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Die sonderbaren Erlebnisse, wundersamen Ereignisse und der ganze langweilige Alltag des Eugen Pletsch...

Deutschland hilft
Endlich haben Deutschlands Golfer was zu lachen

Während viele Spitzengolfer früher so aussahen, als wären sie die besten Gäste ihrer Stammkneipe, hat man heute eher den Eindruck, sie könnten als Türsteher arbeiten. Nehmen die was?

Seit mein spezieller Freund Gary Player vor ein paar Jahren behauptete, dass manche Spieler ‚etwas nehmen würden‘ (womit sich der fitnesssüchtige kleine Mann bei seinen Kollegen äußerst unbeliebt machte), beschäftigt mich die Frage, welche Formen von Doping beim Golf helfen könnten.
Beta-Blocker beim Putten? Davon raten Spieler ab, die es probiert haben, als es noch legal war. Das brächte Nachteile beim Drive. Und Spieler, die kiffen oder koksen wird man kaum im oberen Bereich der Weltrangliste finden, zumindest seit Dustin Johnson clean ist.

Da Golf, wie jedermann weiß, hauptsächlich ‚zwischen den Ohren‘ gespielt wird, wäre zu fragen, ob die psychische Beeinflussung durch Mediation, Yoga, Mentaltrainer, Subliminal Musik, Mind Machines etc. nicht ebenfalls als Doping zu betrachten sind, da sie im Gehirn biochemische Veränderungen einleiten. Was ist mit Homöopathie? Wäre es nicht lustig, wenn Schulmediziner z.B. Arnica C 200 als Dopingmittel ablehnten, obwohl sie sonst behaupten, dass darin keinerlei Wirkungssubstanz festzustellen ist. Was ist mit den vielen Pflanzensubstanzen der traditionellen Naturheilkunde? Ich konnte Vijay Singh gut verstehen, als er die USPGA wegen ihren unsäglichen Behauptungen verklagte.

Profi-Golf ist ein athletischer Sport geworden, der Fitness auf höchstem Level erfordert. Aber wenn Doping hilft, dann müsste es doch jede Menge russischer Spitzengolfer geben – zumindest einen Weltklassespieler aus der ehemaligen DDR. Oder?

Aber: Ist der Gewinn, den man bei Sportevents erzielen kann, nicht der eigentliche Zweck, der alle Mittel heiligt? Und mit Gewinn meine ich keineswegs den Gewinn einer Medaille in irgendeiner Disziplin. Olympia ist ein Mega-Business, ganz besonders für jene, die an der dunklen Seite der Spiele verdienen: Bedarf wecken, Substanzen kriminalisieren und die Preise hoch zu halten. Das kommt einem alten Hippie irgendwie bekannt vor, denn mit dem Verbot bewußtseinserweiternder Substanzen in den 1960er Jahren schufen kriminelle Strukturen das größte Business der Welt: die Drogenindustrie, die nicht nur der Mafia sondern auch Geheimdiensten, Sicherheitsdiensten, Politikern, Staatsanwälten, Richtern, Rechtsanwälten, Politikern, Medizinern, Laboren, private Gefängnisbetreibern, Entzugskliniken, Millionen von Dealern und natürlich den Banken überaus stattliche Einnahmen verschafft.

Und natürlich auch den Golfern, die nicht fragen, welche Sponsoren Blutgeld aus Waffen,- Kinder- und Drogenhandel für ihre Klienten waschen, sondern sich nur für die mittlerweile obszönen Preisgelder interessieren – die natürlich auch eine Form von Doping sind.

Mir war und ist der ganze Golf & Olympia-Hype schon deshalb suspekt, weil es der Doping-Industrie, dadurch gelingt, eine Sportart nach der anderen zu kapern. Ja, das meine ich ernst, denn wir leben in einer kranken Welt in der die Pharma-Industrie Krankheiten erfindet, um Blockbuster zu verkaufen und der militärisch-industriellen Komplex Kriege vom Zaun bricht, die allein der Gewinnmaximierung dienen.

