern.

Starker Griff – Mehr als zwei Knöchel der linken Hand sind zu sehen. Beide Hände sind am Griff nach rechts verdreht. Gibt meist einen schönen Hook.

Starter – Befugte Person, die am 1. Abschlag Spieler auf die Runde schickt.

Startzeit – Die Abschlagszeit am 1. Abschlag. Sie sollten pünktlich sein!

Strokeplay – Zählspiel.

Stroke and Distance – Ein Strafschlag und den Schlag von der Stelle, von der zuletzt gespielt wurde, wiederholen, wenn ein Ball im Aus, verloren oder unspielbar ist.

Stroke Index – Der Schwierigkeitsgrad der Löcher im Verhältnis zur Spielervorgabe.

Sudden Death – Ein Stechen, bei dem der, der zuerst ein Loch gewinnt, Sieger ist.

Surlyn – Kunststoff zur Herstellung von Ballschalen.

Sweet Spot – Optimaler Treffpunkt auf der Schlagfläche.

Swing-weight – Schwunggewicht (Verhältnis vom Gewicht des Schlägerkopfes zum Rest des Schlägers).

Taoismus – Chinesische Lehre von der Wandlung und dem Fluss der Dinge.

Take-away – Einleiten des Rückschwungs.

Teaching-Pro – Berufsgolflehrer (Ausbildungsberuf).

Tee – 1.) Abschlagfläche. 2.) Kleiner Holz- oder Kunststoffstift zum Aufsetzen (Aufteen) des Balls auf dem Abschlag.

Tee-Shot – Der Schlag am Abschlag bzw. vom Tee.

Tee Time – Abschlagszeit. Sie sollten bei Turnieren ca. zehn Minuten früher am 1. Abschlag auftauchen.

Tiger-Line – Riskanter Schlag in direkter Linie. Wird meist zum Abkürzen bei Doglegs gewagt. Nur guten Spielern zu empfehlen!

Timing – Rhythmus des Schwungs.

Top – »Dünner Schlag«. Zu weit oben getroffener Ball, der kaum fliegt, stattdessen mehr rollt.

Torque – Verdrehungswiderstand des Schaftes im Treffmoment.

Trajectory – Die Flugbahn eines Balls.

Treffmoment – Der Moment, in dem der Schläger auf den Ball trifft.

Triple Bogey – Drei Schläge über Par an einem Loch.

Trolley – Handwagen, auf dem die Golftasche transportiert wird.

Unspielbar – Ein Spieler kann seinen Ball für unspielbar erklären und ihn mit einem Strafschlag, nicht näher zum Loch, fallen lassen.

Up – Führung im Lochwettspiel.

Up and down – Den Ball von außerhalb des Grüns mit zwei Schlägen ins Loch bringen.

Vardon-Griff – Siehe auch Overlapping-Griff.

VcG – Vereinigung clubfreier Golfspieler, Ölquelle des Deutschen Golfverbandes.

Vorgrün – Kürzer als auf dem Fairway gemähte Fläche um das Grün herum.

Vorgabeklasse – Kastenordnung der Spieler nach indischem Vorbild.

Vorgabewirksam – Turnier oder EDS-Runde, bei der ein Spieler sein handicap verbessern, oder verschlechtern kann.

Waggle – (Wackeln) Lockerungsbewegung der Handgelenke und Unterarme nach Einnahme des Standes und vor dem Einleiten des Rückschwungs, mit der das Gefühl für den Schlag und gleichzeitig eine innere Ausrichtung zum Ziel gesucht wird.

Wasserhindernis – Quer vor dem Loch liegend (frontal) mit gelben Pfählen markiert, seitlich vor dem Loch oder an der Bahn als »seitliches Wasserhindernis« mit roten Pfählen markiert. Der Ball kann aus beiden Hindernissen herausgeschlagen werden, oder man lässt ihn, unter Hinzurechnung eines Strafschlags, an der durch die Golfregeln definierten Stelle (Dropping Zone) fallen.

Wedge – (Sand und Pitching Wedge), schwere kurze Eisen für Annäherungsschläge.

Wintergrün – Flach gemähte Fläche außerhalb des Grüns, die im Winter als Grün benutzt wird, um das eigentliche Grün zu schonen.

Winterregeln – Spezielle Regeln für nordeuropäische Länder, wonach der Ball »besser gelegt« werden darf, siehe Aushang im Club.

X-Golf – Antiautoritäre Bewegung freier Golfer, meist junge Menschen, die sich an abgelegenen Plätzen, Flussufern und Industriebrachen in Horden treffen, um Bälle durch die Gegend zu schlagen, und dabei an einem Tag mehr Spaß haben als manche »Clubgolfer« in ihrem ganzen Leben (siehe auch Cross-Country-Golf).

X-Out – Preiswerte Golfball-Makulatur, die in Turnieren nicht zugelassen ist.

Yips – Unkontrollierbares Muskelzucken in den Händen, das Chippen und Putten nachhaltig negativ beeinflusst, angeblich von den Nerven kommt und durch den Genuss von zu viel Speiseeis hervorgerufen wird.

Zähler – Mitbewerber, der im Turnier verdonnert ist, Ihren Score (Schlagzahl) zu zählen. Sie sind Zähler von jemand anderem.

Zählwettspiel – Die Schlagzahl wird auf der Scorekarte notiert, die Summe ergibt das Brutto und wenn Sie Ihr Handicap abziehen, haben Sie das Nettoergebnis. Wenn Sie mehr netto als brutto haben, dann haben Sie sich verrechnet, oder es sind mal wieder ein paar Quanten gesprungen und die Turnierleitung bekommt ein Problem. Das kann passieren, wenn Sie auf dem 9.Grün einlochen und der Ball zufällig in ein schwarzes Loch fällt, das sich, aus einem Paralleluniversum kommend, zufällig gerade dort befindet, wo das 9.Loch ist. Wenn die Schwalben tief fliegen und die Greenkeeper muffig sind, ist das ein typisches Zeichen, dass ein Paralleluniversum an Ihrem 9.Grün rumlungert. Falls der Ball im schwarzen Loch verschwunden ist, gilt er als eingelocht. Am nächsten Tee können Sie gemäß den Regeln einen neuen Ball ins Spiel bringen. Falls ein rosa Ball mit Ecken, ein bissiges Meerschweinchen namens Nick oder ein ziemlich unangenehmer Geruch aus dem schwarzen Loch kommt, sollten Sie schnell davonrennen und das Spiel für heute aufgeben.

Zählspiel – (Strokeplay) Eine Wettspielform, bei der die Schläge, die ein Spieler auf einer Runde über 18 Löcher benötigt, zusammengezählt werden. Der Spieler mit den wenigsten Schlägen gewinnt das Match. Die meisten »Offenen« werden nach dieser Variante gespielt.

Zeitweiliges Wasser – Wasseransammlung auf dem Golfplatz an Stellen, die normalerweise kein Wasser führen. Der Ball darf straffrei aus dem Zeitweiligen Wasser entnommen und an nächstgelegener Stelle gedropt werden.

Zen – Buddhistische Schule, vom Patriarchen Bodhidharma nach China gebracht. Strenge Meditationsdisziplin, die in Japan in Jahrhunderten zur heute bekannten Form entwickelt wurde und in zwei Linien (Soto und Rinzai) praktiziert wird. Ziel: das Einssein mit der universellen Wirklichkeit (Satori).

Vielen Dank an Susanne Landskron und Rachel de Heuvel vom KOSMOS-Verlag für ihre Durchsicht, Nachsicht und Mithilfe.