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Notizen von Eugen Pletsch

Wintergolf in Winnerod

Der Golfpark Winnerod ist ein Platz, der immer schöner wird. Manchmal stehe ich nur da und staune. Über das Jahr betrachtet wurde mir der Platz, so oft ich auch spielte, nie langweilig. Die ersten 9 sind mittelhessisch hügelig, wobei man von der 3. Bahn auf den wunderschönen Kurzplatz schaut, der, so sagen viele Besucher, einer der schönsten und gepflegtesten Kurzplätze in Deutschland ist. Der Kurzplatz hat etwas von einem alten schottischen Highland-Course mit seinen Topf-Bunkern und Briefmarken-Grüns. Ich finde diesen Kurzplatz sehr knifflig zu spielen, aber man kann alle schottischen Schläge wie „Bumb-and-run-Shots“ üben. Zumindest im Sommer, wenn der Platz trocken ist.




Aber zurück zum großen Platz. Auch der große Platz bietet an vielen Stellen schottische Perspektiven  z.B. an der 3. Bahn, wo unser Greenkeeper und Bildhauer Manni eine sehr schöne, kleine Steinmauer angelegt hat, die das Fairway ein Stück lang säumt. Schottisch ist aus meiner Sicht aber eher noch die zweite Neun jenseits der Straße ab der 13. Bahn. Hier wird es flach, im Sommer, gerade bei Gegenwind, fühlt sich das Gelände an, als würde man „Links“ spielen. Aber dann ist da wieder der weite Blick ins Tal und die Schönheit der Landschaft … ein guter Photograph würde Bilder produzieren, die glauben machen, man wäre in Kanada, South Carolina oder in der Toskana. Toskana wegen der vielen Blumen, die der Senior und Platzerbauer Lischka unermüdlich pflanzt. Sonnenblumenfelder, Wildblumenwiesen, Rosen.
Ich war ziemlich traurig, dass die Resonanz auf meine Blumenpflanzaktion für die Bienen im Frühjahr so dürftig war und mich der DGV, als auch andere potentielle Partner, dermaßen hängen ließen. Aber das wurde mir täglich mit der faszinierenden Blumen- und Blütenpracht vergolten, die ich in Winnerod genießen durfte.




Dank J.C. und seinem Greenkeeper-Team ist der Platz mittlerweile für seine superben, schnellen Grüns weit über Hessen hinaus bekannt geworden. Zudem ist Winnerod ein sportlicher Club, wo es etwas lockerer zugeht, wobei ich hoffe, dass es nicht zu locker wird.
Die alten Tugenden der Etikette, die innere Größe durchspielen zu lassen und die Fähigkeit soweit rechnen zu können, dass vier Schläge und drei Putts Schläge keine „Sechs“ auf der Scorekarte ergeben können, bleiben uns hoffentlich auch im nächsten Jahr erhalten.

Ich liebe diesen wunderschönen, vielseitigen Platz. Vielleicht sehen wir uns mal im nächsten Jahr? Wenn Sie als Cybergolf-Leser Winnerod besuchen möchten, schicken Sie mir eine Mail mit Ihrer Startzeit. Ich kann nicht versprechen, dass ich dabei sein kann, aber wenn es sich ergibt – warum nicht.


Mit den besten Wünschen für ein gesundes und glückliches 2012

Eugen Pletsch
 
P.S. Sollten Ihnen meine Bücher gefallen, freue ich mich über Ihre/Eure Leserrezension auf Amazon, Jedes Sternchen zählt, danke!

 

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