(In dem Zusammenhang: Wäre es in Anbetracht der aktuellen Sicherheitslage nicht fair, wenn uns die Politik endlich mal sagt, dass sich Deutschland längst im Krieg befindet. Solange wir die psychotischen Spinner aus den USA in ihren Angriffskriegen unterstützen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn psychotische Spinner aus den überfallenen Ländern bei uns ihre Bomben hochgehen lassen.)

Meines Wissens gibt kein Zaubermittel, dass einem Golfer wirklich hilft (außer einem Drink nach der Runde). Höchstens der Muskelaufbau kann beschleunigt werden, aber welcher Kommentator betont den Muskelaufbau eines jungen Golfers, wenn er gut spielt? Wird nicht stets gelobt, wenn ein Spieler einen ‚alten Kopf auf jungen Schultern‘ trägt? Von Rory wurde das oft gesagt. Jetzt kann man beobachten, wie sein alter Kopf mit der Zunahme von Muskelmasse und Preisgeldern immer mehr zu schrumpfen scheint.

Bereits in meinem Blog vom 20. Oktober 2013 hatte ich das Thema ‚Golfjugend trainiert für Olympia‘ auf dem Schirm und sinngemäß behauptet, dass Golf für Kinder zur Drogenfalle werden könnte. Ich zitiere:
„(…) Da draußen sitzt eine gierige Meute von Drogenhändler, die nur darauf warten, unseren schönen Sport mit Dopingmitteln zu verseuchen, wie sie das bisher bei jeder olympischen Sportart geschafft haben. Auch Ärzte und Labore reiben sich die Hände in Anbetracht der vielen kostspieligen Tests, die da kommen werden. Da wird das große Rad gedreht und übrig bleibt dann ein rotbackiges Golf-Mädel, das auf Schulpartys nicht mal an der Bowle nippen würde und plötzlich ist sie eine Doping-Sünderin, nur weil ihr der übermüdete Hausarzt etwas gegen Grippe aufschrieb, was er nicht abgecheckt hat. Das bleibt dann ein Leben lang kleben (…)“.

Sportliche Großveranstaltungen sind zu einem Mega-Business verkommen, in dem sich Funktionäre hemmungslos selbst bedienen, während brutale Sondereinheiten von Katar bis Rio alles platt machen, was sich dem „Sportevent“ in den Weg stellt.

Dass Sportler dopen, mag verachtenswert sein, verachtenswerter finde ich, dass Sie sich kriminellen Strukturen unterwerfen, die dafür sorgen, dass die „Spiele“ um jeden Preis ausgetragen werden.

Einst hieß es „Brot und Spiele“, doch jene Verzweifelten, die Brot bräuchten, bekommen statt Brot nur die Brutalität einer Staatsmacht zu spüren, die sich den Vorgaben eines IOC unterwirft, weil alle Beteiligten darauf hoffen, sich selbst die verkokste Nase vergolden zu können.

Nebenbemerkung: Dass Olympia politisch in einer Weise funktionalisiert wird, wie man es seit 1936 nicht mehr erlebt hat und jedem eingehämmert wird, dass allein das Dopingschwein Putin die Spiele kaputt macht, passt zu einer Welt, in der nicht die Demokratische Partei verurteilt wird, weil sie Bernie Sanders im Wahlkampf benachteiligte, sondern die angeblichen Putin-Hacker, weil sie die Mails der Wallstreet-Kandidatin Clinton geleaked haben.

Zum Thema Olympia hat uns Dr. phil. Christoph Quarch ein Essay mit dem Titel Spielen statt Geschäfte machen - Wie Olympia verdorben wurde – und was sie retten könnte  zur Verfügung gestellt.
Sein Buch „Rettet das Spiel. Weil Leben mehr als Funktionieren ist“ und wurde zusammen mit dem Neurobiologen Gerald Hüther geschrieben. Das Buch erscheint am 26. September im Hanser Verlag. 

Mögen die Spiele beginnen!

Ihr / Euer

Eugen Pletsch

 

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