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Notizen von Eugen Pletsch

Glühende Trolleys und blühende Golfplätze

Geht doch ganz nett voran, die Aktion. Mitarbeiter vom Netzwerk Blühende Landschaften arbeiten an einem Vorschlag für Golfclubs und ihre Greenkeeper, welche für Blütenbesucher auf Golfplätzen umgesetzt werden können. Und zwei nette Zuschriften haben mich erreicht, die ich (siehe unten) vorstellen möchte.
Baum_Petra_klein.jpg
Aber jetzt düse ich los, denn heute ist der Platz bespielbar und ich muss dringend an die Luft. Außerdem hab ich auf dem Müll einen uralten Trolley gefunden, aus der Zeit, als die Dinger noch aus massivem Alu waren, so mit Speichen-Rädern und Schnörkeln. Das eine Rad war abgebrochen und ich brachte das Monster zu unserem alten Fritz, dem Golfbastelmeister von Winnerod. Alu gebrochen – kann man das Schweißen?  Ich hab´ natürlich keine Ahnung, was das für ein Ärger ist, aber der Fritz. Und was macht er? Innerhalb einer Woche war das Teil repariert – gestern rief er an!
Ein Kumpel, der auf Montage fährt, nahm den Trolley mit nach Wolfsburg, wo er einen Kumpel hat, der Alu schweißen kann, oder so ähnlich.
So läuft es hier mittlerweile, wie in Russland. Anders klappt gar nichts mehr. Aber ist das nicht toll?
 
Den alten Trolley wollte ich zu dem 25 Jahre alten Bag nehmen, das ich von meinem schottischen Schwiegervater geerbt hatte und in dem mein Satz alter Hogan-Blades sowie die Louisville-Hölzer verstaut sind, mit denen ich noch nie einen Schlag gemacht habe, die ich aber im Frühjahr einweihen werde, wenn das ganze Set aus den Tagen, als ich mit dem Golfspiel begann, komplett ist.

Ihr / Euer
 
Eugen Pletsch
 
 
Leser r. schreibt:

Ergänzend zu Deiner Blüten- Aktion fällt mir ein, dass im oberhessischen Golfclub Marburg seit ca. 2 Jahren viele Flächen, hunderte von Quadratmetern, die nicht direkt im Spiel sind( an Laufwegen, um Abschläge herum etc.), mit einer Sommerblumenmischung eingesät werden. Die gibt es für ganz kleines Geld im Landhandel, bringt was, sieht gut aus und ist nach Aussage Verantwortlicher oft billiger, als die Nebenflächen das ganze Jahr über immer wieder zu pflegen.
Ansonsten kann man aus meiner Sicht besonders viel mit späten mehrjährigen Herbststauden tun, da es im September bis Dezember mit am Meisten mangelt. Viele davon sind nach meiner Erfahrung unkompliziert, winterhart und vermehren sich selbst, gerade wenn man die dekorativen trockenen Strünke erst im frühen Frühjahr zurückschneidet, was wiederum Käfern etc. Überwinterungsplätze bietet. Die späte Blütenpracht verlängert "mental" den Sommer und der Artenreichtum an Hautflüglern und Schmetterlingen in einem solchen Beet ist spektakulär.
Liebe Grüsse, r
 
Leserin Helga schreibt:
Hallo Eugen,
Also wird ein neuer Titel gesucht. „Aktion blühende Golfplätze“? (...) Ich kam beim Lesen nicht auf die Idee, dass Du die Fairways meinst, wobei einige niedrig blühende Pflänzchen wie Gänseblümchen nicht wirklich stören würden. Ich sehe den Titel daher keineswegs als Fehler an, aber die Alternative "Aktion blühende Golfplätze" ist sicher besser. Ob`s für Nichtgolfer wirklich unmissverständlicher ist wird sich weisen. Spitzfindigkeit kennt keine Grenzen ;-)
Der Golfplatz hier in meiner Nähe wird ja nun endlich gebaut, soll im Herbst 2011 fertig und im Frühjahr 2012 dann eingeweiht werden. Mal sehen, ob die Verantwortlichen Blumen oder Blütensträucher pflanzen. Ich bin da nicht Mitglied und werd`s aus Kostengründen auch nicht werden können, habe daher auch keinen Einfluss.
Die anderen beiden Plätze des Geschäftsführers habe ich eher grün in Erinnerung, ich war da in letzter Zeit nicht so oft, da ich es zum öffentlichen Platz in der Nähe nicht so weit habe, der ist aber auch ziemlich grün.
Ich frag mich grade, ob die Golfer, die ich so kenne, auf Blumen wert legen könnten und sich deshalb dafür einsetzen würden......vielleicht am ehesten einige Damen, den meisten Herren unterstell ich Desinteresse.
Auf der Drivingrange, die dem neuen Golfplatz voran ging, gab`s mal einige Stellen mit Mohn. Als der "Aushilfsgreenkeeper", der die zu der Zeit praktisch herrenlose Anlage (nach eigenem Gutdünken) übergangsweise in Ordnung hielt, mir eines Tages erzählte, dass er das mal ordentlich mähen wollte, bat ich ihn, den schönen Mohn doch stehen zu lassen, was er auch tat. Später hat dann der neue Eigentümer doch noch alles platt machen lassen, weil`s halt praktischer ist, ich seh also schwarz für Blumen.....
Trotzdem, oder grade deshalb, bin ich gespannt auf die Aktion. Die Idee mit dem Wettbewerb wird bestimmt weiterhelfen, mit der Aussicht, etwas gewinnen zu können, und sei es nur "Ruhm und Ehre", könnte man die Herren vielleicht doch "drankriegen" ;-)
Ich wünsch Dir, zur Freude der Bienen und aller Naturfreunde, viel Erfolg!
Viele Grüße
Helga


 
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