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Die sonderbaren Erlebnisse, wundersamen Ereignisse und der ganze langweilige Alltag des Eugen Pletsch...

Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Am Samstag, als ich um die Mittagszeit nach Gießen auf den Markt fuhr, sah ich einige Herren in blauen Hemden, die vor einem Hotel standen, vermutlich um ihr Bäuerchen zu machen.

„Ei guck“, dachte ich, „ist das nicht die Elite des DGV inklusive ihrem Präsidenten? Schon aus Rio zurück, wo die Damen noch spielen? Dann fiel mir ein, dass in Lich gerade der Final Four Wettkampf tobt.
Ich fuhr trotzdem zum Markt und dann zum Handy-Doktor, dem es gelang mein iPhone 4, für das es angeblich keine Ersatzteile mehr gibt, in einer Stunde zu reparieren. (Die Anschalttaste war kaputt). Natürlich ein Russe! Er könne so ein iPhone mit verbundenen Augen zusammenbauen, sagte er. Keine Schraube war übrig, der Preis war angemessen.

Etwa zeitgleich spielte die Russin Marija Witaljewna Wertschenowa in Rio eine Sensationsrunde inkl. einem Hole in One. Sie war mir aufgefallen, weil sie das gleiche Strohhütchen trägt wie meine Tatjana, die ihres in Bad Griesbach gekauft hatte. 

Ich denke nun darüber nach aus Cybergolf so eine Art Fan-Site für Marija Witaljewna Wertschenowa zu machen. Laut unserem Webmaster Herrn Swadeck wurde in den letzten sechs Monaten ca. 360000 Mal versucht, sich über unser Backend unbefugt einzuloggen. Das waren (kumuliert und selektiert) knapp 4.500 verschiedene IP-Adressen, natürlich nicht nur Russen.

Unsere Statistiken schaue ich mir nur selten an, aber dieser Tage habe ich mal auf dem Server rumgeschnuppert und war überrascht, wie viele Besucher wir haben. Die Zahlen haben sich teilweise verdoppelt bis verdreifacht. Sind das alles gedopte russische Hacker? Ich denke: Mit einem Bild der hübschen Marija Witaljewna Wertschenowa werden sie uns vielleicht in Ruhe lassen.

Apropos in Ruhe lassen: Nein, ich schreibe nicht mehr für diesen Reiseveranstalter, auch wenn das auf deren „Magazin“ noch behauptet wird. Ich habe mehrfach gebeten, mich nicht mehr als Autor aufzuführen und bat, meine Texte zu löschen, aber von Seiten des Inhabers hat man darauf nicht reagiert. Was soll ich machen? Den Hintermann dieses Ladens, Frank Mendelssohn, habe ich leider erst gegoogelt, nachdem es zum Konflikt kam. Mit solchen Leuten sollte man sich besser nicht anlegen und einen Briefkasten in Zürich zu verklagen ist auch sinnlos.

Mittlerweile denke ich über eine Soap nach, die in der Golf-Branche spielt. Ich müsste endlich lernen, wie man ein Drehbuch schreibt. Meine Fahrenbach-Kolumne in der GolfTime ist ohnehin schon als Serien-Vorlage angedacht… aber jetzt ist erst mal das Buch dran, das unter dem Arbeitstitel „Anmerkungen für Golfreisende“ in einem Münchner Verlag liegt.

Nachtrag zu Rio: Vom Damengolf in Rio habe ich mir nur die Finalrunde angeschaut. Dass es in Rio für unsere Damen und Herren nicht geklappt hat, ist bedauerlich. Aber immerhin hatten sie eine schöne Zeit und wenn man die Bilder sieht, hat das ganze deutsche Golf-Team mit Betreuern und Funktionären viel Spaß gehabt.

Damen-Bundestrainer Morales versucht das Ergebnis ‚einzuordnen‘: „Die beiden (Gal und Masson) haben nicht enttäuscht. Sie haben ein ordentliches Turnier gespielt, auch wenn natürlich Kleinigkeiten hätten besser laufen können. Für die ersten Olympischen Spiele haben wir einen ordentlichen Start hingelegt und wir nehmen alle etwas aus diesem Turnier mit raus. Es war eine tolle Woche und eine tolle Erfahrung“.

Kleinigkeiten? Na dann. Schön, dass man sich jetzt schon auf Japan freut, um weitere tolle Erfahrungen zu machen. Andererseits: Wenn ich diese weichgespülten Abschluss-Statements zu Rio lese, dann frage ich mich, ob ein Mentaltrainer die Texte schreibt? Damit unsere Spieler nicht depressiv werden?
Ich meine: Wenn wir unsere besten Golfer nach RIO schicken, dann doch eigentlich nicht allein, um interessante Begegnungen zu haben und die tolle Erfahrungen zu machen.
Ja, auch, aber der Job war genug Erfahrungen mitzubringen, um die 'interessanten Begegnungen' mit dem Wind zu meistern, mit dem andere ja auch zurechtgekommen sind.

Wenn unsere Latte bei Mittelfeld und Mittelmaß liegt und wir bereits glücklich sind, dass niemand vom Alligator gebissen wurde, dann wird das auch in Japan nix werden. Aber bis dahin sind ja noch ein paar Wochen Zeit….und wenn die Champions Tour-Punkte bis dahin beim Ranking berücksichtigt werden, dann wird uns der unsterbliche Alchemist des Golfsports, Bernhard Langer, in Tokio zeigen, wie man Becquerel in Gold verwandelt...

Eine gute Woche wünscht

Ihr / Euer

Eugen Pletsch

 

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